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><channel><title>McSeven - primus esse delectat</title> <atom:link href="http://www.mcseven.me/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.mcseven.me</link> <description>ey Mac, working hardly or hardly working?</description> <lastBuildDate>Mon, 19 Dec 2011 15:19:37 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Roots, roots, roots: Die CCU1</title><link>http://www.mcseven.me/2011/12/roots-roots-roots-die-ccu1/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/12/roots-roots-roots-die-ccu1/#comments</comments> <pubDate>Fri, 16 Dec 2011 19:46:20 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Heim-Automatisierung]]></category> <category><![CDATA[Testberichte]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1343</guid> <description><![CDATA[Vorwort In diesem Artikel möchten wir der CCU1 des Systems &#8220;HomeMatic&#8221; einmal auf den Zahn fühlen. Und nachdem das der erste Artikel seiner Bauart werden wird, eine Anmerkung zum Aufbau der HomeMatic-Testberichte: Nach der Einleitung wird stets eine kleine allgemeine Beschreibung des Bauteils erfolgen, dann die Installation beschrieben, persönliche Erfahrungen hinzugefügt und zuletzt -sofern vorhanden- [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>In diesem Artikel möchten wir der CCU1 des Systems &#8220;HomeMatic&#8221; einmal auf den Zahn fühlen. Und nachdem das der erste Artikel seiner Bauart werden wird, eine Anmerkung zum Aufbau der HomeMatic-Testberichte: Nach der Einleitung wird stets eine kleine allgemeine Beschreibung des Bauteils erfolgen, dann die Installation beschrieben, persönliche Erfahrungen hinzugefügt und zuletzt -sofern vorhanden- mir aufgefallene Bugs angegeben.</p><h1>Beschreibung</h1><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/HM-68-833-55.jpg" rel="lightbox[1343]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1345 alignright" title="CCU1 in Schwarz" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/HM-68-833-55-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a></p><p>Die CCU1 ist ein ARM7-Mehrplatinen-Embedded-System (<a
href="http://www.homematic-inside.de/hardware.html?view=item&amp;item_id=48" target="_blank">Fotos</a>) und dient als zentraler Baustein des HomeMatic-Systems. Sie besteht aus drei Platinen (Power, embedded-Teil und Funkadapter) und läuft unter einem abgespeckten Linux-Betriebssystem. GPL-Konform sind Betriebssystem und Tool-Chain auf der Webseite des Herstellers frei zum Download verfügbar, außer die Quelltexte der entsprechenden Daemons für Funk, RS485 und zentrale Schnittstelle (&#8220;virtuelle Kanäle&#8221;).</p><p>Die CCU erfüllt im Wesentlichen drei Aufgaben:</p><ul><li><strong>Anlernen </strong>der Funk- und bedrahteten Komponenten (z.B. zum Verteilen der System-Keys)</li><li><strong>Konfigurieren</strong> ihrer unterschiedlichsten Parameter</li><li><strong>Bereitstellen</strong> einer http-Schnittstelle zum Bedienen des Gesamtsystems, sowohl für Maschinen (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/XMLRPC" target="_blank">XMLRPC</a>) wie auch für Menschen (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Webinterface" target="_blank">Web-Interface</a>)</li></ul><p>Eine gut strukturierte Seite mit manchen Zusatzinformationen findet man <a
href="http://www.homematic-inside.de/" target="_blank">hier</a>.</p><h1>Struktur der Software</h1><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/ccu_sw_architektur.png" rel="lightbox[1343]"><img
class="alignleft size-medium wp-image-1364" title="CCU Software-Architektur" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/ccu_sw_architektur-300x214.png" alt="" width="300" height="214" /></a>Wie links abgebildet laufen von Haus aus auf der CCU unterschiedliche Softwarekomponenten parallel und können über TCP/IP miteinander und mit externen Teilnehmern kommunizieren.</p><p>Die Dokumentation des HomeMatic-Systems trennt besagte Komponenten in Kommunikations- und Logikschicht, so einfach ist das aber nicht. Im Prinzip ist das Ziel ja, mit unterschiedlichen Sensoren und Aktoren (Funk- und drahtgebunden) zu kommunizieren, und die CCU bringt dafür zwei Interfaces mit; zum einen eine CC1100-Funkplatine, zum anderen die RS485-Schnittstelle.</p><p>Leider gibt es keine so komplett vollständige Beschreibung des Zusammenspiels zwischen der Hardware und den links abgebildeten Softwareteilen, deswegen soll das an dieser Stelle nachgeholt werden.</p><h2>Betriebssystem</h2><p>Wie erwähnt sitzt als Grundlage ein embedded-Linux auf der Plattform, kleiner 2.6er Kernel, vermutlich nur das nötigste drin, und minimaler Footprint (~8MB für alles).  Das System ist komplett offen, kein <em>root</em>-Kennwort vergeben und kann von jedem nach Gusto verändert oder erweitert werden; nötig sollte es nicht sein. Ansonsten beschreiben einige Artikel, die später genannt werden, wie man das System um Standardfunktionen (<em>ssh</em>, <em>telnet</em>, <em>ftp</em>, &#8230;) ergänzt, die von Seiten des Herstellers nicht installiert oder aktiviert sind.</p><p>Wer sich unter Linux auskennt, kann sich z.B. eigene Shellscripte oder startup-Scripte erstellen und einrichten. Vielleicht sollte etwa bei jedem Start ein bestimmtes Script gestartet werden, oder man möchte seine syslog-Meldungen per netcat weitergeben, oder hätte gerne ein NAGIOS Monitoring aktiviert, oder, oder, oder&#8230;.</p><h2>Hardwarekommunikation</h2><p>Um mit den Aktoren zu kommunizieren existieren drei binäre Programme (<em>daemons</em>), die auf unterschiedlichen TCP-Ports auf Nachrichten warten. Es findet keine Berechtigungsprüfung mittels Credentials statt, lediglich eine IP-Adress-basierte Firewall läßt sich aktivieren und würde Pakete schon vor dem Eintreffen im System ausfiltern. Wie performant sie ist, oder welche Softwarelösung eingesetzt wird (eventuell in jedem daemon selbst implementiert anstatt im Betriebssystem), weiß ich nicht.</p><p>Jeder der drei daemons unterstützt zwei Protokolle. Zum einen das bekannte textbasierte XML-RPC, die hiermit von einem daemon unterstützten Methoden sind gut dokumentiert. Zum anderen ein binäres Protokoll, das nicht dokumentiert ist, wohl aber ähnliche Funktionen bietet wie sein XML-RPC-Pendant.</p><h3>Ziele</h3><p>Aufgabe der drei Programme ist es, die physischen Gegebenheiten durch Entgegennehmen und Anbieten von Daten möglichst genau abzubilden, und zwar nicht nur Kanalwerte. Es lassen sich eine ganze Reihe mehr Daten verarbeiten:</p><ul><li>Kanalwerte (lesen/schreiben)</li><li>Verknüpfungen zwischen Aktoren und Sensoren (&#8220;Direktverknüpfung&#8221;, &#8220;Link&#8221;)</li><li>Fehlerzustände</li><li>Logische Zusammenhänge zwischen Gerät, Kanal und Datenpunkt</li><li>etc.</li></ul><h3>Einschränkungen</h3><p>Wie bereits im Bild zu erkennen ist, besitzen die daemons <em>keine Information</em> über Daten der Web-UI, wie etwa:</p><ul><li>Räume</li><li>Gewerke</li><li>Namen von Geräten und Datenpunkten</li><li>Systemvariablen</li><li>Zeitprogramme (sind nicht <em>cron</em>-basiert)</li></ul><p>Es ist deswegen <em>nicht möglich</em>, per (mitgeliefertem) XML-RPC Programme zu starten oder Systemvariablen zu ändern. Dafür muß man sich selbst ein TCL-Script schreiben und dieses in das WWW-Verzeichnis des Webservers kopieren. Ein weiterer Artikel wird sich damit beschäftigen.</p><h3>Weitere Features</h3><p>Auf der anderen Seite ist die Software recht gut programmiert. Ein wesentliches Feature ist das Event-System der daemons. Damit kann sich ein beliebiger Client von den  Diensten benachrichtigen lassen, sobald an einem der dort registrierten Aktoren eine Änderung eines Datenpunktes auftritt. Nachdem die CCU selbst nur geringfügige Logging-Möglichkeiten bietet (und vor allem die geloggten Daten nicht weiterverarbeitet), lassen sich so ideale Datensenken programmieren. Es muss die Senke einfach selbst einen XMLRPC-Dienst anbieten und sich einmalig (bei jedem Neustart der CCU) bei allen drei Diensten registrieren. Damit wird sie dann stets bei Änderung eines Datenpunktes von einem der drei daemons benachrichtigt. Es stört die CCU auch nicht, wenn besagte Senke einmal offline ist; die Daten werden einfach weiter geschickt.</p><h2>Web-UI</h2><p>Die mitgelieferte Weboberfläche der CCU ist das zentrale Bedien- und Anzeigeelement des Gerätes. Nach dem Aufruf wird zunächst ein großes JavaScript von der CCU geladen, dass danach on-the-fly die Oberfläche im Browser zusammenbaut. Ein großer Teil Zeit geht dabei drauf, die einzelnen Aktoren initial von den drei daemons zu ziehen und diese dann mit der eigenen (Web-UI internen) Datenbank abzugleichen.</p><p>Im Prinzip also speichern daemon und Web-UI die gleichen Informationen, im Web-UI gibt&#8217;s allerdings Zusätze (Räume, Gewerke, Systemvariablen, &#8230;), die nur für die Darstellung dort interessant sind.</p><p>Leider beinhaltet das Webinterface selbst noch ein bißchen mehr Logik, auch auf binärer Linux-Ebene, an die man eben über die regulären XML-RPC-Mechanismen nicht herankommt. Ein Artikel wird sich eben damit beschäftigen, wie XML-RPC- und Web-UI-Inhalte unter einen Hut gebracht werden können.</p><h2>TCL-Interpreter</h2><p>Die vorrangige Scriptsprache auf der CCU ist <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tcl" target="_blank">TCL</a>. Schon etwas betagter bietet die Sprache eine weitere Möglichkeit, auf die Zustände und Variablen des Web-UI zuzugreifen, indem am Anfang eines Scripts die Erweiterung &#8220;rega.so&#8221; geladen wird. Damit ist es möglich, HomeMatic-Script -Befehle direkt in TCL auszuführen und ohne Web-UI Programme, Zustände und Funktionen zu ändern.</p><p>TCL ruft dabei über das &#8220;rega.so&#8221;-Modul Methoden aus der Logik des Web-UI auf und kann so z.B. Kanäle setzen oder Systemvariablen auslesen. Nachdem der Kommunikationsweg aber immer über TCL geht, das dann XMLRPC generieren muss und dann erst einen der drei daemons benachrichtigt, und dieser danach den Aktor steuert, ist der Weg meßbar langsamer (im Sekundenbereich auf meiner Instanz) als die direkte XML-RPC-Kommunikation mit den drei daemons. Alleine das Laden des &#8220;rega.so&#8221;-Moduls dauert bei mir 0,9 Sekunden, und da ist noch kein Code interpretiert.</p><p>Wozu ist der dann gut? Nun, zum einen muss ich Scripte nicht auf der CCU ablegen. Ich kann sie per http/POST an den Interpreter auf Port 8181 schicken und erhalte eventuelle Ausgaben als Text zurück. Der <a
href="http://www.homematic-inside.de/software/java/ccuhistorian.html" target="_blank">CCU-Historian</a> etwa benutzt ein kleines Script, das er zur Laufzeit immer an die CCU schickt, um von dort die im Web-UI vergebenen Namen für Kanäle auszulesen. Er kommuniziert zum Auslesen der Werte der Kanäle ansonsten nur mit den XML-RPC-Schnittstellen (Event-Mechanismus).</p><p>Zum anderen scheint der TCL Interpreter einen ziemlich geringen Foot-Print zu besitzen und damit optimal für die geringe Image-Größe der CCU geeignet zu sein.</p><p>Daß TCL nun nicht mehr so ganz die Scriptsprache der Wahl ist, Python, Ruby oder Perl können ja auch einiges, halte ich nicht für tragisch; die Lernkurve ist recht steil dabei.</p><h1>Installation</h1><p>Kurz sei noch auf die Installation der Hardware eingegangen, bei der zwei Möglichkeiten bestehen. Ohne eigenes Kabelnetzwerk zuhause würde man per USB-Kabel installieren, nennt man schon ein Kabelnetz sein Eigen, so genügt ein Anschluß an selbiges, die CCU ist dann direkt ansprechbar. Dazu kann mittels Tasten und Display eine IP-Adresse vergeben oder DHCP ausgewählt werden; nach einem Neustart genügt ein Aufruf der IP-Adresse und man gelangt zur Weboberfläche der CCU.</p><h2>Webinterface (Web-UI)</h2><p>Das gesamte System läßt sich plattform- und betriebssystemunabhängig über eine Weboberfläche einrichten und fernbedienen. Zwar habe ich keinen Assistenten oder &#8220;Wizard&#8221; gefunden, der die wichtigsten Daten abfragen würde, allerdings läßt sich alles über einen zentralen Punkt einstellen. Das ganze Einrichten scheint erfreulich gut zu funktionieren.</p><h2>USB-Kabel</h2><p>Für den Anschluß über USB ist leider wie bei USB gängig eine eigene Software auf dem entsprechenden Rechner nötig. Mitgeliefert wird lediglich die Windows-Variante, ob MAC OS und Linux unterstützt werden werden, weiß ich nicht. Die Software besteht einfach aus einem Windows-Dienst, der die USB-Schnittstelle auf der einen Seite bedient und zum Endanwender hin ein eigenes Netzwerkinterface mit eigener IP-Adresse bereitstellt.</p><p>Die eigentliche Installation geschieht dann genau wie im vorigen Absatz über den Webbrowser und das CCU-interne Webinterface, mit dem Unterschied, dass die Daten nicht über Ethernet übertragen werden.</p><h1>Persönliche Erfahrung</h1><p>In jedem guten Testbericht darf auch die persönliche (selbstverständlich subjektive) Meinung des Testers nicht fehlen.</p><h2>Installation</h2><p>Nun, den designierten Heimanwender mit ein bisserl Netzwerkkenntnissen sollte die Installation nicht vor große Hürden stellen. Es gibt nur wenige Teile, die Schnellstartanleitung ist leicht verständlich und drei Löcher in die Wand zu bohren dürfte auch ohne Hilti-Hammer machbar sein.</p><p>So in der Theorie. Bei meiner ersten CCU schien allerdings ein Defekt vorzuliegen; nach dem ersten Booten weigerte sich das Display standhaft zu leuchten und zeigte auch keinen Text an. Ein Update der Zentrale schlug gefühlte zwanzig mal fehl. Das Problem scheint bekannt und kein Einzelfall zu sein, in <a
href="http://www.fhz-forum.de/viewtopic.php?f=26&amp;t=5275&amp;start=0" target="_blank">diesem Beitrag</a> versuchte man sich durch Löten selbst zu behelfen.</p><p>Kurz und gut, der Laden bei dem ich bestellte, erklärte sich &#8220;kulanterweise&#8221; bereit, meine augenscheinlich defekte Kiste vorab zu tauschen; kurz vor Einsendung hab ich sie dann doch aufgeschraubt, um zumindest diesen Fehler ausschließen zu können. Und richtig, die Leiterbahn sah etwas angekratzt aus, wie auch die meisten manuell montierten Bestandteile dadrin (mal ordentliche Portionen Heißkleber verteilt, eine Schraube einfach vergessen, also Made-in-Germany sähe anders aus); aber sie hatte Kontakt. Daran lag&#8217;s also nicht.</p><p>Was letztlich den Ausschlag gab, weiß ich nicht, ich hab den <a
href="http://www.homematic-inside.de/index.php/software/item/addons/ftp.html" target="_blank">FTP-Daemon</a>, <a
href="http://www.homematic-inside.de/software/addons/item/addons/telnet.html" target="_blank">Telnet</a> und <a
href="http://www.homematic-inside.de/software.html?view=item&amp;item_id=347" target="_blank">SSH-Client</a> installiert, neu gebootet, und auf einmal ging&#8217;s Display wieder. Auch ein Update von der ausgelieferten Firmware-Version 1.404 auf 1.504beta5 lief jetzt durch und die vorab zugesandte Ersatz-CCU konnte unbehelligt wieder retourniert werden.</p><p>Daß das ein sporadischer und Software-Fehler zu sein scheint, gibt mir immer noch ein bißchen zu denken.</p><h2>Performanz</h2><p>Das ist ein heikles Thema, umfasst es doch mehrere Bereiche an einem Rechensystem. Zwar stand ich stets mit der Stoppuhr bereit, möchte aber auch aufgrund von Zuschriften anmerken, dass die gemessenen Zeiten wohl von Gerät zu Gerät und von Konfiguration zu Konfiguration unterschiedlich sind.</p><h3>Startvorgang</h3><p>Zunächst können wir uns mit der Bootzeit beschäftigen; in der jetzigen Konfiguration fährt das Maschinchen in knapp einer Minute so hoch, dass ich sie anpingen kann. Nach zwei Minuten mehr stehen auch die XML-Dienste auf Port 2000 bis 2002 zur Verfügung; bis allerdings das Webinterface bereitsteht, vergehen insgesamt mehr als 5 Minuten mit meinen 50 Aktoren.</p><p><strong>Fazit:</strong> Nun so oft bootet man nicht, man kann&#8217;s also lassen.</p><h3>Webinterface</h3><p>Sofern die CCU bereit ist, wird das gesamte Webinterface inkl. Oberfläche und Logik teilweise mittels AJAX vollständig in den Browser geladen. Es existieren nur wenige statische Inhalte (z.B. Bilder), im Prinzip rendert ein JavaScript die gesamte Oberfläche zur Laufzeit. Das erforder einen etwas längeren Start des Webinterface (etwa 1:30), sorgt aber dann für eine flüssige Bedienung.</p><p>Ungefähr 2:30 werden noch einmal fällig, wenn man Konfigurationen vornehmen möchte. Sodann müssen die vollständigen Gerätebeschreibungen nachgeladen werden, stehen dann aber für die Browsersitzung zur Verfügung.</p><p>Die Bedienung der einzelnen Geräte geschieht über selbst erzeugte HTML-Komponenten (Slider, Buttons, etc.) und leider muß sich feststellen, dass sporadisch über das Webinterface eine gewisse Verzögerung zwischen Tastendruck dort und Aktor-Reaktion besteht. Ich kreide es dem WebUI an, denn rufe ich einen Webservice direkt auf, so ist die Reaktionszeit gefühlt &#8220;0&#8243;.</p><p>Dass das Webinterface vom Umfang her nicht für Mobilbildschirme geeignet ist, ist leider auch nicht schön; versteht mich richtig, es läuft. Aber nicht wirklich bedienbar.</p><p><strong>Fazit:</strong> Laden=Lahm, Bedienung von der Performanz her knapp noch ok.</p><h3>Webservices</h3><p>Auch sollten wir angeben, wie schnell die XML-RPC-Webservices auf Kommandos reagieren. WGET-Tests bestätigten eine Reaktionszeit von 50-100ms, je nachdem, welcher Aktor gesteuert wurde. Das heißt nicht, dass der Aktor dann diesen Wert unverzüglich bekommen hat (Thermostate brauchen unter Umständen zwei Minuten und länger), sondern nur, dass der Daemon den Befehl bestätigt hat.</p><p><strong>Fazit:</strong> Im Allgemeinen liegt allerdings die Schaltzeit von Jalousie-, Schalt- und Dimm-Aktoren nicht wesentlich über den 100ms des Dienstes, es geht also schnell.</p><h1>IT-Sicherheit</h1><p>Wie ist&#8217;s nun um die IT-Sicherheit bestellt. Zum einen ist da einmal sehr positiv hervorzuheben, dass das System nicht irgendwie abgesichert ist. Ist noch nicht mal ein root-Paßwort gesetzt. Warum positiv? Damit können sich die fähigen Menschen unter uns selbst um die Sicherheit kümmern, eben je nach Bedarf, und müssen sich nicht darauf verlassen, daß der Hersteller keinen Mist gebaut hat bei der Absicherung.</p><p>Weiters ist dort ein 2.6er Kernel drauf auf dem System, allerdings auch schon etwas älter, neue Sicherheits-Patches sind wahrscheinlich nicht integriert. Ob das überhaupt sinnvoll wäre, wage ich einmal dahinzustellen. Die Rechenleistung des Kastens reicht so gerade aus, um das System flüssig und reaktiv zu halten, da noch <em>iptables</em> oder gar <em>stateful inspection</em> zu aktivieren, halte ich für utopisch.</p><p>Das Teil ist eben hauptsächlich ein LAN-Gateway mit programmierbarem Scheduler drauf.</p><p><strong>Empfehlungen:</strong></p><ul><li>Unter gar keinen Umständen darf die CCU, etwa per <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Port_Address_Translation" target="_blank">PAT</a>, ins Internet exponiert werden. Jedes Script-Kiddie schießt die in vernachlässigbar geringer Zeit über eine Standard-DSL-Leitung dreimal um den Mond.</li><li>Zur Fernbedienung von unterwegs aus benutze man einen eigenen Rechner mit Webinterface, das nur die XML-RPC-Schnittstellen der CCU bedient, gerne auch über DynDNS. Eine leistungsfähige AVM-Fritzbox mit PHP drauf leistet hier hervorragende Dienste, oder man hat gleich seinen eigenen 24/7 Rechner am Laufen.</li><li>Wenn machbar, und der Switch das hergibt, baue man sie abgeschottet in ein eigenes VLAN ein zum Schutz im LAN.</li><li>Wenn ein Exponieren unbedingt erforderlich ist, ausschließlich mit Application-Level-Gateway! Die Verbindung muß getrennt sein, oder zumindest durch eine <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stateful_inspection" target="_blank">SPI-Firewall</a> laufen.</li></ul><h1><span
style="color: #f00;">Bugs</span></h1><h2>Software</h2><p>Es läuft die Firmware-Version 1.504beta5. Wochenlang schon läuft die Maschine zuverlässig; bis auf einen Absturz des BidCos-Daemons habe ich in der Software bislang keine Fehler gefunden. Angelernt sind etwa 30 Sensoren (Taster, Fenster, etc.) und 20 Aktoren (Schalter, Dimmer).</p><h2>Hardware</h2><ul><li>LCD: Hintergrundbeleuchtung flackert reproduzierbar. Schaut ziemlich unschön aus; und damit eignet sich die  CCU nicht mehr als Anzeigeelement.</li><li>LCD: Einzelne Pixel unterschiedlich schwarz</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/12/roots-roots-roots-die-ccu1/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>How to kill an Android WebView&#8230;</title><link>http://www.mcseven.me/2011/12/how-to-kill-an-android-webview/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/12/how-to-kill-an-android-webview/#comments</comments> <pubDate>Thu, 15 Dec 2011 16:47:25 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Webtechniken]]></category> <category><![CDATA[AJAX]]></category> <category><![CDATA[Android]]></category> <category><![CDATA[clearTimeout]]></category> <category><![CDATA[Disable]]></category> <category><![CDATA[End]]></category> <category><![CDATA[Exit]]></category> <category><![CDATA[JavaScript]]></category> <category><![CDATA[Pause]]></category> <category><![CDATA[Quit]]></category> <category><![CDATA[Resume]]></category> <category><![CDATA[setTimeout]]></category> <category><![CDATA[Stop]]></category> <category><![CDATA[WebView]]></category> <category><![CDATA[WebViewClient]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1347</guid> <description><![CDATA[Preface Since this information will hopefully and ultimately prove to be useful to a lot of Android developers around the Planet I have decided to break with tradition again and write in English (or at least my humble attempt at it) again. In this small post I&#8217;d like to discuss several ways that aim at [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Preface</h1><p>Since this information will hopefully and ultimately prove to be useful to a lot of Android developers around the Planet I have decided to break with tradition again and write in English (or at least my humble attempt at it) again. In this small post I&#8217;d like to discuss several ways that aim at stopping or finishing a class of the Android operating systems that proves particularly difficult to kill: The WebView.</p><p>Said class is intended to render HTML-based content and can, if equipped with a proper WebViewClient, automatically follow referenced or render JavaScript based content. And exactly this feature or the lack thereof makes it a very interesting challenge.</p><h1>Application</h1><p>Currently I heavily work on x-platform applications that just need to visualize some given data and accept rudimentariy user input; the applications aren&#8217;t very time critical or require real-time responses, but must rather provide a similar Graphical User Interface (GUI) on each and every supported platform (like Phones, PC, Tablet, and so on).</p><p>Writing a native application in the each platforms respective programming language (Objective-C, Java, Dot-Net) is obviously not feasible, rather an approach to write code just once and having to do only minor adaptions from platform to platform seems more appropriate. And furthermore what better way is there than to write our application in HTML and enliven it with JavaScript.</p><p>So, to get the App to the phone there are two ways: either create an HTML5 web package or code a tiny native application that merely offers a full screen sized web view and loads the application into this web view. I decided to use the latter, and since my App uses XHR/AJAX to communicate with my server every second, I didn&#8217;t see a need to use native socket connections or similar. In fact, I think WebSockets are quite unnecessary, but that is a different story.</p><h1>The Problem</h1><p>Said way works like a charm. However, everytime I used my Application battery life was down to an hour or so, previously fully charged of course. Digging for reasons I quickly came to realise that even though I put the App in background, the XHR-JavaScript-Requests continued unhindered. Apparently the WebView does not stop any running JavaScript when put to sleep which offers new possibilities on one hand (consider using node.js on your phone&#8230;) but is highly undesired for my use case.</p><p>When I press the home button on an Android device for instance, I want the current App to come to a halt and not consume ressources more than neccesary. As intended by Google as I understand at least, by the way.</p><p>So, naturally, after blaming crappy garbage collecting and Java, I startet looking for ways to kill the Android WebView. Hence the basis for this article.</p><h1>Solutions</h1><p>Let&#8217;s see how various solutions to pause or stop a WebView in Android work&#8230;</p><h2>.getSettings().setJavaScriptEnabled()</h2><p>Well, you would think that disabling JavaScript in the WebView&#8217;s settings would have an instant effect, in short: it does not. Only after reloading the page would there be no javascript any more, and this is not nice by design, since the page is still more or less well rendered.</p><h2>.stopLoading()</h2><p>Since XHR &#8220;loads&#8221; something from another server, you might think that calling &#8220;<em>webview.stopLoading()</em>&#8221; would have an effect. In short: it does not. Works only on ressources contained within the HTML-file. Pity, is it not&#8230; Well, maybe not, since there is no &#8220;<em>startLoading()</em>&#8221; method to resume XHR after resuming the activity anyway.</p><h2>.destroy()</h2><p>As a last resort one might think about &#8220;destroy()&#8221;ing that thing, and true enough, the WebView itself is not accessible after that. Its threads however continue to exist as zombies somewhere in the vast RAM space and also continue to send XHR requests&#8230;</p><h2>.pauseTimers() / resumeTimers()</h2><p>In short: Nope, does not work. I even don&#8217;t know what these methods are good for if not for controlling JavaScript timers. There aren&#8217;t any in plain HTML, AFAIK.</p><h2>WebViews own onPause() and onResume() methods</h2><p>On StackOVerflow I found a <a
href="http://stackoverflow.com/questions/2040963/webview-threads-never-stop-webviewcorethread-cookiesyncmanager-http0-3" target="_blank">similar question</a> answered like this (see <a
href="http://groups.google.com/group/android-developers/browse_thread/thread/462eae01ea38fe56" target="_blank">Google Groups #1</a> and <a
href="http://code.google.com/p/android/issues/detail?id=10282" target="_blank">#2</a> as well):</p><blockquote><p>You should be able to stop / resume these threads by calling the onPause / onResume on the webview. Those are however hidden, so you will need to do it through reflection. The following code worked for me:</p></blockquote><div
class="java geshi java" style="font-family:monospace;"><div
class="head">// Copied from STOV</div><ol><li
class="li1"><div
class="de1"><span
class="kw1">Class</span>.<span
class="me1">forName</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="st0">&quot;android.webkit.WebView&quot;</span><span
class="br0">&#41;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; .<span
class="me1">getMethod</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="st0">&quot;onPause&quot;</span>, <span
class="br0">&#40;</span><span
class="kw1">Class</span><span
class="br0">&#91;</span><span
class="br0">&#93;</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="kw2">null</span><span
class="br0">&#41;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; .<span
class="me1">invoke</span><span
class="br0">&#40;</span>webView, <span
class="br0">&#40;</span><a
href="http://www.google.com/search?hl=en&amp;q=allinurl%3Aobject+java.sun.com&amp;btnI=I%27m%20Feeling%20Lucky"><span
class="kw3">Object</span></a><span
class="br0">&#91;</span><span
class="br0">&#93;</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="kw2">null</span><span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li></ol></div><p>In short again: Did not work for me on 2.3 to 3.2; maybe a particular Android version is required, I don&#8217;t know.</p><h2>And finally: The Working One</h2><p>The only way I found to stop an XHR in the WebView was to save the URL into a temporary string, load a bogus asset-ressource and put the application to sleep after that. When resuming and the temporary URL contains a value, then load this value; it will be loaded from cache anyway (provided you let the cache handling be done with default settings) and not introduce any delays.</p><p>So here&#8217;s the source for the <em>onPause()</em>:</p><div
class="java geshi java" style="font-family:monospace;"><div
class="head">// Code for onPause()</div><ol><li
class="li1"><div
class="de1">@Override</div></li><li
class="li1"><div
class="de1"><span
class="kw1">protected</span> <span
class="kw4">void</span> onPause<span
class="br0">&#40;</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="br0">&#123;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; <span
class="kw1">super</span>.<span
class="me1">onPause</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; appWebViewTempUrl <span
class="sy0">=</span> appWebView.<span
class="me1">getUrl</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li><li
class="li2"><div
class="de2">&nbsp; appWebView.<span
class="me1">loadUrl</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="st0">&quot;file:///android_asset/infAppPaused.html&quot;</span><span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1"><span
class="br0">&#125;</span></div></li></ol></div><p>&#8230;and for <em>onResume()</em> events:</p><div
class="java geshi java" style="font-family:monospace;"><div
class="head">// Code for onResume()</div><ol><li
class="li1"><div
class="de1">@Override</div></li><li
class="li1"><div
class="de1"><span
class="kw1">protected</span> <span
class="kw4">void</span> onResume<span
class="br0">&#40;</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="br0">&#123;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; <span
class="kw1">super</span>.<span
class="me1">onResume</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; <span
class="kw1">if</span> <span
class="br0">&#40;</span><span
class="sy0">!</span>appWebViewTempUrl.<span
class="me1">equals</span><span
class="br0">&#40;</span><span
class="st0">&quot;&quot;</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="sy0">&amp;&amp;</span> appWebViewTempUrl <span
class="sy0">!=</span> <span
class="kw2">null</span><span
class="br0">&#41;</span> <span
class="br0">&#123;</span></div></li><li
class="li2"><div
class="de2">&nbsp; &nbsp; appWebView.<span
class="me1">loadUrl</span><span
class="br0">&#40;</span>appWebViewTempUrl<span
class="br0">&#41;</span><span
class="sy0">;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1">&nbsp; <span
class="br0">&#125;</span></div></li><li
class="li1"><div
class="de1"><span
class="br0">&#125;</span></div></li></ol></div><h1>Summary</h1><p>Of course, this way does not truely pause an XHR, it merely allows the Android Scheduler and the GC to work as intended. Whether or not the OS is to blame or it&#8217;s the programmer&#8217;s fault I don&#8217;t dare judge. Since the JavaScript however usually runs in a sandbox and cannot interact with the host system by design, I consider the inability to pause a webview the operating system&#8217;s fault, particularly, when there is no way to explicitly shut down (&#8220;kill -9&#8243;) an application.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/12/how-to-kill-an-android-webview/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Heimautomatisierung im Low-Cost-Bereich</title><link>http://www.mcseven.me/2011/12/heimautomatisierung-im-low-cost-bereich/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/12/heimautomatisierung-im-low-cost-bereich/#comments</comments> <pubDate>Wed, 07 Dec 2011 19:39:56 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Heim-Automatisierung]]></category> <category><![CDATA[FS20]]></category> <category><![CDATA[Heimautomatisierung]]></category> <category><![CDATA[Home-Automation]]></category> <category><![CDATA[HomeMatic]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1332</guid> <description><![CDATA[Vorwort Nach einem kurzen generellen Überblick zum Thema möchte ich Ihnen in diesem Artikel nun ein paar der verfügbaren Systeme vorstellen, und sofern möglich ein bißchen auf Vorzüge und Nachteile eingehen. Im Prinzip gibt es Lösungen in jedem Preisbereich; angefangen von den billigen Baumarkt-Funksteckdosen bis hin zu den mehrere zehntausend Teuro teuren speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Nach einem kurzen generellen Überblick zum Thema möchte ich Ihnen in diesem Artikel nun ein paar der verfügbaren Systeme vorstellen, und sofern möglich ein bißchen auf Vorzüge und Nachteile eingehen.</p><p>Im Prinzip gibt es Lösungen in jedem Preisbereich; angefangen von den billigen Baumarkt-Funksteckdosen bis hin zu den mehrere zehntausend Teuro teuren speicherprogrammierbaren Steuerungen (<a
title="Speicherprogrammierbare Steuerung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Speicherprogrammierbare_Steuerung" target="_blank">SPS</a>) namhafter Hersteller wie <a
title="Siematic SPS" href="http://www.automation.siemens.com/mcms/programmable-logic-controller/de/simatic-s7-controller/s7-200/seiten/default.aspx" target="_blank">Siemens</a> oder <a
title="Wago SPS" href="http://www.wago.de/catalogue/catalogue.do?favOid=000000070003acc400020023&amp;act=showIO&amp;lang=de" target="_blank">Wago</a>.</p><p>Konzentrieren möchte ich mich hier allerdings auf Systeme, die bis zur Größe eines Einfamilienhauses ausgelegt sind, und so um die 100 bis 150 Komponenten unterstützen. Professionelle Systeme, die als Steuerung eine SPS mit einer Vielzahl an Kanälen sowie eine Sternverkabelung aller Verbraucher zu einem zentralen Punkt im Gebäude voraussetzen und dort in einem großen Schaltschrank enden, scheiden somit aus.</p><p>Allerdings bieten nahezu alle Hersteller von Schalterprogrammen (Berker, Merten, Gira, Busch-Jäger, etc.) eigene Lösungen –teils auf Basis des KNX/EIB Standard- an für ihre Produkte. Der Vorteil liegt klar im angepaßten Design: ein Berker Funkschalter fügt sich natürlich zum einen nahtlos in die Optik des Systems (Schalter, Steckdosen, etc.) ein und lässt sich zum anderen über die Hersteller-eigenen Konfigurationswerkzeuge oder auch Standardwerkzeuge (für KNX) einrichten.</p><p>Aber auch Hersteller wie <a
title="SyncoLiving" href="http://w1.siemens.ch/web/bt_ch/de/products_systems/building_comfort_hvac/home_and_building_automation/home_automation_system/Pages/home_automation_system.aspx" target="_blank">Siemens</a> oder <a
title="Eltako Wireless System" href="http://www.eltako.com/en/products/product-overview/the-eltako-wireless-system.html" target="_blank">Eltako</a> bieten inzwischen Lösungen im Bereich Heimautomatisierung an, wobei eine Integration in das Schalterprogramm durch Einbindung lediglich der Aktoren im Unterputz oder versteckt z.B. in Zwischendecken stattfindet.</p><p>Die Hersteller verfolgen insgesamt sehr modulare Konzepte, im Wesentlichen decken sie alle die im vorigen Artikel genannten Bereiche an Sensorik und Aktorik ab, zu vergleichbaren Preisen.</p><h2>Kurzes Preis-Beispiel</h2><p>Schauen wir uns ein Beispiel der Firma ELTAKO an, bei dem wir ein Zimmer mit einem Heizkörper mit Automatisierung ausstatten möchten, so müssen wir für den Ventilantrieb „FKS“ 145 EUR, und für den Raumregler „FTR55D“ knapp 145 EUR berappen; netto natürlich. Weiters wird eine Funk-AccessPoint „BSC-BAP“ erforderlich, der die Steuerung der Wohnung übernimmt, ohne Software versteht sich. Da sind wir mit 298 EUR dabei. Möchten wir eine Software („FVS-Professional-Lizenz“) bekommen, dann kostet das weitere 540 EUR. Zwingend benötigen wir einen PC für diese Variante, oder wir kaufen uns einen kleinen Rechner der Firma Eltako für schlappe 888 EUR.</p><p>Ohne weiter ins Detail gehen zu wollen, ist glaube ich klar ersichtlich, dass diese Preispolitik nicht für den Massenmarkt gedacht ist. Kein Objektbesitzer möchte fünf- bis sechstausend EUR ausgeben, nur um seine Lichtlein ein- und auszuschalten.</p><p>Vielleicht geht es im Niedrig-Preis-Segment ja auch anders; ich lege den Fokus also eher auf den ambitionierten Heimanwender, der ein kleines Spielzeug sucht, denn mal ganz ehrlich: brauchen tut das Zeugs kein Mensch, wir haben auch vor 100 Jahren schon unsere Buden warmbekommen, ohne daß die Fenster elektrisch überwacht wurden. Und daß wir mal zwei Meter zum Lichtschalter laufen müssen, fördert eher die Durchblutung; ich möchte mich deswegen nur mit zwei Systemen beschäftigen, die eher im unteren Preissegment angesiedelt sind.</p><h2>Ansprüche</h2><p>Die folgenden Ansprüche möchte ich an das System stellen:</p><ul><li><strong>Preiswert:</strong> Irgendwo muß ja mal Schluß sein mit dem Ausnehmen.</li><li><strong>Integrierbar</strong> in vorhandene Schalterprogramme, möglichst ohne Neukauf von Teilen</li><li><strong>Zuverlässigkeit:</strong> Entweder über <a
title="Forward Error Correction" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorw%C3%A4rtsfehlerkorrektur" target="_blank">FEC</a> oder bidirektionale Kommunikation mit Bestätigung der Befehle</li><li><strong>Sicherheit:</strong> Während es mir noch wurscht ist, ob jemand meine Schalterbetätigungen mitbekommt, möchte ich auf keinen Fall, dass besagter Jemand auf einmal auch mein Licht schalten kann.</li><li><strong>Funkbasiert:</strong> Kein Bock, überall Kabel durch die Wand zu ziehen.</li></ul><p>Also, Deutschland ist eh zu fett, deswegen here goes…</p><h1>System „FS 20“</h1><p>Beim FS20 handelt es sich um ein von [[eQ3]] entwickeltes Steuerungs- und Regelungssystem, das hauptsächlich funkbasiert arbeitet und es dank langjähriger Marktpräsenz mittlerweile zu einer stattlichen Anzahl an Sensoren und Aktoren gebracht hat.</p><p>Das System unterstützt die Kommunikation der Komponenten untereinander oder direkt über ein PC-Interface. Der hybride Modus ist ab Werk nicht verfügbar, mit genug Aufwand lässt er sich mit entsprechender –teilweise kostenfreier- PC-Software und einer Funkschnittstelle (USB, WLAN, z.B. busware’s CUL) nachrüsten.</p><h2>Technik</h2><p>Hier einmal die Eckdaten der Funkschnittstelle:</p><ul><li>Frequenz: ~868 MHz</li><li>Impulsformung: Keine Ahnung</li><li>Modulation: Amplitudenmodulation (AM)</li><li>Codierung: On-Off-Keying (OOK), erweitert (ähnlich DCF77), feste Bit-Länge, Codierung von 0 und 1 durch unterschiedlich lange Sendeimpulse pro Bit</li><li>Fehlerkorrektur: Keine</li><li>Fehlererkennung: Einfache Parität</li><li>Bidirektional: Nein</li><li>Sicherheit: Keine</li><li>Zuverlässigkeit: Mehrfache Übertragung des Telegramms ohne Rücksicht auf Verluste</li></ul><p>Das geübte Ingenieursauge erkennt recht schnell, dass diese Spezifikation vor allem eines ist: ziemlich preiswert. Und so kann man es dann auch im Laden oder Onlinehandel bestätigt finden, ein Wandtaster etwa kostet den Endkunden knapp 20 €, damit ist’s in Fernost für möglicherweise nicht mehr als 5 EUR im Tausenderpacken eingekauft worden und besitzt eine entsprechende Qualität.</p><p>Der Fairness halber muß ich allerdings gestehen, dass die nicht so schlecht ist, zumindest von der Verarbeitung her; funktechnisch gesehen ist es eine andere Geschichte.</p><h2>Test, Fazit</h2><p>Ich habe mir das System mit einem Dimmer und einem kleinen Taster selbst einmal kurz angeschaut (siehe entsprechender Artikel: [[HomeMatic heiratet FS20]]), bin aber schnell zu dem Schluß gekommen, dass das wirklich keinen gehobenen Ansprüchen genügen kann.</p><p>In Kürze: Von 10 gesendeten Tastendrücken kommen 7 an. Das nervt einfach. Vielleicht geht’s ja besser auch&#8230;</p><h1>System HomeMatic</h1><p>Ohne schon zu viel vorwegnehmen zu wollen, eine kurze Einschätzung: ja, es geht. Hat ja auch lange genug gedauert. In diesem Teil des Artikels beschäftigen wir uns deswegen mit dem System „HomeMatic“, zumindest in Deutschland auch aus dem Hause eQ3.</p><p>Uns soll an dieser Stelle weniger die Entwicklungs- und Preishistorie des Systems interessieren, wir wollen uns eher mit den technischen Details beschäftigen und einmal genauer hinter die Kulissen blicken. Auch sei gleich eine weitere Sache vorweggenommen. Das Konzept ist gut, aber alles andere als vollständig. Wie traumhaft, dass es findige und motivierte Programmierer gibt, die hier Abhilfe schaffen.</p><h2>Überblick</h2><p>Ohne ein allzu großes Loblied anstimmen zu wollen, muß ich doch sagen, dass das HomeMatic-System nicht schlecht durchdacht ist. Da sei zunächst der Aspekt der Zentrale genannt: Im Prinzip braucht man erst einmal keine. Die Fernbedienungen für’s Licht oder die Jalousien können direkt an den jeweiligen Stellgliedern angelernt werden und bei den Heizungen erlauben die Raumregler eine direkte Bedienung mittels Stellrädchen.</p><p>Der ganze Anlernvorgang geschieht ähnlich einfach wie bei FS20: Bei beiden Geräten drücke man einen Knopf ziemlich lange, warte ein bißchen und gut ist. Auch kann eine Fernbedienung an mehrere Lampen angelernt werden (oder andersrum) und damit mehrere Birnchen steuern. Funktionierte in der Praxis einigermaßen zuverlässig, ich werde in separaten Artikeln aber noch auf jeden Aktor einzeln eingehen; Pro &amp; Contra gehen so übersichtlich Hand in Hand.</p><p>Steigen irgendwann die Ansprüche in Richtung „Fernbedienung aus dem Internet“, damit man etwa beim Schlußapplaus im Theater bereits die Heizung daheim einschalten kann, oder vor dem Verlassen der Bude mal kurz gucken kann, ob auch alle Fenster zu sind, wird ein bißchen mehr Hardware fällig, nämlich eine der drei zentralen Steuerungsmöglichkeiten.</p><h2>Technik</h2><p>Hier einmal die Eckdaten der Funkschnittstelle, basierend auf <a
title="µC.net: BidCos entwurmt..." href="http://www.mikrocontroller.net/topic/160474#1605728" target="_blank">diesem Artikel</a>:</p><ul><li>Frequenz: ~868 MHz</li><li>Impulsformung: Der <a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/cc1100.pdf">Texas-Instruments CC1100 [PDF]</a> kann optional einen Gaußfilter aktivieren zur Impulsformung, ob aktiviert, weiß ich nicht.</li><li>Modulation/Codierung: 2-Frequenzmodulation (2-FSK)</li><li>Fehlerkorrektur: Der CC1100 kann FEC aktivieren, ob sie aktiv ist, weiß ich nicht.</li><li>Fehlererkennung: unbekannt</li><li>Bidirektional: Ja</li><li>Sicherheit: AES (128) Challenge-Response zuschaltbar bei Funk-Komponenten</li><li>Zuverlässigkeit: Einstellbare Wiederholung, wenn keine Bestätigung seitens des Empfängers erfolgt.</li></ul><p>Alles in allem macht diese Spezifikation einen wesentlich besseren Eindruck. Ob es mit der Sicherheit wirklich so weit her ist, kann ich nicht einschätzen. Mal ehrlich: Wenn einer in Eure Bude will, hat er ein Brecheisen mit. Dagegen hilft euch das beste AES-CR-Verfahren nichts. Trotzdem würde ich mir gut überlegen, den Fenstermotor oder das elektrische Haustürschloß, so denn bereits vorhanden, gegen die HomeMatic-Produkte auszutauschen. Der Komfortgewinn erscheint mir ziemlich gering in Anbetracht des Risikos; und Brecheisen machen Krach. Elektronische Einbrüche im Allgemeinen nicht.</p><h2>Zentrale Steuerungsmöglichkeiten</h2><p>Auch wenn kein Muß, bieten die folgenden drei Geräte ein kleines Plus an Komfort.</p><h3>USB-Konfigurationsadapter</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_usb_adaptor.jpg" rel="lightbox[1332]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1335" title="HomeMatic: USB-Konfigurations-Adapter" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_usb_adaptor-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Zunächst kann man sich in der Lowest-Cost-Variante für den USB-Konfigurations-Adapter entscheiden. Mit einem Windowstreiber ausgeliefert bietet er die Möglichkeit, in den HomeMatic-Geräten Parameter zu ändern oder schon angesprochene direkte Verknüpfungen zwischen zwei Geräten herzustellen. Weitergehende Funktionen, insbesondere das Erstellen von Zeitprogrammen, gibt es nicht. Wenn ihr allerdings eure eigene Software einsetzen wollt und sowieso ein Rechner schon 24/7 läuft, so ist der Adapter Erste Sahne.</p><h3>LAN-Konfigurationsadapter</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_lan_adaptor.jpg" rel="lightbox[1332]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1336" title="HomeMatic: LAN-Konfigurations-Adapter" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_lan_adaptor-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Das Ganze gibt es auch in etwas schicker, nämlich als LAN-Version. Der LAN-Adapter hat schon ein kleines Webinterface eingebaut, mit dem man HomeMatic-Geräte einstellen kann. Möchte man XML-RPC benutzen, wird allerdings wieder ein Dauerläufer-PC fällig: Und richtig, mit Windows-Betriebssystem. Dort wird ein Windows-Service installiert, der übersetzt das binäre Protokoll des LAN-Adapters in Text-XML-RPC. Der Vorteil dieses Apparates liegt wohl im Webinterface: Wer kein XML-RPC braucht, und kein Windows hat, ist hiermit sicher besser bedient als mit dem USB-Dingen.</p><h3>Zentrale Steuerung (CCU)</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_ccu.png" rel="lightbox[1332]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1337" title="HomeMatic: Zentrale Steuerung CCU1" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/hm_ccu-100x100.png" alt="" width="100" height="100" /></a>Nun, und dann gibt’s da noch die Luxus-Variante, die Zentrale CCU1. Neben einem kleinen vollwertigen Linux-Embedded-System, das schickerweise auch komplett offen ist, bietet sie im Wesentlichen den Vorteil der Hardware-RS485-Feldbus-Schnittstelle gegenüber dem LAN-Adapter sowie der Erstellung von Programmen zur Steuerung von Komponenten (&#8220;Wenn Knopf1 gedrückt, schalte Licht im Badezimmer an und stelle Radiokanal <em>Bayern 3</em> ein.&#8221;).</p><p>Auch bringt sie ein umfangreicheres Webinterface als das des LAN-Adapters mit; es ist vollständig HTML/AJAX-basiert und läuft in den meisten modernen Browsern. Opera 10 hatte nicht funktioniert, aber wer hat den schon.</p><h2>Fazit</h2><p>Kurzer Rede langer Sinn: Es ist dann dieses System geworden. Nach und nach werde ich in dieser Kategorie jede einzelne Komponente beschreiben und auch die Selbstbaulösungen nicht vorenthalten. Denn auch, wenn es von Haus aus schon ziemlich viel kann, gibt es leider keine schicke Oberfläche. Auch auf die IT-Sicherheit müssen wir etwas genauer schauen; es kann keine Lösung sein, eine kleine ARM7-Kiste mit <em>lighttpd</em> über DSL direkt ins Internet zu exponieren. Jedes Skriptkiddie schießt die in Sekunden dreimal in den Orkus und retour.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/12/heimautomatisierung-im-low-cost-bereich/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Home-Automation: Ein Exkurs&#8230;</title><link>http://www.mcseven.me/2011/12/home-automation-ein-exkurs/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/12/home-automation-ein-exkurs/#comments</comments> <pubDate>Fri, 02 Dec 2011 20:06:38 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Heim-Automatisierung]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1320</guid> <description><![CDATA[Vorwort Ein Traum, was dieser Planet alles für Spielzeug anzubieten hat. Sogar so traumhaft, dass damit gleich eine ganze neue Kategorie geboren wird, die der „Heim-Automatisierung“. Doch halt, worum geht es? Unter der Home-Automation (neudeutsch) oder auch Gebäudeautomatisierung (für die konventionell  orientierten LeserInnen) verstehe ich zunächst einmal alle technischen Hilfsmittel zur Steuerung elektrischer Geräte in [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Ein Traum, was dieser Planet alles für Spielzeug anzubieten hat. Sogar so traumhaft, dass damit gleich eine ganze neue Kategorie geboren wird, die der „Heim-Automatisierung“. Doch halt, worum geht es?</p><p>Unter der Home-Automation (neudeutsch) oder auch Gebäudeautomatisierung (für die konventionell  orientierten LeserInnen) verstehe ich zunächst einmal alle technischen Hilfsmittel zur Steuerung elektrischer Geräte in einem Gebäude. Plakativ gesprochen ist das nichts anderes als ein Lichtschalter mit Fernbedienung.</p><p>Wurden bislang die Bedienelemente (Schalter, Dimmer, etc.) direkt per Leitung mit den Verbrauchern (Lampen, Jalousien, etc.) verbunden und existierte dadurch eine strenge Zuordnung von Schalter zu Verbraucher, so geht man in der Gebäude-Automatisierung dazu über, diese starre Verbindung zu lösen.</p><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/heim_automatisierung.gif" rel="lightbox[1320]"><img
class="alignleft size-medium wp-image-1321" title="Heim-Automatisierung" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/heim_automatisierung-300x195.gif" alt="" width="300" height="195" /></a>Ein Schalter, nennen wir solche Bedienelemente allgemein einmal „Sensoren“, aktiviert nun nicht mehr direkt einen Verbraucher, sondern zeigt seine Bedienung („Umschalten“, „Tastendruck“, „Langer Tastendruck“) zunächst einmal unverbindlich als Nachricht („Telegramm“) an. Die Übertragung Letzterer kann dabei drahtgebunden oder auch auf dem Funkweg erfolgen; verschiedene Systeme und Protokolle existieren, allen voran der selbsternannte Industriestandard <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/KNX-Standard" target="_blank">KNX</a>/<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Installationsbus" target="_blank">EIB</a>.</p><p>Um nun einen Knopfdruck auch verarbeiten zu können, benötigt es mindestens einen Empfänger, in der Regel wird ein solcher dann die Steuerung des Verbrauchers übernehmen. Man nennt diese Komponente „Aktor“. Auch sie gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst (Schalter, Dimmer, Heizungsventilantriebe, etc.).</p><h1>Verknüpfungen zwischen Sensor und Aktor</h1><p>Eingangs erwähnt habe ich bereits, dass die starre Verknüpfung zwischen Bedienelement (Sensor) und Aktor nun gelöst werden soll, und wir können das auf drei Arten durchführen.</p><h2>Direktverknüpfung</h2><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/direktverknuepfung.png" rel="lightbox[1320]"><img
class="alignleft size-medium wp-image-1326" title="Direktverknüpfung" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/direktverknuepfung-300x86.png" alt="" width="300" height="86" /></a>Zum einen könnte ein Sensor seinen Bedienzustand direkt an einen oder mehrere Aktoren senden. Dieses Prinzip kennen wir von preiswerteren Baumarkt-Funksteckdosen; die Fernbedienung sendet einen Knopfdruck nur an die mitgelieferten und „angelernten“ Steckdosen. Aber auch professionelle Systeme unterstützen diese Art des Betriebes, wenn etwa nur wenige Komponenten innerhalb eines Bereiches zu verschalten und komplexe programmgesteuerte Abläufe nicht vorgesehen sind.</p><p>Nachdem nun kein zentraler Anlaufpunkt existiert, ist diese Art der Steuerung für den Funkkanal prädestiniert. Ein Sensor „bläst“ seinen Wert einfach auf den Funkkanal in den Äther und programmierte Aktoren, natürlich nicht notwendigerweise alle, reagieren entsprechend, z.B. mit Einschalten einer Lampe.</p><p>Auf einfache Art und Weise lassen sich so schon eine Reihe Funktionalitäten realisieren, der Eye-Catcher ist in diesem Falle das Herabregeln der Heizung, wenn ein Fenster geöffnet ist. Das Heizungsventil besitzt einen kleinen Motor als Aktor und am Fenster befindet sich ein Kontakt, der das Öffnen meldet.</p><p>Nachteilig ist hierbei natürlich, dass das System keine komplexeren Aufgaben zuläßt. Um ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel zu geben, könnte man sich so überlegen, die Heizung nur herabzuregeln, wenn das Fenster offen ist und die Außentemperatur unter 10°C liegt. Das wäre nicht mehr so einfach möglich, nun müßte der Motor schon zwei Signale verarbeiten können, einmal den Fenstersensor und einmal einen Temperaturfühler.</p><h2>Zentrale Steuerung</h2><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/zentralenverknuepfung.png" rel="lightbox[1320]"><img
class="size-medium wp-image-1327 alignright" title="Zentralenverknüpfung" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/zentralenverknuepfung-300x171.png" alt="" width="300" height="171" /></a>Abhilfe lässt sich schaffen, wenn man eine zentrale Steuerung (nennen wir sie „Zentrale“) hinzunimmt. Nun werden sowohl Sensoren wie auch Aktoren direkt an die Zentrale verbunden und interagieren nur mit ihr.</p><p>Der Taster in der Wand meldet seine Bedienung somit als Nachricht an die Zentrale; dieser wurde programmiert, welche Aktoren anzusteuern sind, und sie sendet entsprechende Steuerbefehle aus.</p><p>Klar erkennen können wir den Vorteil der schier unbegrenzten Möglichkeiten. Beliebige Eingangskanäle lassen sich sogar zeitgesteuert auf beliebige Ausgangskanäle umsetzen, der Kreativität sind die Grenzen nur durch die Rechen- und Speicherkapazität der Steuerung und der Kanalkapazität des Übertragungskanals gesetzt.</p><p>Wer einmal einen Windowsrechner sein Eigen nannte, wird auch schnell den wesentlichen Nachteil dieser Lösung erkennen. Fällt die Zentrale einmal aus, verbleibt das schöne gute Haus im Status Quo.</p><h2>Ingenieure sind doch nicht doof™ &#8211; Hybride Lösung</h2><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/isdndtm.png" rel="lightbox[1320]"><img
class="alignleft size-medium wp-image-1328" title="Ingenieure sind doch nicht doof (tm)" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/12/isdndtm-300x171.png" alt="" width="300" height="171" /></a>Um dem Dilemma zu entkommen, haben sich die Entwickler nun in einem schieren Kraftakt eine Vereinigung der Vorteile aus beiden Konzepten erdacht. In manchen Systemen ist es möglich, einen Sensor sowohl mit einer Zentrale wie auch direkt mit einem Aktor zu verknüpfen.</p><p>Damit kann bei Ausfall der Zentrale der Betrieb zumindest rudimentär aufrechterhalten werden. Zwar sind Programmabläufe nicht mehr verfügbar, aber autark laufende Verknüpfungen funktionieren weiterhin. Wir müssen also beim Absturz von Linux nicht mehr im Dunkeln sitzen bleiben.</p><h1>Sensoren</h1><p>Weiters soll nun kurz beschrieben werden, welche Sensor-Komponenten überhaupt denk- und kaufbar sind im Bereich der Home-Automation; die folgende Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch muß nicht in jedem System jeder der unten genannten Sensoren vorhanden sein; darauf sollte man vor dem Kauf achten, die Systeme sind in der Regel nicht kompatibel.</p><ul><li><strong>Schalter:</strong> Melden <em>Ein</em>/<em>Aus</em></li><li><strong>Taster:</strong> Melden <em>Ein</em>, solange sie gedrückt werden</li><li><strong>Türkontakt:</strong> Melden Unterbrechung, solange der Magnetkontakt nicht geschlossen ist</li><li><strong>Fensterkontakt:</strong> Bessere Sensoren können <em>offen</em>, <em>gekippt</em> und <em>geschlossen</em> melden, z.B. anhand der Stellung des Fensterdrehgriffes</li><li><strong>Klima:</strong> Melden <em>Temperatur</em> und <em>Luftfeuchte</em></li><li><strong>Wetterstation:</strong> Vollständige Wetterdaten, wie <em>Licht</em>, <em>Regenmenge</em>, <em>Windrichtung</em>, etc.</li><li><strong>Sicherheit:</strong> Alle erdenklichen Meßgrößen, wie <em>Erschütterung</em>, <em>Wasserkontakt</em>, <em>Rauch</em>, etc.</li><li><strong>Handfernbedienung:</strong> Genau wie <em>Taster</em></li></ul><p>Um möglichst flexibel in der Anbringung zu bleiben, sind die meisten der Sensoren batteriebetrieben, was insbesondere mit einer Funkschnittstelle eine große Herausforderung darstellt. Zum einen müssen Meßwerte möglichst aktuell und zeitnah übertragen werden, zum anderen soll die Batterie möglichst lange halten.</p><p>Wir lösen das, indem wir die Steuerung des Sensors komplett abschalten, wenn nichts zu tun ist. Im Prinzip läuft nur noch ein Zeitmodul, das den Sensor nach einer bestimmten Zeitspanne (z.B. zehn Minuten) aufweckt, dieser dann sein Soll erfüllt und absendet und sich danach wieder vollständig schlafen legt. Das Zeitmodul an sich verbraucht nur einen Bruchteil dessen, was der Sensor im Betrieb verbraucht; die Batterielebensdauer kann so erheblich verlängert werden.</p><p>Bei Tastsensoren ist es sogar noch einfacher: diese verbrauchen nichts, wenn keine Taste gedrückt ist.</p><h2>Aktoren</h2><p>Auch auf der Aktorseite erleben wir keine großen Überraschungen. Für die vielen Anwendungsfälle gibt es in gängigen Systemen entsprechende Schalt- und Stellglieder:</p><ul><li><strong>Schalter:</strong> Schalten Verbraucher <em>Ein</em> / <em>Aus</em></li><li><strong>Dimmer:</strong> Können Lampen in der <em>Helligkeit</em> steuern</li><li><strong>Jalousie:</strong> Fahren <em>Lamellenstellung</em> und <em>Abschattung</em></li><li><strong>Rolladen:</strong> <em>Abschattung</em></li><li><strong>Ventilantriebe:</strong> Stellen <em>Heizungsventile</em> auf eine Prozentsatz</li><li><strong>Fenstermotoren:</strong> <em>Öffnen</em> und <em>Schließen</em> von Fenstern</li><li><strong>Fußbodenheizung:</strong> Steuern <em>Wärmeabgabe</em></li></ul><p>Bei Aktoren gestaltet sich der Stromsparbedarf nicht ganz so kritisch. Die meisten Aktoren sollen große Lasten bedienen und besitzen deswegen einen Anschluß an das 230V Stromnetz. Daraus kann z.B. mit einem kapazitiven Netzteil der geringe Strombedarf für die Elektronik des Aktors bezogen werden.</p><p>Eine Ausnahme ist mir allerdings bekannt: Die Ventilantriebe bei Heizungen. Niemand möchte quer durch den Raum Kabel zu seinen Heizkörpern legen; die einzige Lösung ist hier der Batteriebetrieb. Nun verbraucht erstaunlicherweise der Motor an sich mit seinem stark untersetzenden Getriebe nur wenig Strom. Der größte Bedarf entsteht beim Empfangen von Nachrichten für die Stellung des Ventilantriebes.</p><p>Deswegen wird in der Regel der Empfänger in den Stellgliedern nur für eine ganz kurze Zeitspanne aktiviert, innerhalb welcher die Steuerung dem Antrieb einen Stellbefehl übermitteln kann. Außerhalb der Zeitspanne liegt der Aktor im Schlafmodus und kann keine Befehle empfangen. Typischerweise liegen die Intervalle bei wenigen Millisekunden Empfangszeit zu mehreren Minuten vollständigem Schlafmodus.</p><p>Natürlich erfordert das Vorgehen eine genaue Synchronisation der Zeitintervalle zwischen Sender und Empfänger. Der interessierte Leser kann sich unter dem Stichwort <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/IEEE_802.15.4#Slotted_Mode_.28beacon-enabled.29" target="_blank">Slotted Mode (beacon-enabled)</a> über die Mechanismen genauer informieren; damit ist eine Synchronisation nach längerer (~Wochen) Inaktivität wieder möglich.</p><h1>Anwendungen</h1><p>Nun, vielleicht macht es ja doch etwas Sinn, wenn man seine Gedanken in Richtung &#8220;Anwesenheit&#8221; schweifen läßt. Gesetzt den Fall, es gäbe einen Zustand &#8220;Anwesenheit&#8221;, der entweder per Knopfdruck beim Verlassen des Hauses oder auch beim Abschließen des Haustürschloßes geändert wird auf meinetwegen &#8220;nicht anwesend&#8221;, so könnte man nun automatisieren:</p><ul><li>Alle Lichter oder anderweitigen Verbraucher abschalten</li><li>Die Heizungen herunterregeln</li><li>Mittels elektrischen Fenstermotoren diese schließen, aber nur, wenn die Luftfeuchte paßt</li></ul><p>Ein weiterer lustiger Fall wäre eine Art &#8220;Coming-Home&#8221; Funktion: Ist z.B. das Handy, das seine Position über GSM ermittelt hat, in der Nähe des Anwesens und die Helligkeit geringer als Wert X, so könnte man schon einmal Flur- und Garagenlicht einschalten.</p><p>Und mein persönlicher Favourit: Beim Stellen des Weckers am Handy wird ein Programm auf der Steuerung angelegt, das zur Weckzeit + 5 Minuten im Schlafzimmer alle Lampen voll andreht und alle Schalter für 10 Minuten sperrt. Die bleiben also an. Wirkt besser als zwei Eimer kaltes Wasser.</p><h1>Fazit</h1><p>Wir haben gesehen, es lässt sich einiges an &#8220;Nice-To-Have&#8221; erdenken, wie das technisch ausschaut, und was wir für Mittel und Wege zum Ziel einschlagen, werden die Artikel in dieser Rubrik so nach und nach preisgeben.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/12/home-automation-ein-exkurs/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Smart Metering: Kinders, geht einpacken!</title><link>http://www.mcseven.me/2011/11/smart-metering-kinders-geht-einpacken/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/11/smart-metering-kinders-geht-einpacken/#comments</comments> <pubDate>Tue, 01 Nov 2011 19:11:52 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Medienkritik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Atomkraft]]></category> <category><![CDATA[Regenerative Energie]]></category> <category><![CDATA[Smart Meter]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1309</guid> <description><![CDATA[Vorwort Länger schon hat&#8217;s hier keinen neuen Artikel gegeben, es lebe die Sommerpause. Zeit wird&#8217;s, sich einmal mit einem neuen Thema zu beschäftigen, und dank des interessanten Arbeitsumfeldes fiel die Wahl auf einen Komplex der Energiebranche. Seit geraumer Zeit ist der Begriff des Smart Metering, insbesondere durch die &#8220;intelligenten&#8221; Stromzähler, in Mancher Munde. Sollen mit [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Länger schon hat&#8217;s hier keinen neuen Artikel gegeben, es lebe die Sommerpause. Zeit wird&#8217;s, sich einmal mit einem neuen Thema zu beschäftigen, und dank des interessanten Arbeitsumfeldes fiel die Wahl auf einen Komplex der Energiebranche.</p><p>Seit geraumer Zeit ist der Begriff des <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenter_Z%C3%A4hler" target="_blank">Smart Metering</a>, insbesondere durch die &#8220;intelligenten&#8221; Stromzähler, in Mancher Munde. Sollen mit diesen neuen Zählern im Haushalt doch Strom- und Gasverbrauch zunächst einmal übersichtlich nach Tageszeit und später, sofern die Technik mitspielt, auch nach Gerät im Haushalt (durch Messung der <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Counter-electromotive_force" target="_blank">Back-EMF</a> und Aufbau eines charakteristischen Frequenzprofils) aufgezeichnet und dagestellt werden, so könnten in einer weiteren Schritt diese auch an den Energielieferanten zur Auswertung weitergereicht werden.</p><p>Bis hierhin eventuell nur ein Nice-To-Have,  vor allem, wenn der Endkunde den Krempel zahlen müßte, so gewinnt diese Technik doch an Bedeutung, wenn man unseren vier großen Stromern Glauben schenken mag. Die haben sich nämlich ein paar super Anwendungsfelder und -Fälle für obige Technik aus den Fingern gesaugt.</p><p>Doch halt, worum geht es?</p><h1>Hintergrund</h1><p>Nun, zunächst einmal scheint der regenerative Anteil an der <em>Stromerzeugung</em> (nicht Energieverbrauch insgesamt!) stets zu steigen. Er ist zwar immer noch gering, aber am wachsen. Natürlich eine gute Sache, ist in diesem Falle doch die Sonne der Energielieferant, der wohl noch ein bißchen länger liefern wird als Uranminen im Ausland ihr rohes Erz preisgeben.</p><p>Die Sache hat einen winzigen Nachteil (glaubt man den vier Größen&#8230;Großen), denn regenerative Stromerzeugung  sei unberechenbar:</p><ul><li>Strom aus Solarzellen gibt&#8217;s überhaupt nur bei Tag und Sonnenschein.</li><li>Strom aus Wind kommt vollkommen ungelegen, eventuell auch nachts um 3.</li><li>Strom Wasserkraft scheint verläßlicher zu sein, sie nimmt den größten Anteil ein.</li><li>Und bei Biogasanlagen (&#8220;Biomasse&#8221;) scheint es keine belastbaren Angaben zu geben.</li></ul><p>Der geübte Leser wird feststellen, dass eigentlich nur die wind-basierte Stromerzeugung gewisse Ausfallrisiken birgt, Daten über die Konstanz der Stromlieferung von Windanlagen (die größten stehen in unseren See-Küstenbereichen, wohlbemerkt) habe ich keine gefunden. Daten über die Anteile der jeweiligen Erzeugungsarten schon (<a
href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Fachveroeffentlichungen/Internationales/FaltblattErneuerbareEnergien0040003119001,property=file.pdf" target="_blank">Link</a>, sehr interessante Lektüre übrigens auch so).</p><p>Nachdem nun die aktuelle Bundesregierung einen Kernenergie-Ausstieg vom Ausstieg und dessen Ausstieg (oder so ähnlich) mit sich selbst vereinbart hatte (*kewl* by the way, Frau Merkel im Gespräch mit sich selbst, das würd&#8217; ich wirklich gerne sehen =) ), malte man schnell den Teufel der überlasteten Netze und der ungenügenden Stromversorgung an die Wand. Wie schon im anderen Artikel zum Thema Kernenergie diskutiert, ist zumindest das Argument der fehlenden Stromversorgung kein wirkliches.</p><p>Und schaut man einmal auf <a
href="https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/logon?language=de&amp;sequenz=tabelleErgebnis&amp;selectionname=43331-0001" target="_blank">diese Tabelle</a>, so wird einem Angst und Bange (oder man nimmt es als Motivation, EON-Aktien zu kaufen). Von 2008 auf 2009 knapp 10% weniger GWh Strom abgesetzt und den Erlös (meine Interpretation: &#8220;Gewinn&#8221;) um 10% erhöht im Schnitt&#8230; Soviel zum Thema Entmonopolisieren. Egal, darum geht&#8217;s nicht.</p><p>Das Thema ist ein anderes: Ein paar schlaue Herren sind auf die Idee gekommen, doch innerhäusliche Verbraucher genau dann einzuschalten, wenn grade viel Strom verfügbar ist, in den Medien: Wenn gerade Wind weht (siehe oben), in den Köpfen: Wenn wir ihn gerade billig einkaufen können als Reststrommenge.</p><p>Dafür ist die Kooperation der Endverbaucher nötig: Sie müssen einen kompatiblen Energiezähler anschaffen und Geräte (oder Steckdosen), die sich entsprechend schalten lassen. Geködert werden im wahrsten Sinne des Wortes sollen sie durch eine &#8220;Ersparnis&#8221; auf der jährlichen Stromrechnung. Der Energieversorger also teilt den Verbrauchern mit, wann Strom günstig ist, und z.B. Kühlschränke nutzen dann den preiswerteren Tarif.</p><p>Vorteile:</p><ul><li>Netze werden entlastet und müssen noch nicht ausgebaut werden</li><li>Verbraucher zahlen weniger</li></ul><p>Nachteile:</p><ul><li>Anschaffung bleibt großteils beim Verbraucher hängen (vor allem bei Nachrüstung)</li><li>Gläserner Kunde: Im Prinzip könnte der Energielieferant für jeden Kunden automatisch individuelle Tarife erstellen, die -ein Schelm wer Böses denkt- entsprechend dem Lastprofil eines Anwesens maximalen Gewinn versprechen.</li><li>Preisanpassung nach oben bei Überlastung des Gesamtnetzes.</li><li>Benachteiligung von Familien und älteren Menschen (diese Personengruppe wäscht eher nicht um 3 in der Nacht).</li></ul><h1>Beispiel-Rechnung</h1><p>Dann laßt uns einmal rechnen, was ein End-Verbraucher heute so sparen kann.</p><h2>Geräte</h2><p>Nehmen wir einmal an, in einem Haushalt existieren die folgenden modernen Geräte:</p><ul><li>Waschmaschine (6kg): verbraucht 1,02 kWh pro Waschgang, 224,4 kWh geschätzt im Jahr für 220 Waschgänge (<a
href="http://www.stromverbrauchinfo.de/stromverbrauch-waschmaschinen.php" target="_blank">Quelle</a>)</li><li>Kühl-/Gefrierkombination (A++, 200l):  250 kWh geschätzt im Jahr (<a
href="http://www.clever.de/ratgeber/stromkosten-kuehlschrank_00145.php" target="_blank">Quelle</a>)</li><li>Spülmaschine (A++): 1,2 kWh pro Spülgang, 264 kWh geschätzt im Jahr für 220 Waschgänge (<a
href="http://www.clever.de/ratgeber/stromkosten-geschirrspueler_00139.php" target="_blank">Quelle</a>)</li></ul><p>Damit erhalten wir 224,4 + 250 + 264 = 738,4 kWh pro Jahr an Verbrauch für diese Geräte.</p><h2>Ersparnis</h2><p>Nehmen wir weiterhin an, für eine ausreichende Motivation zum dynamischen Starten der jeweiligen Vorgänge (Waschen, Kühlen, Spülen) möchte das Energieunternehmen mit Preisreduktion auf die jeweilige Kilowattstunde sorgen und nehmen wir an, jedes Gerät von oben beachtet immer die aktuellen Einschaltphasen mit dem günstigen Strom. Lassen wir somit die Ersparnis bei 5 cent = 0,05 EUR pro kWh liegen.</p><p>Mit unserer obigen Rechnung erhalten wir eine <strong>Ersparnis</strong> von ganzen 738,4 * 0,05 EUR = <strong>36,92 EUR pro Jahr</strong>.</p><h2>Kosten</h2><p>Nun gibt&#8217;s diese Smart Meter nicht umsonst. Die Stadtwerke Bochum etwa <a
href="http://www.stadtwerke-bochum.de/index/privatkunden/strom/smart_meter.html" target="_blank">wollen</a> dafür einmalig 99,00 EUR + ~5,00 EUR/Monat (60 EUR / Jahr) bekommen. Ganz zu schweigen davon, dass man damit nur den Verbrauch sehen kann, von Ein-/Ausschalten ist hier noch nicht die Rede.</p><h2>Kinders, einpacken!</h2><ul><li>Die Bereitschaft einzuschätzen der Menschen, sich neue Technik nur aufgrund dieser Peanuts anzuschaffen, überlasse ich dem geschätzten Leser.</li><li>60 EUR Kosten pro Jahr und 36 EUR Ersparnis: -.- (Kein Kommentar).</li><li>5 cent / kWh an Preis-Reduktion erscheint mir sehr unrealistisch hoch.</li><li>Geräte verbrauchen ja <strong>nicht weniger</strong>, der Verbrauch wird nur ein <strong>bißchen günstiger</strong>.</li></ul><h1>Fazit</h1><p>Ganz ehrlich: Die vorige Rechnung sollte eindrucksvoll demonstriert haben, daß das Argument dem Sparen absolute Augenwischerei ist und sich für einen Großteil der Bevölkerung nicht wirklich rechnet. Und ob wirklich alle Hersteller von Elektrogeräten einmal mitziehen werden und Remote-Controls in ihre Teile montieren, das sei einmal dahingestellt.</p><p>Meiner Meinung nach läuft es wieder auf das alte Engineering-Lemma zurück: Schritt <strong>eins</strong> einer <strong>jeden Lösung</strong> ist das <strong>Erkennen des Problems</strong> oder der Fragestellung. Ich frage in den Raum: Welches Problem haben wir eigentlich derzeit beim Endverbraucher, das es zu lösen gilt?!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/11/smart-metering-kinders-geht-einpacken/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Restaurant 181 a.k.a. What A Waste&#8230;</title><link>http://www.mcseven.me/2011/09/restaurant-181-a-k-a-what-a-waste/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/09/restaurant-181-a-k-a-what-a-waste/#comments</comments> <pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:36:42 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Reisen]]></category> <category><![CDATA[Testberichte]]></category> <category><![CDATA[Drehrestaurant]]></category> <category><![CDATA[MAILE]]></category> <category><![CDATA[Olympiaturm]]></category> <category><![CDATA[Restaurant 181]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1297</guid> <description><![CDATA[Vorwort Nun, in diesem kurzen Artikel soll es um etwas nicht-technisches gehen, und zwar das Restaurant 181 (Achtung: Flash-verseuchter Auftritt, nicht für Mobilgeräte geeignet); es befindet sich in München im legendären Olympia-Turm auf -glaubt man der Anzeige im Fahrstuhl- schwindelerregenden 185m Höhe. Es ist nun kein gewöhnliches Sonntags-Abends-Weggeh-Ziel, nein, das Restaurant hat eine kleine Besonderheit: in knapp [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Nun, in diesem kurzen Artikel soll es um etwas nicht-technisches gehen, und zwar das <a
href="http://www.restaurant181.com/" target="_blank">Restaurant 181</a> (Achtung: Flash-verseuchter Auftritt, nicht für Mobilgeräte geeignet); es befindet sich in München im legendären <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympiaturm" target="_blank">Olympia-Turm</a> auf -glaubt man der Anzeige im Fahrstuhl- schwindelerregenden 185m Höhe. Es ist nun kein gewöhnliches Sonntags-Abends-Weggeh-Ziel, nein, das Restaurant hat eine kleine Besonderheit: in knapp 50 Minuten dreht es sich einmal komplett um die eigene Achse, man hat währenddessen einen malerischen Ausblick auf die Stadt.</p><p>Nun kommt dieses Vergnügen nicht ganz gratis (wohl aber umsonst, wie wir noch sehen werden), die Preise können sich wirklich sehen lassen. Für Details konsultiere man am besten deren <a
href="http://www.restaurant181.com/181/Abendkarte_Restaurant_181.pdf" target="_blank">Menükarte</a>, immerhin schien die Lokalität dann auch einen recht hohen Anspruch an ihr Ambiete, ihre Mahlzeiten und auch Gäste zu haben. Ich wollte schon immer mal richtig chic essen gehen.</p><p>Und zwar chic as in &#8220;im Zweireiher&#8221;. Vielen Dank an dieser Stelle an die Schneiderei &#8220;<a
href="https://www.maile.com/" target="_blank">MAILE</a>&#8221; in München, die mir den Anzug maßgeschneidert hatten, er paßt zwar hinten und vorne nach dreimaligem Nachbessern immer noch nicht richtig, aber wenigstens hab ich jetzt einen Regenschirm mehr. Winzige Bitte: Sagt mir doch das nächste mal vorher, daß ihr sowas nicht hinbekommt, denn für einen MAILE-Anzug, der nicht paßt, bekomme ich drei Hirmer-Anzüge, die auch nicht passen.</p><h1>Restaurant 181</h1><p>Zum Kennenlernen bietet das Restaurant ein sogenanntes &#8220;Sunset-Menü&#8221; mit wahrscheinlich wechselnden saisonalen Gerichten an, das von 18:00-20:00 Uhr serviert wird. Es mag etwas seltsam anmuten, daß einem der Tisch nur solange zur Verfügung steht. Im Nachhinein haben zwei Stunden allerdings mehr als ausgereicht.</p><h2>Zugang</h2><p>Es begann schon damit, daß laut Dame am Telefon für die Reservierung die Karten für den Lift ab 17:30 an der Kasse bereitliegen würden; ja schade einfach. Kaum war&#8217;s 17:55, da bequemten sich zwei Mitarbeiter an den Eingang, rollten eine Art roten Teppich aus und ließen die nun bereits ungeduldig wartenden Gäste mehr oder weniger einzeln antreten für ihre Liftkarten und Tischreservierungsscheinchen.</p><p>Den Vogel abgeschossen hat dann der Liftführer, der seine geringe Körpergröße mit seinem Mundwerk ausgeglichen hat, zum Glück nur andere Gäste. Nun, wenn die sich nicht wehren, ihr Bier.</p><p>Oben angekommen, herrschte an der Garderobe erst einmal hektisches Gedränge, das durch den engen Raum und einen überforderten Garderoben-Mitarbeiter nicht gelindert wurde, nun ja, ist eben etwas enger. Anhand der Tischkarte wies einem die Empfangsdame denn auch den Tisch zu, ein Ober brachte uns hin.</p><h2>Gäste</h2><p>Laut Webseite ist der Dress-Code für Abends ein sogenannter &#8220;Business Casual&#8221;, was auch immer man sich darunter vorstellen mag. Eine <a
href="http://www.computerwoche.de/karriere/freiberufler/1853719/" target="_blank">genauere Beschreibung</a> außer &#8220;Anzug, gebügeltes Oberteil, dunkel&#8221; habe ich nicht gefunden. Daß das nun manche Gäste als &#8220;Jeans mit rot-kariertem Holzfällerhemd&#8221; (sic!) interpretieren, vermag man wirklich nicht mehr unter Geschmacksverirrung zu verbuchen&#8230;</p><p>Daß sie so Zutritt erhalten, hielt ich für unverschämt; es ist doch nicht zu viel verlangt, sich einmal zu besonderen Gelegenheiten rauszuputzen. Aber hey, der Laden war sowieso ziemlich leer. Sie sind eben noch jung und brauchen das Geld.</p><p>Gestört hat&#8217;s mich schon. Wenn ich mich schon als Nobelrestaurant anpreise (im wahrsten Sinne des Wortes), sorge ich gefälligst auch für einen entsprechenden Standard und halte meine Ansprüche ein. Alles andere ist einfach nur schwach!</p><h2>Ambiente</h2><p>Am meisten enttäuscht war ich wohl vom Restaurant an sich &#8211; für das zweit-teuerste Restaurant in München. War doch auf der Webseite ein schönes Foto, gala-dinner-artig, abgebildet mit warmem Kerzenlicht, dekorativ hergerichteten Tischen und Idylle&amp;Ruhe versprechend, so sah dann die Realität ernüchternd nackt aus. Gott, wo soll ich anfangen&#8230;</p><ul><li>Es herrscht ein Lärm wie im Flieger, ohne Witz; könnte das Drehgestell oder die Klimaanlage sein.</li><li>Es ist ziemlich kalt, ungemütlich und dunkel, insbesondere die (unverkleideten?) Betonwände an der Innenseite lassen einen an McDonald&#8217;s denken. Ein paar Wandteppiche würden ehrlich nicht schaden.</li><li>Die Tische sind zu breit, eine intimere Atmosphäre will sich einfach nicht einstellen.</li><li>Das Besteck war nur lieblos hergerichtet, keine Messerbänkchen, Dessert wurde mit Suppenlöffel verabreicht?!</li><li>Die Gläser hatten sichtbare Kalkränder.</li><li>Die länglichen Tischdecken waren schon krumm gebügelt.</li><li>Alle gefühlten drei Meter ein feststehender hoher Serviertisch, an dem hektisches Treiben für die Getränkeversorgung herrscht. Könnten die Herren Ober denn nicht in die Küche laufen dafür?</li><li>Liftkarten: Müssen extra bezahlt werden. Mensch Kinders, macht doch euer Menü teurer und werbt mit &#8220;Liftfahrt inklusive&#8221;.</li></ul><p>Wirklich, ich erwarte keinen elektrischen Sternenhimmel in nachtblauem Samt an der Decke, aber das war eine Zumutung. Im Angesicht dessen sind meiner Meinung nach die Preise völlig überzogen.</p><h2>Personal</h2><p>Im großen und ganzen war ich mit der Bedienung zufrieden. Die Kellner waren freundlich, zuvorkommend und hatten auch kein Problem, die Vorspeise meiner Begleitung zu ändern, obwohl das nicht auf der Karte stand.</p><p>Zwei winzige Punkte:</p><ul><li>Uniformen: &#8216;Tschuldigung, eure Kleidung schaut meiner Meinung nach verboten aus. Ein etwas gehobenerer Stil würde wirklich nicht schaden. Lose the Waistcoat!</li><li>Hektik: Kinders, tut langsam. In einem Nobel-Restaurant ist Eile fehl am Platz.</li></ul><h2>Mahlzeit</h2><p>Für schlappe 36 EUR für drei Gänge kann man schon etwas erwarten:</p><ul><li><em><strong>Erster Gang:</strong> Zwei Schrimps auf roter Wassermelone</em><br
/> Fazit: Lieblos kombiniert, was hat Melone mit einem Schrimp zu tun? Nur zwei Kleckse Sauce?</li><li><em><strong>Zweiter Gang:</strong> Steak, Kartoffelpüree (zylinderförmig gepresst), gedünstete Paprika-Würfel</em><br
/> Fazit: Steak nicht zart genug und ziemliche Fettränder, etwas versalzen,  Paprika-Würfel recht scharf</li><li><em><strong>Dritter Gang:</strong> Erdbeer-Tiramisu</em><br
/> Fazit: Wenn der Amaretto unten einen See bildet, ist&#8217;s zu viel&#8230;</li><li><em><strong>Abschiedhäppchen:</strong> Pralinen-Rondell</em><br
/> Zweistöckiges Rondell mit 10cm Durchmesser pro Etage und 6 Pralinen drauf insgesamt. Hallo?!</li></ul><p>Zusätzlich gibt&#8217;s zur Vorspeise einen Brotkorb mit kleinen Semmeln, wie im Flieger, und Butter für den kleinen Hunger vorneweg, der wurde sogar einmal nachgefüllt.</p><p>Positiv muß ich hervorheben, daß alle drei Gänge immer für alle Personen am Tisch gleichzeitig kamen. Das ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.</p><p>Alles in allem, es war gut und lecker, weltbewegend war&#8217;s allerdings nicht (meine persönliche Meinung). Im Steakhouse würde man dafür 6€ + 17€ + 4€ Bezahlen und käme knapp 10€ günstiger davon.</p><h1>Fazit</h1><p>Eigentlich war ich dort, um das Restaurant für einen trauten Abend in Zweisamkeit auszukundschaften, nicht daß man noch eine böse Überraschung erlebt. Alles in allem muß ich mein einleitendes Urteil aber deutlich unterstreichen. Der Laden ist seinen Preis wirklich nicht wert; für ein Date kann ich ihn nicht empfehlen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/09/restaurant-181-a-k-a-what-a-waste/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>CUBE Bikes: So muß das laufen!</title><link>http://www.mcseven.me/2011/09/cube-bikes-so-mus-das-laufen/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/09/cube-bikes-so-mus-das-laufen/#comments</comments> <pubDate>Thu, 15 Sep 2011 14:01:30 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Sonstiges]]></category> <category><![CDATA[AMS]]></category> <category><![CDATA[CUBE]]></category> <category><![CDATA[HPC]]></category> <category><![CDATA[Mountainbike]]></category> <category><![CDATA[MTB]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1290</guid> <description><![CDATA[Vorwort Nach längerer Sommerpause, die entsprechend genutzt wurde, wird es mal wieder Zeit für einen neuen Artikel. Informierte Kreise behaupten, daß Radeln viel Spaß macht, inzwischen kann ich das bestätigen. Mit einer winzigen Ergänzung: Spaß machts ab ein bißchen mehr Geld für Material, und welch besserer Weg, als auch eine gute Marke zu wählen, selbstverständlich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/09/250303_2002129369280_1124941517_2334322_677992_n.jpg" rel="lightbox[1290]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1292" title="Staffelalm Jachenau" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/09/250303_2002129369280_1124941517_2334322_677992_n-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Nach längerer Sommerpause, die entsprechend genutzt wurde, wird es mal wieder Zeit für einen neuen Artikel. Informierte Kreise behaupten, daß Radeln viel Spaß macht, inzwischen kann ich das bestätigen. Mit einer winzigen Ergänzung: Spaß machts ab ein bißchen mehr Geld für Material, und welch besserer Weg, als auch eine gute Marke zu wählen, selbstverständlich mit CFK-Werkstoff. Geworden ist&#8217;s schließlich ein AMS-HPC 100 in Teamline-Lackierung von 2009, meiner Meinung nach die brauchbarste, die die bislang gebaut haben.</p><h1>Thema</h1><p>Nun gut, die Maschine wird auch fleißig in die Berge und ins Flachland gefahren, und hin und wieder trägt es sich zu, daß der Fahrer einmal absteigt &#8211; selten, aber doch mehr als einmal unfreiwillig. Kommt vor, wenn z.B. ein Graben im Weg liegt. Auf meiner letzten Tour zum Blomberg (siehe <a
title="GARMIN connect Blomberg-Tour" href="http://connect.garmin.com/activity/107952024" target="_blank">GARMIN connect</a>) war es dann soweit: Abstieg seitlich ins Gebüsch, ordentlich Glück gehabt, Fahrer und Material in Ordnung.</p><p>Zumindest fast &#8211; es stellt sich heraus, daß vom kleinen Bar-End auf der linken Seite der orangene Nippel gefehlt hat. Nun laßt uns sehen, ob die Marke Cube ihren guten Ruf zu Recht trägt, indem wir feststellen, ob so ein Ersatzstöpsel einfach zu bekommen ist. Im Internet scheint&#8217;s die nicht einzeln zu geben.</p><h2>Erste Mail an CUBE und deren Antwort</h2><blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p><p>von meinen weißen Bar Ends (siehe Link) habe ich einen orange-farbenen Stopfen verloren. Im Handel finde ich diesen nicht einzeln.<br
/> <a
href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31EYLGsl8JL._SL500_AA300_.jpg" rel="lightbox[1290]">http://ecx.images-amazon.com/images/I/31EYLGsl8JL._SL500_AA300_.jpg</a><br
/> Besteht die Chance, über Sie ein Ersatzteil zu bekommen? Ungern möchte ich mir komplett neue Bar-Ends kaufen.</p><p>Danke, freundliche Grüße,<br
/> Christoph Söllner</p></blockquote><p>Folgendes wurde mir einen Tag später geantwortet:</p><blockquote><p>Sehr geehrter Herr Söllner,</p><p>der Händler kann die Ersatzstopfen einzeln bei uns nachbestellen. Allerdings haben wir momentan keine lagernd; die kommen erst Mitte Oktober wieder.</p><p>Mit freundlichen Grüßen<br
/> Team Cube</p></blockquote><p>Nun gut, ist ja mal eine Aussage. Zumindest bekäme man sie einzeln. Wer meinen Händler (Herrn Martin Rabatujew von Swim&amp;Bike in Thalkirchen, by the way) näher kennt, wird meine erneute Mail an Cube sicher nachvollziehen können.</p><h2>Zweite Mail an CUBE und deren Antwort</h2><blockquote><p>Sehr geehrtes Team Cube,</p><p>danke für Ihre Nachricht. Nun scheint das für meinen Händler ein etwas größerer Act zu sein, könnten wir nicht einfach so tun, als wäre ich Händler und würde die gerne ausprobieren, oder anders ausgedrückt: Könnten Sie mir vielleicht einen in orange zuschicken, wenn Sie wieder welche haben?</p><p>Danke, freundliche Grüße,<br
/> Christoph Söllner</p></blockquote><p>Und prompt erreicht mich einen Tag später folgendes:</p><blockquote><p>Sehr geehrter Herr Söllner,</p><p>gerne können wir Ihnen auch die Endkappen zuschicken. Allerdings müssten Sie sich dann bitte Mitte Oktober nochmal melden, da wir Rückstände nur für Fachhändler im System halten können. Wenn die Endkappen lagernd sind, dann können wir die gern verschicken.</p><p>Mit freundlichen Grüßen<br
/> Ihr Cube Team</p></blockquote><h1>Fazit</h1><p>Also ganz ehrlich, das ist mal ein Wort! Zugegeben, die Dinger kosten sicher nur Cent-Beträge, ich finde allerdings solche Kleinigkeiten großartig: wenn Menschen einfach ihr -Verzeihung- Rumgescheiße stecken lassen, und statt dessen machen.</p><p>Liebes Cube-Team, der finale Test kommt dann Mitte Oktober, bisher schaut das allerdings sehr gut aus. Ich bereue die Entscheidung für Eure Marke nicht&#8230;</p><p>Übrigens: Auch die AERIUM Rennmaschine fährt sich <a
href="http://connect.garmin.com/activity/114488919" target="_blank">traumhaft</a>.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/09/cube-bikes-so-mus-das-laufen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>EDGE800 &#8211; Update zur Navigationsfunktion</title><link>http://www.mcseven.me/2011/06/edge800-update-zur-navigationsfunktion/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/06/edge800-update-zur-navigationsfunktion/#comments</comments> <pubDate>Mon, 06 Jun 2011 08:11:02 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Garmin Edge 800]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1282</guid> <description><![CDATA[Ergänzung Im ersten Bericht ist die Navigationsfunktion mit OSM-Karten relativ schlecht weggekommen; inzwischen konnte ich mit neuen Kartenversionen und neuen Strecken noch etwas experimentieren und habe etwas mehr über das System zusammengetragen. Offenbar ist es ein Fehler, dem Gerät die Präferenz &#8220;[Kürzeste &#124; Schnellste] Route&#8221; vorzugeben. Getreu einem Straßen-Navi werden dann tatsächlich nur große Teerstraßen [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Ergänzung</h1><p>Im ersten Bericht ist die Navigationsfunktion mit OSM-Karten relativ schlecht weggekommen; inzwischen konnte ich mit neuen Kartenversionen und neuen Strecken noch etwas experimentieren und habe etwas mehr über das System zusammengetragen.</p><p>Offenbar ist es ein Fehler, dem Gerät die Präferenz &#8220;[Kürzeste | Schnellste] Route&#8221; vorzugeben. Getreu einem Straßen-Navi werden dann tatsächlich nur große Teerstraßen zum Routen verwendet, selbst wenn das einen Umweg von mehreren 10 Kilometern bedeutet. Übrigens unabhängig davon, welche Fahrzeugart man auswählt, egal ob Auto, Fahrrad oder Fußgänger; diese Auswahl scheint nur Einfluß zu haben, wenn man auch &#8220;Luftlinie&#8221; als Routingvariante auswählt.</p><p>Die einzig brauchbare Variante scheint mir damit die Kombination &#8220;Fußgänger&#8221; und Routenpräferenz &#8220;Luftlinie&#8221; zu sein. So wird eine Strecke nun wirklich vergleichbar mit Mapsource/Basecamp geroutet. Eine kleine Runde um den Starnberger See bestätigte das: Funktionierte viel besser als vorher, mit einem kleinen Umdreher, wofür das Gerät eher nichts kann, die Einmündung in Tutzing war auch verdammt leicht zu übersehen zwischen zwei regulären Garageneinfahrten. Dafür aber ein sehr wenig befahrener Weg, schon erstaunlich, was es alles gibt in näherer Umgebung.</p><h1>Fehlfunktionen Addendum</h1><p>Trotzdem bleiben auch hier noch immer einige Wermutstropfen zurück:</p><ul><li><strong>Zähler &#8220;nächster Streckenpunkt&#8221;:</strong> Ich hatte ca. 50 Streckenpunkte in BaseCamp ausgewählt, um die Route zusammenzubauen; leider zeigten die Zähler Distanz/Zeit zum nächsten Streckenpunkt stets auf das Ziel anstatt eben zum nächsten Streckenpunkt.</li><li><strong>Anzeige &#8220;Streckenpunkte&#8221; auf der Karte:</strong> Ein einziger (außer Start/Ziel) Streckenpunkt wurde mit Fahne auf der Karte angezeigt, alle 49 anderen nicht? Irgendwie scheint das noch nicht ausgereift zu sein.</li><li><strong>Zum x-ten mal Abbiegehinweise:</strong> Sie kommen definitiv zu spät und nicht reproduzierbar daneben. Offenbar ist keine Winkelmessung implementiert, selbst auf schnurgeraden Straßen -wie erwähnt- kommen rechts/links Anweisungen; das muß wirklich überarbeitet werden.</li><li><strong>Trittfrequenz-Sensor:</strong> Hm, es kommt sporadisch wieder zu Spikes in der Trittfrquenz. Nicht provozierbar, scheint aber nach Kurbelstopp vermehrt aufzutreten. Ob der Sensor oder die EGDE800 Firmware schuld ist, keine Ahnung.</li></ul><h1>Aha-Erlebnisse</h1><p>Naja, ein bißchen was positives jibbet auch zu berichten:</p><ul><li>Hat man eine Tour (Strecke) beendet, und kapiert das Gerät das, gibt&#8217;s eine lustige Melodie. Mal ne angenehme Überraschung.</li><li>Der Herzgurt hat in letzter Zeit nicht mehr gesponnen; es scheint also mit der Trageposition zu tun zu haben. Rezept: Etwas enger, knapp unter den Brustpaketen, leicht nach links versetzt.</li><li>Sogar das Quereinsteigen unterwegs in eine Strecke hat nun das erste mal funktioniert, ein Traum.</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/06/edge800-update-zur-navigationsfunktion/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Garmin EDGE 800</title><link>http://www.mcseven.me/2011/05/garmin-edge-800/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/05/garmin-edge-800/#comments</comments> <pubDate>Wed, 18 May 2011 18:53:42 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Garmin Edge 800]]></category> <category><![CDATA[Edge 800]]></category> <category><![CDATA[EDGE800]]></category> <category><![CDATA[GARMIN]]></category> <category><![CDATA[Review]]></category> <category><![CDATA[Test]]></category> <category><![CDATA[Testbericht]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1218</guid> <description><![CDATA[Knapp ein halbes Jahr nun ist der Edge 800 bei uns in Deutschland verfügbar und schickt sich an, der Vorreiter einer ganz besonderen Art von Fahrradcomputer zu werden: Die der Fahrradnavigationsssysteme. Jap, richtig gelesen: Auto-Navi ist ausgelutscht, jetzt geht's den Rädern an den Kragen.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Knapp ein halbes Jahr nun ist der Edge 800 bei uns in Deutschland verfügbar und schickt sich an, der Vorreiter einer ganz besonderen Art von Fahrradcomputer zu werden: Die der Fahrradnavigationsssysteme. Jap, richtig gelesen: Auto-Navi ist ausgelutscht, jetzt geht&#8217;s den Rädern an den Kragen.</p><p>Maßgeblich zur Kaufentscheidung beigetragen hat der <a
href="http://www.dcrainmaker.com/" target="_blank">Blog</a> des (US-amerikanischen) Semi-Profis Ray Maker, a.k.a. DC Rainmaker, der in seinem Artikel <a
href="http://www.dcrainmaker.com/2010/08/garmin-edge-800-in-depth-first-look.html" target="_blank">Garmin Edge 800 In Depth First Look Review</a> dat Dingen ausführlich beschreibt und kurze Test- und Erfahrungsberichte abgegeben hat. Glaubt man seinen Ausführungen, so ist das Gerät nicht nur ein Luxus-Gadget, sondern eine goldene eier-legende Wollmilchsau, die Platin-Köttel exkrementiert.</p><p>Nun, er schreibt auch, dass er ein Vorserienmodell bekommen hat, ich kann deswegen zumindest nicht ausschließen, daß sein Bericht -und vor allem sein Fazit- in eine bestimmte Richtung eingefärbt ist und möglicherweise nur wenige kritische Passagen enthält. Ansonsten schildert er Verpackungsinhalt und Funktionsweise relativ genau und ausführlich; sein Eintrag ist auf jeden Fall lesenswert und sollte als Ergänzung zu meinen Ausführungen verstanden werden.</p><p>Nette Screenshots und ein ähnliches Fazit erhält der Leser im -deutschsprachigen- <a
href="http://www.navigation-professionell.de/geiles-teil-gps-fahrradcomputer-garmin-edge-800-im-test/" target="_blank">Blogeintrag</a> von Navigation Professionell, der Artikel geht meiner Meinung nach nicht so in die Tiefe, hat aber interessante Leserkommentare&#8230;</p><p>Ob die Vorschußlorbeeren auf den EDGE 800 gerechtfertigt sind, wird sich nun zeigen &#8211; folgende Erfahrungen kommen ungesponsert.</p><h1>Beschreibung der Komponenten</h1><p>Gut, schauen wir uns die einzelnen Funktions- und Funktionalitäten-Blöcke des Systems mal genauer an.</p><h2>Montage und Befestigung</h2><p>In knapp 15 Minuten konnte ich EDGE800 und die Sensoren am Rad befestigen, Ausrichtung und Fixieren sind ein Kinderspiel.</p><h3>Basisgerät</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6311.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1248" title="Befestigung: Basisgerät" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6311-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Traumhaft einfach und damit einfach traumhaft. Der EDGE800 wird mit der vom EDGE500 schon bekannten Twisthalterung am Lenker befestigt und hält dadurch bombenfest. Man kann ihn auf der Lenkerstange oder auf dem Vorbau montieren, verschieden lange Gummis werden mitgeliefert und sorgen für sehr guten Halt.</p><p>Ich hab das mal auf einer Rüttelpiste 10km lang getestet, der hat sich aber auch keinen Millimeter bewegt, übertragen gesprochen. An der Halterung sind auch zwei Gummibänder, falls eines wirklich mal den Geist aufgibt, geht das Gerät wenigstens nicht flöten. Empfehlen würde ich die Befestigung an der Lenkerstange; am Vorbau ist&#8217;s wegen des Displays etwas suboptimal.</p><h3>Speichensensor</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6313.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1249" title="Befestigung: Speichenteil" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6313-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6315.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1250" title="Befestigung: Kurbelmagnet" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6315-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Genauso einfach funktioniert das auch mit dem Speichensensor: An die Kurbel kommt der Magnet, möglichst nicht über die Schraube, sondern nebendran, und wird dort mit Kabelbinder und vorgefertigtem Doppelklebeband fixiert. Ist in einer Minute gegessen. Praktisch ist ein kleiner Schlitz im Plastik des Magneten: damit wird dieser auf den Sensor ausgerichtet.</p><p>Ein kleiner Arm kann ausgeklappt werden und ist so nahe wie möglich an die Speichen zu führen. Dort wird das Gegenstück, wieder ein Magnet, festgeschraubt. Das macht keinen so stabilen Eindruck mehr, besonders bei Ästen und Zeugs im Gelände, hat aber bisher genauso gut gehalten.</p><p>Kalibriert werden muss der Radumfang übrigens nicht: 400m bei gutem GPS-Empfang gefahren und der EDGE800 hat den Umfang gemessen.</p><h3>Herzgurt</h3><p>Angenehm trägt sich dieser Sensor, im Gegensatz zu den älteren Modellen von Ciclo und wohl auch anderen Herstellern ist das Band nun vollständig aus Textil. Längenverstellung und Elastizität sind gut, beim Atmen behindert er kaum. Anzumerken ist, dass die meiner Erfahrung nach beste Position zum Anlegen knapp unterhalb der Brust ist. Hatte ich ihn quer über die Brust, gab es reproduzierbar kein Signal.</p><p>Kurz vorausgreifen möchte ich hier schon auf die Fehlfunktionen: Manchmal spinnt der Gurt einfach und überträgt eine Weile zu niedrige oder zu hohe Werte. Ob es an der EDGE800 Software liegt und sich damit beheben ließe, weiß ich nicht.</p><h2>Funkübertragung</h2><p>Beide Sensoren, der Herzgurt und der Speichensensor, übertragen ihre Daten digital mit <a
href="http://www.thisisant.com/technology/feature-highlights" target="_blank">ANT+</a> (<a
href="http://www.thisisant.com/images/Resources/PDF/ant_qandas.pdf" target="_blank">Spec-PDF</a>), ein maßgeblich von GARMIN entwickeltes Funksystem (sowohl PHY wie auch das übergeordnete Protokoll). Jeder Sensor besitzt eine ID und kann über unterschiedliche Netzwerk-Topologien eingebunden werden. Die Funkfrequenz liegt bei angenehmen ~2,4GHz. Man verwendet eine Art <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Multiplexverfahren#Zeitmultiplexverfahren.2FTDMA" target="_blank">TDMA</a> mit Collision-Avoidance durch breite Timeslots und kann auch Frequncy-Hopping betreiben. Technische Details waren dem PDF nicht zu entnehmen, sind vermutlich Closed-Source.</p><p>Damit ist das System sehr stör<em>un</em>anfällig, was sich im Betrieb, jetzt immerhin knapp 20 Stunden, auch deutlich zeigt. Selbst mit der Busch &amp; Müller Ixon IQ Speed, die ihre Helligkeit mittels extrem breitbandiger Rechteck-PWM ändert, konnte ich die Funkübertragung von Herzgurt und Speichenteil nicht beeinflussen. Funktionierte im Gegensatz zum drahtlosen BC 1609 STS einwandfrei. GPS brach übrigens auch nicht ein, nur um das noch im gleichen Atemzug zu erwähnen.</p><p>Zum &#8220;Anlernen&#8221; der Sensoren muß man sie einfach in Betrieb setzen. Der EDGE800 erkennt das und speichert den Herzgurt allgemein und den Speichensensor zum gerade ausgewählten Fahrrad.</p><p>Leider ist eine Watt-Messer-Kurbel 2x so teuer wie ein ganzes Fahrrad, das hab ich deswegen nicht getestet. Ich gehe mal davon aus, dass die aber genauso einfach gekoppelt werden kann.</p><h2>GPS-Signal</h2><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8757.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1230" title="8757" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8757-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8733.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1231" title="8733" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8733-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Na, da gibt&#8217;s nicht viel zu schreiben, der Track klebt praktisch auf der Straße / dem Trampelpfad. Laut Anzeige habe ich unter freiem Himmel meist die maximale Genauigkeit von 3-4 Metern, das ist bei dem SIRF III Chip aber auch nicht anders zu erwarten und um Welten besser als der integrierte -<em>t&#8217;schuldigung</em>- Dreck im Desire HD. Der EDGE800 besitzt keine <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assisted_Global_Positioning_System" target="_blank">A-GPS</a>-Funktionalität, dennoch ist der Kaltstart mit knapp 20-30 Sekunden absolut akzeptabel.</p><p>Laut Hersteller versteht der SiRF III satellitengestützte <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Differential_Global_Positioning_System" target="_blank">D-GPS</a>-Korrektur-Signale (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wide_Area_Augmentation_System" target="_blank">WAAS</a>, <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/European_Geostationary_Navigation_Overlay_Service" target="_blank">EGNOS</a> und <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/MSAS" target="_blank">MSAS</a>), ob die im EDGE800 aber aktiviert sind und verwendet werden, weiß ich nicht.</p><p>Die Höheninformation ist nur bei einer Genauigkeit unter 10 Metern verwertbar, alles andere hat große Abweichungen. Wie genau der barometrische Höhenmesser kalibriert wird, war leider nicht zu erfahren, es können aber nicht die Topo-Daten der Karte sein, weil doch an gleicher Stelle immer 3-4 Höhenmeter Unterschied bestehen.</p><p>Ist aber durchaus einzusehen, hey, die Satelliten schwirren 1000de von Kilometern über uns, da besagte 3m hinzubekommen, halte ich für eine Meisterleistung der Ingenieure.</p><h2>Display</h2><p>Nun, das Display ist im Gegensatz zum Vorgänger schön groß (oder der EDGE800 schön klein). Versprochen ist ja in Rainmakers Blog ein super-trooper-mega-hammer-immer-gut-lesbar-Display, sehr gespannt war ich deswegen auf die Optik.</p><p>Tja, schade einfach. Als hätte einem einer die Kraft mit dem Strohhalm aus den Waden gesaugt. GARMIN kocht auch bei diesem Gerät nur mit Wasser, und selbst wenn ich zugeben muss, dass die Lesbarkeit ohne Hintergrundbeleuchtung schon besser ist als am EDGE705, so sind noch noch Welten Unterschied zu gängigen Handydisplays.</p><p>Das muß näher erläutert werden.</p><p>Im EDGE800 ist ein sogenanntes <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transreflektiv" target="_blank">transflektives</a> Display verbaut. Es unterstützt zwei Betriebsmodi, einmal mit und einmal ohne Hintergrundbeleuchtung.</p><ul><li>Mit Hintergrundbeleuchtung: Kein Geheimnis hier, es gibt einfach Streulicht von hinten, das durch das LCD durchgeschickt wird und dessen farbige Information zur Geltung bringt.</li><li>Ohne Hintergrundbeleuchtung: Nun ja, jetzt ist&#8217;s etwas komplizierter. Das Licht muss durch das LCD durch, wird dahinter von einer dünnen Folie reflektiert, wandert durch das LCD zurück und fällt dann ins Auge. Der entscheidende Punkt ist hier, dass jetzt das alte physikalische Gesetz &#8220;Einfallwinkel=!Ausfallwinkel&#8221; gilt. Und ein weniger entscheidender Punkt: Auch die beiden Touchscreenfolien müssen zweifach passiert werden.</li></ul><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6318.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1251" title="Display: Demonstration Blickwinkel" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6318-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Langer Rede kurzer Sinn: Ich sehe nur etwas, wenn der EDGE800 im richtigen Winkel zur Sonne oder bei Bewölkung zum Himmel steht. Diffuses Ambiente-Licht ist Gift für die Lesbarkeit, genauso nervt es, nach jeder Kurve den EDGE800 wieder richtig hinzudrehen. Ist nebenbei bemerkt auch sehr gefährlich wegen der entstehenden Unaufmerksamkeit. Das linke Foto ist ohne Hintergrundbeleuchtung und ohne Sonnenbrille vor der Linse aufgenommen, etwa von meiner Kopfposition aus, wenn der EDGE 800 mal genau falsch zum Himmel steht.</p><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6321.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1252" title="Display: Foto Sonnenbrille ohne HGB" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6321-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6322.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1253" title="Display: Foto Sonnenbrille mit HGB" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/CIMG6322-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Was Rainmaker nicht schreibt, mir aber genauso unangenehm auffällt, ist die Lesbarkeit mit abdunkelnder Sonnenbrille; die ist ohne HGB gleich nochmal mau. Ich habe mal versucht, das mit der Digicam aufzunehmen; die hat leider keine manuelle Blendeneinstellung und gleicht das, was ich demonstrieren möchte, automatisch wieder aus. Ein bißchen besser ist&#8217;s mir gelungen, als ich die Sonnenbrille nur teilweise vor die Linse gehalten hab, dann sieht man den Unterschied zwischen ein- und ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung recht deutlich.</p><p>Klar, Auflösung und Reaktionszeit sind auch nicht rekordverdächtig, für den Zweck aber reicht beides gut aus. Ruckler oder nur halb aufgebaute Bilder konnte ich keine feststellen und genug Information paßt sowieso auf den Bildschirm. Ich würde beides daher neutral bis leicht positiv anrechnen; vergleichbar mit den Desire-HD-DPI ist das Display aber nicht.</p><p>Zum resistiven Touchscreen läßt sich nichts mangelhaftes feststellen, funktioniert super und hat auch gute Druckpunkteigenschaften.</p><h2>Fahrradcomputer</h2><p>Natürlich kann man mit dem Teil auch telefonieren&#8230;. Spaß beiseite; die Radlcomputerfunktionen lassen des Bikers Herz höher schlagen. Aber auch alles, was sich irgendwie messen oder berechnen läßt, ist auf dem EDGE800 verfügbar.</p><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8676.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1232" title="Fahrradcomputer: Datenfelder" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8676-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8720.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1233" title="Fahrradcomputer: Virtueller Partner" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8720-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8728.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1237 alignleft" title="Fahrradcomputer: Höhenprofil" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8728-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Das GUI-Konzept sieht eine Aufteilung des Bildschirms in mehrere Seiten vor, die durch Wischbewegung (&#8220;swipe&#8221;) oder per virtuellen Pfeiltasten gewechselt werden können. Auf jeder Seite steht neben einem eventuellen fest definierten Seiteninhalt auch vom Radler konfigurierbare Datenfelder zur Verfügung.</p><p>Alle aktivierten Seiten können auf Wunsch automatisch der Reihe nach angezeigt werden, damit entfällt gefährliches Tippen während der 40 km/h Bretterfahrt.</p><p>An Seiten gibt es die folgenden:</p><ul><li>Bike-Computer 1 (die ist immer an): 3-10 Datenfelder</li><li>Bike-Computer 2 (optional): 3-10 Datenfelder</li><li>Bike-Computer 3 (optional): 3-10 Datenfelder</li><li>Höhenprofil (optional): 0-2 Datenfelder</li><li>Trainingsinformation: siehe weiter unten</li><li>Karte mit Route (optional): 0-2 Datenfelder, Navigationstext auf Wunsch</li><li>Virtueller Partner (optional): keine Datenfelder, dafür Vorsprung des Gegners</li></ul><p>Sehr praktisch ist die Belegung: Hat man sich einmal für eine Anzahl an Datenfeldern entschieden, so genügt auch unterwegs ein längeres Tippen auf ein bestimmtes Feld. Man erhält sofort das umfangreiche Auswahlmenü zum Neu-Belegen des Feldes. Alle Achtung, das ist ehrlich gut durchdacht.</p><p>An Daten stehen die folgenden Themenbereiche (Auszug!) zur Wahl:</p><ul><li><strong>Geschwindigkeit:</strong> Aktuell, Min, Max, Durchschnitt</li><li><strong>Höhe:</strong> Aktuell, Min, Max, Durchschnitt, #HM bergauf, #HM bergab, Steigung</li><li><strong>Herzfrequenz: </strong>Aktuell, Min, Max, Durchschnitt</li><li><strong>Leistung: </strong>Aktuell, Min, Max, Durchschnitt</li><li><strong>Temperatur:</strong> Aktuell, Min, Max, Durchschnitt</li><li><strong>Trittfrequenz:</strong> Aktuell, Min, Max, Durchschnitt</li><li><strong>Distanz:</strong> Gesamt, Tag, Rour, Runde</li><li><strong>Zeit:</strong> Gesamt, Tag, Rour, Runde, letzte Runde, Durchschnitt pro Runde</li><li><strong>System:</strong> # Satelliten, Genauigkeit (HDOP), Uhrzeit</li></ul><p>Also wie man sieht, viel mehr als auf allen Seiten Platz hätte.</p><h2>Training</h2><p>Ein weiterer größerer Funktionsblock ist die sogenannte Trainingsfunktion. Mit ihr kann man sich bestimmte Bereiche für Puls, Trittfrequenz, Leistung (mit Wattmeter) und Geschwindigkeit vorgeben, die in wählbare zeitiche Intervalle fallen. Damit ist es wie auf dem Heimtrainer möglich, bestimmte Trainingsprogramme abzufahren oder Kraft oder Ausdauer zu erweitern.</p><p>Die Programme lassen sich direkt am Gerät eingeben oder bequemer am PC erstellen und dann hochladen.</p><p>Auch kann man unabhängig davon Alarme konfigurieren, die immer bei Über- oder Unterschreitung eines bestimmten Grenzwertes ausgelöst werden. Ein Beispiel wäre &#8220;Puls &gt; 200&#8243;.</p><p>Es funktioniert; das ist aber auch schon alles. Welche Trainingskurven man da sinnvollerweise eingibt, welche zeitlichen Abstände zu wählen sind, etc., ist nirgendwo beschrieben. Vielleicht kann man das auch nur unter professioneller Aufsicht eines Fitnesstrainers durchführen.</p><p>Schade eigentlich, jetzt gibt&#8217;s ne Funktion, und keiner weiß, wie sie zu benutzen ist&#8230;</p><h2>Navigation</h2><p>Die interessanteste und auch preistreibenste Funktion dieses Teils ist aber die Navigationsfunktion. Nehmen wir sie mal auf Herz und Nieren auseinander&#8230;</p><h3>Kartensicht</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8700.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1234 alignright" title="8700" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8700-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8681.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1235" title="8681" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8681-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Am einfachsten als Funktion realisiert ist praktisch die &#8220;Nur- Kartenansicht&#8221;. Auf der Navigationsseite findet die akutelle Position (fixiert unten in der Mitte) Platz, wie auch zwei beliebig konfigurierbare Datenfelder am oberen Rand.</p><p>Durch Tippen auf den Bildschirm blenden sich drei Buttons ein, Zoom Plus, Karte verschieben, Zoom Minus. Ziemlich selbsterklärend und funktionieren tun sie einwandfrei. Mit den OMTB-Karten geht Verschieben und Zoomen sehr schnell, bei der GARMIN Topo-Karte war&#8217;s etwas träger. Unten dazu mehr.</p><p>Nun, viel mehr ist in diesem Modus nicht möglich.</p><h3>Punkt-zu-Punkt-Navigation</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8891.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1240" title="Zielpunkteingabe: Optionsseite 1" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8891-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8895.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1241" title="Zielpunkteingabe: Optionsseite 2" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8895-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8898.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1242" title="Zielpunkteingabe: Optionsseite 3" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8898-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8900.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1243" title="Zielpunkteingabe: Optionsseite 4" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8900-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Die nächste Variante ist, dem EDGE800 einen Zielpunkt zu definieren, etwa per Adresse (Karte muß das unterstützen), Stecknadelsuche auf der Karte, vorher am PC eingegebenen Wegpunkt oder einem POI aus der Karte. Die OMTB-Map hat so ziemlich jeden Briefkasten in der Umgebung gespeichert. Anhand der Einstellungen berechnet das Gerät dann die [kürzeste, Luftlinien- oder schnellste] Strecke.</p><p>In der Praxis klappte das mit der OMTB-Karte recht gut, Straßennamen sind in der Karte gespeichert. Die Auswahl von Wegpunkten als Ziel hatte funktioniert, die berechnete Route allerdings war in beiden Fällen abenteuerlich. Mal über breite Bundesstraßen ohne Radweg, mal über Fußwege (bergauf 30% Steigung, Treppenstufen), obwohl der Radweg flach nebendran geführt hätte&#8230;</p><p>Alles kein Beinbruch, liegt wahrscheinlich an der Karte; nur als Navigationssystem für Radfahrer, als das es angepriesen wird, ist das so einfach schlecht. In unbekannten Gegenden kann ich mich auf das Gerät nicht verlassen.</p><h3>Route planen</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8946.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1238 alignleft" title="Streckeninformation: gesamte Strecke" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/8946-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Die einzige Variante, die meiner Meinung nach gut geht, ist das Planen der Route am PC. Dort sehe ich die gleiche Karte, die auch auf dem Gerät verfügbar sein wird und sehe die gleichen Wege. Per Klick (alle paar 100m oder kurz <em>nach</em> Wegkreuzungen) stelle ich mir dann die gewünschte Route in der Software MapSource zusammen. Dabei sehe ich schon die Wegqualität oder eventuelle Hindernisse und kann sie umschiffen.</p><p>Die fertige Route wird dann als Wegpunktliste auf den EDGE800 überspielt und ausgewählt (&#8220;Strecke&#8221;); er berechnet die Route anhand der eingespielten Karte selbst noch einmal neu. Auf OMTB planen und mit GARMIN Topo fahren ist also nicht.</p><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/9024.jpg" rel="lightbox[1218]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1239 alignleft" title="Streckeninformation: Höhenprofil" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/9024-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Für eine bereits auf dem Gerät berechnete Strecke ist auch das Höhenprofil verfügbar. Leider klappt das nicht für gerade erst überspielte Strecken, die wurden ja noch nicht berechnet. Oder das Gerät hat einen Softwarefehler. Ich habs mal unten auf die Wunschliste addiert&#8230; Ansonsten bietet das Profil vom Benutzer auswählbare Skalierung in X- und Y-Richtung; auch Verschieben ist natürlich möglich.</p><p>Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt das Gerät nach der Routenberechnung dann zum gleichen Ergebnis wie MapSource, wobei man Geduld haben muß. 30km von München nach Garching und ca. 50 Wegpunkte brauchen zum Berechnen knapp 5 Minuten auf der OMTB-Karte; das könnte auch schneller gehen.</p><p>Immerhin kann in diesem Modus auch die automatische Neuberechnung eingeschaltet werden; damit versucht das Gerät den Fahrer immer auf dem schnellsten Wege wieder zurück auf die Strecke zu führen. Auch das konnte ich in Wolfratshausen einmal ausprobieren an einer unverhofften sehr langen Baustelle. Hat wirklich gut funktioniert.</p><p>Auch erwähnenwert: Sofern man den Speichensensor montiert hat, kann man zum Abfahren einer Route das GPS deaktivieren. Der EDGE800 verläßt sich darauf, daß man auf der Route bleibt und nimmt die Entfernung und Geschwindigkeit eben von den Radumdrehungen.</p><h3>Pfad abfahren</h3><p>Erwähnt werden sollte noch die Möglichkeit, daß man auch einen einfach aufgezeichneten Track abfahren kann. Er muss dazu in eine Strecke umgewandelt werden, was das Gerät selbst erledigt. Danach kann diese ganz normal ausgewählt und abgefahren werden.</p><h3>Abbiegehinweise</h3><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Abbiegehinweis.png" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1244" title="Abbiegehinweis: Bild 1" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Abbiegehinweis-100x100.png" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Fussgaengerzone.png" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1245" title="Abbiegehinweis: Bild 2" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Fussgaengerzone-100x100.png" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Unterfuehrung.png" rel="lightbox[1218]"><img
class="alignright size-thumbnail wp-image-1246" title="Abbiegehinweis: Bild 3" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Unterfuehrung-100x100.png" alt="" width="100" height="100" /></a>Eine kurze Beschreibung zu den Abbiegeanweisungen soll auch nicht fehlen. Ist eine Strecke ausgewählt, so kann man optional die Abbiegehinweise einschalten. Das Gerät verhält sich dann wie folgt:</p><ul><li>35 Sekunden (sic, in der Theorie also der Geschwindigkeit angepaßt) vor einem Abbiege-Ereignis piept er kurz und blendet ein, wie lange es noch zum Ereignispunkt dauert und welche Distanz dahin zu überwinden ist.</li><li>10 Sekunden vor dem Ereignis wird die Karte fix zentriert über der Kreuzung mit einer hohen Zoomstufe eingeblendet (egal auf welche Seite es gerade eingestellt ist) und die Position des Bikes in Form des Pfeils auf dem jeweiligen Weg nachgeführt. Ein dicker weißer Pfeil markiert den Weg, den man fahren soll.</li></ul><p>Positiv hervorzuheben ist, dass der weiße Hinweispfeil nicht nur stupide geradeaus zeigen kann, bei engen Kurven oder Streckenführungen zeigt er auch mal entlang 100m verschlungenen Weg. Das ist sehr gut gelöst; denn bei übersichtlichen Kreuzungen ist&#8217;s meist nur ein kurzer gewinkelter Pfeil. Reicht auch locker aus so. Ich hab leider selbst keine brauchbaren Screenshots davon, hoffe, der unbekannte Urheber der obigen drei gestattet mir die Verwendung.</p><p>Nun ja, es hat aber auch so seine Eigenheiten:</p><ul><li>Die 10-Sekunden-Warnung und das Umschalten auf die Kreuzung kommen verdammt knapp. Vor allem bei 30km/h und drüber ist das nicht mehr viel Zeit, nach der Einmündung oder Abbiegung zu schauen.</li><li>Man ist sehr versucht, den Weg des Rades auf dem Abbiegehinweis am Bildschirm zu verfolgen. Zum einen aber aktualisiert auch diese Ansicht mit ca. einer Sekunde Verzögerung, zum anderen guckt man nicht mehr auf die Straße. Aufpassen!</li><li>Liegen zwei Abbiegungen dicht hintereinander, kommt es reproduzierbar vor, dass der zweite Abbiegehinweis entweder gar nicht oder viel zu spät kommt. Ich mußte schon öfter mal wieder umdrehen, weil das Gerät das verpennt hatte&#8230;</li><li>Und zu guter Letzt: Beim ersten Testen durch den Wald (Strecke nach Königsdorf) kamen auf dem schnurgeraden Max-Josef-Geräumt für jeden seitlich abgehenden Trampelpfad Geradeaus-Fahren Hinweise. Sprichwörtlich im Sekundentakt. Der Weg hat auf der Karte durchgängig den gleichen Typ, das kann&#8217;s also nicht sein. Auch bestand die 8km-Strecke in diesem Abschnitt aus genau zwei Klick/Wegpunkten: Anfang in Fürstenried West, Ende auf der Landstraße nach Leutstetten.</li></ul><h3>Zwischenfazit</h3><p>Die Navigationsfunktion verdient ein Zwischenfazit. Ich stehe dem Funktionsblock durchaus mit gemischten Gefühlen gegenüber. Zum einen ist es nicht schlecht, es tut schon einigermaßen was es soll und führt den Radler dahin, wo er hin möchte. Die Oberfläche ist intuitiv gestaltet und sollte keine Schwierigkeiten bereiten in der Bedienung.</p><p>Zum anderen aber sind es einfach die Kleinigkeiten, oben beschrieben, die einen fragen lassen: &#8220;Muß das denn sein?&#8221; Warum muß denn GARMIN, die den EDGE800 durchaus im Hochpreissegment ansiedeln, eine solche Bananenware ausliefern? Zum Gesamtkonzept Fahrradnavigation gehört einfach ein System, das ähnlich einfach bedienbar wie ein Fahrzeug-Navi ist, und das vergleichbare Ergebnisse liefert.</p><p>Mich als MTBler interessieren keine Landstraßen, stattdessen wüßte ich gerne Steigungs- und Höhenprofil im Vorhinein und würde beides gerne beim Navigieren eintippen können. Auch die Wegqualität ist in der OSM inzwischen erfaßt, warum steht mir das denn nicht im EDGE800 zur Verfügung (&#8220;Heute nur Schotterpiste&#8221;)?</p><p>Sowas ist einfach schade, gerade weil es doch kein großer Aufwand mehr wäre. Anstatt ihre eigene Topo-Karte zu pushen, hätten sie den Aufwand lieber in einen gescheiten OSM/OMTB-Import-Filter gesteckt. Aufhalten läßt&#8217;s sich sowieso nicht mehr, und Pluspunkte vom Käufer hätt&#8217;s obendrein gegeben.</p><p>Wage Hoffnung habe ich noch, nachdem das alles nur eine Softwaregeschichte ist. Vielleicht brechen sie ja mit ihrer Tradition und rüsten das noch nach&#8230;</p><h2>Onlinesystem GARMIN Connect</h2><p>Nun gut, weiter mit etwas positivem, und das ist die Online-Ergänzung, <a
href="http://connect.garmin.com/" target="_blank">GARMIN connect</a>. Es ist einfach eine Internetseite, auf die man die Aufzeichnungen seines Gerätes hochladen kann und die die Daten danach schön visualisiert mit Graphen, Landkarte und Statistiken.</p><p>Verbunden wird der EDGE800 dazu mit dem Rechner; es werden danach zwei Laufwerke eingehängt. Eines für den Flash-Speicher des Basisgeräts, eines für die eingelegte Speicherkarte. Mit einem beliebigen Dateibrowser kann man nun nach Herzenslust Dateien mit dem Gerät austauschen.</p><p>GARMIN hat zum einfachen Hochladen ein Browserplugin geschrieben für Windows MAC-OS und Linux, das sich mit dem Gerät verbindet und die neuesten Aktivitäten automatisch hochladen kann, sofern sich diese im internen Speicher befinden. In der Praxis funktioniert das super, auf einer meiner Maschinen allerdings bleibt das Plugin in jedem Browser hängen, auf einer anderen geht&#8217;s einwandfrei. Keine Ahnung, warum.</p><p>Am besten guckt ihr euch das selbst an, hier einmal ein <a
href="http://connect.garmin.com/activity/86487253" target="_blank">Link</a> zu einer kleinen Tour.</p><p>Connect bringt gleichzeitig rudimentäre Statistiken mit; es gibt einen Kalender, in dem man Tages- Wochen. und Monatsübersichten für seine Leistungen einsehen kann.</p><p>Nur zwei Winzigkeiten hätte ich hier auszusetzen:</p><ul><li>Es werden auf der BING-Map (warum übrigens nicht Google Maps? Zahlt Microsoft etwa für die Verwendung?) nicht alle aufgezeichneten Punkte dargestellt. Besonders um enge Kurven herum fällt das in höheren Zoomstufen auf.</li><li>Temperaturwerte kann der EDGE800 in 10-tel °C darstellen und vermutlich auch aufzeichnen. Warum kommen in die Onlinestatistik und den von dort exportierten GPX-Track nur ganze °C rein?</li></ul><p>Könnte man noch verbessern, wie gesagt.</p><h2>Karten</h2><p>Karten, Karten, Karten&#8230;. Nein, keine Eintrittskarten, sondern <em>Land</em>karten. Jedes Navigationssystem kann nur so gut navigieren, wie es seine Datenbasis erlaubt. Dem zugrundeliegenden Kartenmaterial muß deswegen besonderes Augenmerk gewidmet werden.</p><p>Im Prinzip hat der freudige Käufer zwei Optionen:</p><ul><li>Kartenkrempel basierend auf Openstreetmap benutzen, oder</li><li>In den sauren Apfel beißen und die offiziellen Topo-Karten von GARMIN kaufen</li></ul><p>Beides sind interessante Vorstellungen mit jeweils besonderen Vor- und Nachteilen, schauen wir uns das näher an.</p><h3>Open Mountainbike Map (OMTB)</h3><p>Nun, <a
href="http://www.openstreetmap.de/" target="_blank">Openstreetmap</a>, das freie und offene (im Sinne von kostenlos) Kartographieprojekt für den Planeten Erde, bietet eine von Benutzern mit GPS oder viel Abzeichentalent erstellte und vektorbasierte Repräsentation unseres Straßen- und Wegenetzes. Aber nicht nur das, auch sogenannte Point-of-Interests (und sei&#8217;s der Briefkasten um die Ecke) oder Häuserkonturen werden gespeichert. Die Datenqualität ist deswegen durchwachsen. Wenn ein Weg noch nicht abgelaufen wurde mit GPS, dann ist er auch nicht in der Karte enthalten und steht in der weiteren Nahrungskette nicht zur Verfügung.</p><p>Deswegen langer Rede kurzer Sinn: Über Deutschland oder andere Länder kann ich nichts sagen; einige meinen, die Qualität sei zum Kotzen, andere sind hochzufrieden.</p><p>Ich schließe mich der letzten Fraktion an; denn nachdem mich mein EDGE800 exakt bei einer mobilen Behelfsampel über die Straße navigiert hat, weil da der Radweg eingezeichnet war (Baustelle am Luise-Kisselbach-Platz in München), bin ich einfach überzeugt.</p><p>Natürlich eignet sich die Openstreetmap nicht direkt für den EDGE800, es ist einfach zu viel Information enthalten. Für Biker gibt es deswegen ein separates Projekt, dass die Kartendaten noch einmal aufarbeitet und filtert, es heißt treffend &#8220;OpenMTBmap&#8221; und findet sich <a
href="http://openmtbmap.org/" target="_blank">hier</a>. Es werden darin z.B. Trails als Mautstraßen gekennzeichnet, damit man dem EDGE800 beim Routen mit der Einstellung &#8220;Mautstraßen vermeiden&#8221; mitteilen kann: Ich weich-eiere heute&#8230; Ist ein Trail nur abwärts befahrbar, richtig, ist&#8217;s in der Karte eine Einbahnstraße.</p><p>Für Windows und die Software <a
href="http://www8.garmin.com/support/download_details.jsp?id=209" target="_blank">MapSource</a>, die zum Übertragen der Karten auf den EDGE800 dient, existieren für <a
href="http://openmtbmap.org/download/#europe" target="_blank">alle Herren Länder</a> kostenfreie MTB-vorbereitete Karten, die einfach als EXE-Datei heruntergeladen werden können. Einmal so installiert, stehen sie in MapSource als Kartengrundlage zum Tourenplanen und Übertragen auf den EDGE800 bereit. Die Karten in der EXE-Datei werden übrigens einmal pro Woche aktualisiert.</p><p>Daß der Spaß kostenlos ist, hab ich schon erwähnt, daher mein Fazit: Sehr geil!</p><h3>GARMIN &#8211; Offizielle Topokarte (Deutschland)</h3><p>Ich durfte mir für ein Wochenende von einem Bekannten die offizielle Garmin Deutschland Topo-Map ausleihen und sie nach Lust und Laune ausprobieren. Ganz ehrlich: Zumindest im Großraum München ist dieses Produkt meiner persönlichen Meinung nach keinen Pfifferling wert.</p><p>Kleine Wege fehlen vollkommen; es wird nicht nach Radwegen, Wanderwegen und Schotterpiste unterschieden und obendrein lädt sie in den größeren Zoomstufen (=geringerer Maßstab) noch im Sekundenbereich. Und das, obwohl dem Anschein nach weniger Details als in der OMTB-Karte drin sind.</p><h1>Fehlfunktionen</h1><p>Und paar Dinge, die im Betrieb einfach auffallen:</p><ul><li><strong>Kalibrieren des Höhenmessers:</strong> Es ist nicht klar, ab wieviel GPS-Empfang der Höhenmesser kalibriert wird anhand des GPS und ob das während der Tour auch geschieht. Die Höhenkorrekturfunktion auf GARMIN Connect, die reale Daten des Vermessungsamtes über die gefahrene Strecke legt, findet regelmäßig 10% Abweichung zu meinen Ungunsten. Sprich: Ich bin laut EDGE800 weniger Höhenmeter gefahren als laut Vermessungsamt.</li><li><strong>Herzgurt:</strong> Spinnt manchmal völlig, hey, ich hab mal 250 bpm hinbekommen&#8230; Tritt nur sporadisch auf und ist nicht reproduzierbar.</li><li><strong>Abbiegehinweise:</strong> Die kommen nach nicht nachvollziehbaren Kriterien. Auf dem breiten Max-Josef-Geräumt etwa kommt ein geradeaus-Hinweis für jeden Trampelpfad, auf dem Land auf Landstraßen hingegen, wo man&#8217;s brauchen könnte, kommt nichts. Kann aber an der Karte liegen, das weiß ich nicht.</li><li><strong>USB-Verbindung:</strong> Die scheint mal völlig im Eimer zu sein. Auf einem Win7-Rechner tut&#8217;s einwandfrei, auf einem zweiten bleiben Browser-Plugin und Kartensoftware reproduzierbar hängen, obwohl ich ohne Probleme auf die Speicherkarte und den internen Speicher zugreifen kann.</li><li><strong>Ladeanzeige USB:</strong> Die springt manchmal willkürlich, auch wenn das Gerät 100% anzeigt, heißt das noch lange nicht, dass es auch voll ist. Abstecken und wieder hinstecken bringt Klarheit.</li><li><strong>Akkulaufzeit:</strong> Sorry, mit Beleuchtung auf halb ist das Ding nach 6 Stunden leer. Wie man auf 15 Stunden kommen soll, kann ich nicht nachvollziehen.</li><li><strong>Plastikabdeckung unten:</strong> Die Abdeckungen von USB-Steckdose und SD-Slot schlabbern ein wenig herum. Es ist jedes mal nach dem Rechner anstecken ein Gefummel, die Teile wieder draufzubekommen. Macht euch keinen Kopf liebe GARMINs, mit sowas hab ich persönlich als Produktdesigner auch schon kämpfen müssen (und hatte auch keine brauchbarere Lösung damals).</li><li><strong><span
style="color: #ff0000;">[UPDATE#26.05.11]</span> Speichenmagnet:</strong> Vor einigen Tagen bin ich das erste mal bei Regenwetter gefahren mit dem Teil. Kaum waren die Speichen naß, ist der mitgelieferte Magnet auch schon rotiert wie ein Wies&#8217;n-Karussell. Was zu Folge hatte, dass regelmäßig genau die Hälfte der wahren Geschwindigkeit angezeigt wurde. Sieht man schön auf dem Tracklog, <a
href="http://connect.garmin.com/activity/87930572" target="_blank">hier</a> im letzten Abschnitt; ich hab ihn dann ausgeschaltet&#8230;</li></ul><h1>Wünschenswerte Features</h1><p>Ein paar kleine Wermutstropfen bleiben dann doch hängen. Laut Forenbeiträgen ist der Support von GARMIN unter aller Kanone, ich habe deswegen keine Hoffnung, dass noch wesentliche Features hinzukommen, aber hey, wenn sich ein SW-Ingenieur von GARMIN mal auf meine kleine Seite verirrt, vielleicht kommt er ja dazu:</p><ul><li><strong>Automatische Radauswahl:</strong> Warum kann der EDGE800 nicht automatisch anhand des gekoppelten Speichensensors das jeweils verwendete Rad bei Beginn der Fahrt oder dem Starten der Stoppuhr einstellen? Ich muss jedesmal manuell umschalten, und wenn ich&#8217;s vergesse, wird die Leistung nicht richtig verbucht.</li><li><strong>Navigation mit Einschränkung der Wegqualität:</strong> In der OMTB-Karte sind Treppenstufen als solche (&#8220;footpath&#8221;) gekennzeichnet. Warum kann ich sie beim Navigieren nicht weglassen?</li><li><strong>Kalibrieren des Höhenmessers:</strong> anhand der Topo-Information auf der Karte, wenn GPS-Position bekannt ist. Bitte, Danke.</li><li><strong>Navigation mit Einschränkung der Steigung:</strong> Jetzt haben wir doch ein Haufen Topo-Material im Gerät, lasst uns den Navigationspfad doch anhand der Steigung bergauf oder bergab als Kriterium mit aufnehmen.</li><li><strong>Sortieren der Funktionenliste nach Häufigkeit der Verwendung:</strong> Die Auswahl des Inhaltes von Datenfeldern ist konfus. Bitte &#8220;Geschwindigkeit&#8221; mal ganz nach oben, und nicht &#8220;System&#8221; oder &#8220;Leistung&#8221;, wenn sowieso keine Wattkurbel eingebaut ist.</li><li><strong>Höhenprofil-Seite: </strong>Bitte skaliert das Profil nicht fest auf z.B. 5km Distanz, sondern bietet auch eine Option, die gesamte Tour/Runde auf der X-Achse darzustellen. Auch wäre eine Skalierung in Y-Richtung, die jeweils das Tour-Minimum/Maximum beinhaltet am unteren respektive oberen Rand ein Traum.</li><li><strong>Höhenprofil für Strecken:</strong> Bei manchen Strecken habe ich ein Höheprofil (grüner Button), bei anderen kommt nix. Insbesondere bei aus dem Internet geladenen Strecken etwas sonderbar.</li><li><strong>Trendpfeil Geschwindigkeit:</strong> Sehr gut gefällt mir auch bei den BC* Geräten, dass die einen kleinen Nach-Oben- oder Nach-Unten-Pfeil einblenden, je nachdem, ob man gerade mit der Geschwindigkeit über oder unter dem Durchschnitt der Tour liegt. Ist ein kleines Motiviererli.</li></ul><h1>Fazit</h1><p>Alles in allem bin ich zufrieden; das Gerät erfüllt bis auf das Display und die Akkulaufzeit genau die beworbenen und angepriesenen Funktionen sehr gut. Die gute und eye-candy-artige Aufbereitung online im Netz mit allen wichtigen Exportmöglichkeiten (Facebook, GPX) stellt eine sinnvolle und sauber umgesetzte Ergänzung zum Gesamtprodukt dar.</p><p>Der EDGE800 zeigt damit als Produkt und Konzept schon schön auf, wohin die Reise gehen wird in den nächsten Jahren, und wenn die obigen Fehlfunktionen noch ausgemerzt werden, wird der Radler auch viele begeisterte Jahre damit verbringen können.</p><p>Ob man&#8217;s insgesamt braucht, weiß ich nicht. Vermutlich täte ein Handy mit GPS-Logging-Software und eine Pulsuhr genauso gut seinen Dienst und andere Visualisierungen als GARMIN Connect sind sicher auch brauchbar. Die Navigationsfunktion bräuchte noch etwas Überarbeitung und sollte mehr auf die Bedürfnisse von Radlern abgestimmt werden. So jedenfalls ist sie für MTBler nur bedingt nützlich. Es ist eben noch nicht mehr als ein Stück Luxus, das das tägliche Radeln ein bißchen versüßt.</p><p>Hätte ich die Wahl, ihm mir nochmal zu kaufen, würde ich es vermutlich nicht mehr tun. Soviel Geld ist er mir einfach nicht wert.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/05/garmin-edge-800/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>SmokinPro != Smokin&#8217; Hot&#8230; (Update)</title><link>http://www.mcseven.me/2011/05/smokinpro-smokin-hot/</link> <comments>http://www.mcseven.me/2011/05/smokinpro-smokin-hot/#comments</comments> <pubDate>Sun, 15 May 2011 08:11:44 +0000</pubDate> <dc:creator>McSeven</dc:creator> <category><![CDATA[Testberichte]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.mcseven.me/?p=1199</guid> <description><![CDATA[Ein kleiner Testbericht mit Fotos für den sogenannten Smoker "SmokinPro", gekauft bei ebay, vertrieben durch die Firma BBQ-Scout / Orca in Lage.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h1>Vorwort</h1><p>Mah, Frühling steht ins Haus, und das schöne Wetter lockt die meisten von uns raus ins Grüne. Gemütliches geselliges Beisammensein, Grillpartys im Garten, was könnte entspannender sein. Jeder weiß, eine ordentliche Grillparty macht am meisten Spaß, wenn geeignetes Material vorhanden ist.</p><p>In unserem Falle stellt es sich so dar, daß ein bei Obi gekauftes Säulengrill-Teil dieses Jahr endlich auseinandergefallen ist, nach nur 10 Monaten Lebensdauer, was soll&#8217;s, der Gute hatte nur 30 EUR gekostet und dufte während seines kurzen Daseins viele gute Dinge auf seinem Rost in brutzelnde Köstlichkeiten verwandeln. In allen Ehren wurde er dann auf einem örtlichen Schrottplatz beigesetzt&#8230;</p><p>Alles nützte nichts, ein würdiger Ersatz mußte her. Von amerikanischen Freunden empfohlen wurde mir eine besondere Art des Grillgerätes, ein sogenannter Smoker. Ist im wesentlichen eine aufklappbare Tonne, an der seitlich eine kleinere aufklappbare Tonne montiert ist. Beide sind miteinander verbunden, und befeuert wird nur die kleine. Damit gelangt in der Theorie nur heiße Luft -von Kohlen erzeugt, nicht von Frau Merkel- an das Grillgut, das so angeblich schön saftig bleibt.</p><p>Kurz in der Elektro-Bucht gesucht wurde ich auch schon fündig und war bald stolzer Besitzer des Produktes &#8220;SmokinPro&#8221; mit SideFire-Box, über den im Folgenden etwas ausführlicher berichtet werden wird.</p><p>Gekauft wurde der Grill wie gesagt über eBay bei der Firma <a
href="http://www.orca-tec.de/" target="_blank">Orca</a> (derzeitiger eBay-Name: <a
href="http://myworld.ebay.de/fiffiger/" target="_blank">fiffiger</a>), offenbar eine Tochter der Firma <a
href="http://www.bbq-scout.de/" target="_blank">BBQ-Scout</a>, zumindest ist die Post-Adresse gleich und das Impressum von ORCA gibt den Hinweis.</p><h1>Brave New World&#8230;</h1><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Download.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1200" title="SmokinPro" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/Download-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Nun ja, auf den ersten Blick ist das einfach ein Männergerät. Stämmige 60 metrische kg bringt der Blechhaufen auf die Wage; der arme DHL-Mann hat sich leidlich geplagt, das Teil aus seinem Laster zu hieven.</p><p>Auspacken und Montage gestalteten sich einfach. Das meiste war zu schrauben, eine bebilderte Anleitung, sogar recht passabel auf Deutsch (nicht daß das nötig wäre) übersetzt, tat ein übriges. Das Material ist ca. 2mm starkes Blech, kurz mit der Schublehre nachgemessen ergab auch einigermaßen diese Dicke an verschiedenen Stellen. Oben in der Haube gibt&#8217;s tatsächlich ein Thermometer, das die Lufttemperatur in der großen Tonne anzeigt.</p><p>Nach ca. einer Stunde Aufbauzeit stand er auch schon bereit, in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit: alles in allem macht das Gerät einen etwas wackeligen Eindruck auf seinem dünnen Gestell, aber wenigstens klappert nichts.</p><h1>Teaching Deltas to hate Nature&#8230;</h1><p>Weil am Liefertag noch saugutes Wetter, grad eine Ladung Fleisch zur Hand und ein Spezl anwesend war, beschlossen wir, das Teil gleich mal einzuweihen und den Smoker-Indirekt-Modus auszuprobieren.</p><p>Laut Anleitung ist dazu zunächst die kleine Box einzuheizen. Sobald das Thermometer 150°C anzeigt, könne man die Schnitzelchen in der kleinen Box scharf anbraten und sie dann in die große übersetzen, in der sie dann langsam, stetig und schonend lecker werden. Gelesen &#8211; Getan.</p><h2>The Reservation&#8230;</h2><p>Kohlen in den kleinen Pott gefüllt, ein bißchen <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=GiQD1vlkOAA" target="_blank">Wuff-Lotion</a> drüber, und keine Minute später glimmerten die ersten Briketts gemütlich vor sich hin. Nach ca. 20 Minuten schienen die meisten Gluter mit der grauen guten Ascheschicht überzogen zu sein und der Spaß konnte beginnen.</p><p>Leckeres Schwein scharf angebraten, und ab damit in die große (Grill-)Tonne, die zu der Zeit laut Thermometer 80°C hatte. Naja, vielleicht war das ja so gewollt. Dann sollte die Luftzufuhr zur Firebox abgedreht werden, damit die Kohlen in Ruhe brennen können und die Hitze nicht zu groß würde, roger that! Extra für die Gelegenheit hatte ich noch Räucherchips besorgt, sie sollten den rauchfreien Kohlen etwas Geschmack verleihen.</p><p>Wir ließen die Schnitzel für ca 1 Stunde drinnen, ein paar links auf dem Rost, ein paar rechts in der Nähe der Heißluftzufuhr von unten und harrten der Dinge die kommen würden. Radler kann ein ungemein süffiges und unterhaltsames Getränk sein, wenn in Maß(ss)en -whoops!- konsumiert.</p><h2>&#8230;But no Roses today, quite as expected.</h2><p>Nun, nach einer Stunde war die Überraschung groß, leckere duftende Fleischis und Halloumi hätten wir erwartet. Doch weit gefehlt:</p><ul><li>Die Würste und Schnitzel auf der rechten Seite in der Nähe waren schwarz und verschrumpelt. Offenbar ist der Abluftstrom aus dem kleinen Seitenteil doch zu stark und trocknet das Grillgut auf der Seite einfach aus. Muss man wissen, und beim nächsten mal die Grillzeit deutlich verkürzen.</li><li>Die Teile auf der anderen Seite dagegen war roh. Genauso wie wir sie reingesteckt hatten. Vermutlich steigt die heiße Luft gleich an die Decke, kühlt dort ab und erhitzt die große Tonne nur marginal. Die linke Seite ist damit zum Smoken unbrauchbar.</li></ul><p>Außerdem ist das ganze Grillutensil zu allem Überfluß noch schwarz angestrichen mit nicht ganz so feuerfester Farbe. Gleich dazu mehr. Daß damit der Wärmewiderstand sinkt, dürfte spätestens seit Erfindung des Kühlkörpers bekannt sein.</p><p>Nach Lektüre einiger Grillforen im Internet gelangte ich zu der Überzeugung, dass das &#8220;Smoken&#8221; allein mit Kohle und Beigabe von Räucherchips trotz gegenteiliger Beschreibung in der mitgelieferten Anleitung tatsächlich nicht möglich ist. In besagten Foren empfahl man Holzfeuer dafür, die zum einen heißer brennen und bei denen zum anderen der Rauch gleich mitgeliefert wird.</p><p>Ob das tatsächlich dann besser geht, steht noch als Experimentserie aus.</p><h2>Johns  Love for Lenina &#8211; Unanswered!</h2><p><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0233.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1205" title="SmokinPro: Fehlerbild #1" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0233-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a> <a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0234.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1206" title="SmokinPro: Fehlerbild #2" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0234-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0236.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1208" title="SmokinPro: Fehlerbild #3" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0236-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0237.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1209" title="SmokinPro: Fehlerbild #4" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0237-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0238.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="alignleft size-thumbnail wp-image-1210" title="SmokinPro: Fehlerbild #5" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0238-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a><a
href="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0239.jpg" rel="lightbox[1199]"><img
class="size-thumbnail wp-image-1211 alignnone" title="SmokinPro: Fehlerbild #6" src="http://www.mcseven.me/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0239-100x100.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a></p><p>Die größte Überraschung sollte mich aber am nächsten Morgen erwarten: Die nicht ganz so feuerfeste Farbe der Seitenbox war oben großflächig unter Blasenwurf abgeplatzt. Und nicht genug, die nun exponierten Stellen hatten sprichwörtlich über Nacht bereits Rost angesetzt. Auch an den Scharnieren der kleinen Box befand sich bereits Rost, und es hatte noch nicht einmal geregnet in der Nacht.</p><p>Obendrein aber hatten auch die Grillroste, die sich innen in der Box befanden, ihrem Namen alle Ehre gemacht, komischerweise nur die beiden kleinen in der Seitenbox. Die großen Roste waren super in Ordnung.</p><p>Die Fotos davon könnt ihr oben sehen.</p><h1>Back to The World State</h1><p>Nun, jeder kann einmal Pech haben und ein Montagsexemplar erwischen; und wär&#8217;s ein 30-EUR Heimwerkermarkt-Produkt hätte ich vermutlich mit den Schultern gezuckt und mich auf nächstes Jahr gefreut. Nachdem das Teil aber knapp das 10-fache dieses Betrages gekostet hat und dementsprechend auch lange halten sollte, war es an der Zeit, den Händler zu kontaktieren und ihm die Mängel des Produktes (Funktionsunfähigkeit, Farbe) anzuzeigen.</p><p>Nach kurzem eMail-Schriftverkehr mit einem Herrn Knörrich der Firma BBQ-Scout und Einsendung obiger Fotos erreicht mich folgende, ob des bezahlten doch hohen Kaufpreises meiner Meinung nach an Unverschämtheit kaum zu überbietende Antwort (Zeilenumbrüche entfernt):</p><blockquote><p>Sehr geehrter Herr Söllner,</p><p>Erst einmal vielen Dank für die Übersendung der Bilder. Wir haben die Bilder begutachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Ihre Reklamation nicht in den Bereich der Gewährleistung fällt. Ich werde Ihnen unseren Entschluss im Weiteren erklären.</p><p>Der Char-Griller SmokinPro ist für das indirekte Grillen und Smoken ausgelegt. Beim BBQ wird mit ca. 170°C das Fleisch langsam neben der Glut gegart. Eine zu hohe Temperatur kann die Beschichtung des Grill beschädigen und zu Farbabplatzungen führen. Diese Stellen sind ungeschützt und benötigen eine Pflege wie im Benutzerhandbuch beschrieben..</p><p>Die Farbabplatzungen können aber durch die im Benutzerhandbuch angegebenen Pflegehinweise leicht repariert werden. Man reinigt die betroffene Stelle und ölt die Stelle anschließend dünn mit eine Pflanzenöl ein. Dadurch wird die Stelle vor Rost geschützt und durch mehrfaches wiederholen auch wieder schwarz.</p><p>Hier auch die Auszüge aus der Bedienungsanleitung:</p><p>Seite 7<br
/> ÜBERSCHREITEN SIE NIE 200° C (400° F), WEIL DAS DIE BESCHICHTUNG BESCHÄDIGEN KÖNNTE UND ZU ROST FÜHREN KANN. FÜR DIE AUSSENFARBE GIBT ES KEINE GARANTIE, DIESE MUSS VON ZEIT ZU ZEIT ERNEUERT WERDEN . DIESES GERÄT IST NICHT GEGEN ROST GESCHÜTZT.</p><p>Seite 7-8<br
/> Wenn sie den Grill zu hoher Hitze (über 200°C) aussetzen, kann dies Rost begünstigen. Lassen Sie alte Asche nicht länger in der Aschepfanne, da die Asche Feuchtigkeit zieht und damit zu Rost führen kann. Dieser Grill ist aus Stahl und Gusseisen gefertigt, daher ist es BESONDERS wichtig ihn angemessen zu pflegen da er andernfalls ROSTEN kann.</p><p>Hinweis: Es kann vorkommen, dass etwas Farbe von der Oberfläche der SideFireBox verloren geht, insbesondere bei großer Hitzeentwicklung bei starker bzw. übermäßiger Befeuerung.</p><p>Seite 8<br
/> Nach dem Gebrauch sollten sie die Innengittern und Roste leicht mit Pflanzenöl bestreichen solange diese noch warm sind um einem Verrosten vorzubeugen. Auf der Grill-Außenseite sollte jeglicher Rost gleich mit einer Metallbürste entfernt werden und anschließend  mit hitzebeständiger Farbe (verfügbar in den meisten Baumärkten) nachgestrichen werden.</p><p>In den Garantiebestimmungen wird auch nochmals darauf hingewiesen, dass auf die Aussenbeschichtung keine Garantie gewährt wird.</p><p>Seite 16</p><p>Ausschluß Bei unsachgemäßer Behandlung der Char-Griller Produkte wird die Garantie ausgeschlossen. In diesem Fall trägt der Kunde die Kosten für das Ersatzteil. Die Oberflächenbeschichtung (Farbe/Lack) der Char-Griller Barbeque-Grills und der Feuerbox sind von dieser Garantie grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Garantie gegen Durchrostung wird ebenfalls nicht gewährt.</p><p>[... (Downloadlinks Benutzerhandbuch /Anm. CS)]</p><p>Aus diesen Gründen müssen wir ein Garantie im Rahmen der Gewährleistung ablehnen, da keine Produktionsfehler vorliegen.</p><p>Wir stehen Ihnen selbstverständlich für weiter Ratschläge zur Pflege und Nutzung der Char-Griller Produkte zur Verfügung. Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.</p><p>Mit freundlichem Gruß<br
/> Christoph Knörrich</p></blockquote><p>Herr Knörrich stützt sich alleine auf unsachgemäßen Gebrauch des Gegenstandes bei seiner Antwort und unterstellt mir damit indirekt noch Vorsatz. Mehrfach habe ich ihm angezeigt, dass das nicht der Fall war, und dass der Mangel bereits nach erstem Gebrauch auftrat. Auf die Anzeige, dass das Gerät auch seine Funktion nicht erfüllt, ist Herr Knörrich gar nicht erst eingegangen. Mein Vorschlag auf Minderung des Kaufpreises wurde nicht akzeptiert, gut, dass es den eBay Käuferschutz sowie das Bewertungssystem gibt.</p><p>Zum Glück hat der Kunde laut BGB einen Anspruch auf ein mangelfreies Produkt, anderslautende Bestimmungen in den AGB sind ungültig. Auch wenn Herr Knörrich nicht müde wird, den Ausschluß der Garantie mehrfach zu wiederholen, macht das die Sache doch nicht wahrer.</p><p>Natürlich hätte das Thema jetzt beendet sein können, aber Ruhe hat es mir keine gelassen. Nach dem Produkt habe ich einmal im Internet gesucht und stieß per Zufall auf <a
href="http://www.bbq-laden.de/Barbecue-Smoker/Char-Griller%C3%82%C2%AE/Char-Griller%AE-SmokinPro::1.html" target="_blank">diese Seite</a>, und besser noch, auf das folgende Zitat (15-05-2011):</p><blockquote><p>Liebe Smoker-Freunde, wenn Ihr ganz leise lauscht, hört Ihr einen kleinen Trauermarsch.</p><p>Die BBQ-Scout hat im Januar 2011 die Zusammenarbeit mit Char-Griller USA mit sofortiger Wirkung beendet.</p><p>Es war leider nicht möglich, erhebliche Differenzen beim Qualitätsanspruch zu überbrücken.Diese Entscheidung ist nicht leicht gefallen, aber die Zufriedenheit unserer Partner und Kunden hat weiterhin höchste Priorität für uns. Wir werden keine neue Ware mehr beziehen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Euch daher ab sofort nicht mehr mit Char-Griller Produkten beliefern können.</p></blockquote><p>Zur Sicherheit habe ich einmal einen Screenshot der Seite angefertigt, wer weiß, wie lange die noch online ist. Offenbar sind bereits seit längerem gravierende Qualitätsmängel bekannt und dennoch vertrieb die Firma Orca die Produkte munter weiter.</p><p>Kommenden Montag möchte ich der Firma BBQ Scout noch eine letzte Chance einräumen, geschieht nichts, geht es weiter mit rechtlichen Schritten.</p><h1>Update (18-05-2011)</h1><p>Nach erneutem Schriftverkehr in dieser Woche bot mir heute die Firma BBQ-Scout, nun mit Herrn Schröder als Kontaktperson, folgende zwei Optionen an und erklärte auch kurz, wie es zu oben angegebener Aufkündigung der Zusammenarbeit gekommen ist. Danke dafür, diese Transparenz halte ich für angebracht und sehr gut.</p><h2>Angebote der Firma BBQ-Scout</h2><p>Hier ein Auszug aus der Mail von Herrn Schröder:</p><blockquote><p>[...]</p><ol><li>Wir senden Ihnen die besagten neuen Gussrosten für die SFB, ein Paar hochwertige Grillhandschuhe auf Garantie zu und erstatten Ihnen dazu noch 10 % des Kaufpreises auf Kulanz.</li><li>Wir machen den Kaufvertrag rückgängig indem Sie den Grill demontieren und wir lassen Ihn dann von unserer Spedition abholen und erstatten Ihnen den kompletten Kaufbetrag.</li></ol><p>[...]</p></blockquote><p>Nachdem der Schaden nun wirklich kein Weltuntergang ist und sich sicher beheben läßt, halte ich beide Angebote für sehr fair und korrekt. Lobend erwähnen möchte ich ausdrücklich die Betreuung durch Herrn Schröder, der sich wirklich alle Mühe mit mir gegeben hat und sich in seinen Mails stets korrekt und höflich verhielt.</p><h2>Stellungnahme zur Presseerklärung von oben</h2><p>Hier ein Link zur <a
href="http://www.bbq-scout.de/html/presse-information_char-grille.html" target="_blank">Stellungname</a> und der Text, wie er heute auf der Webseite zu finden ist:</p><blockquote><p><strong>Presse-Information</strong></p><p>BBQ-Scout nimmt US-Marke Char-Griller aus dem Programm<br
/> Unüberbrückbare Differenzen bei der Produktqualität</p><p>Ab sofort hat die BBQ-Scout GmbH die BBQ-Grills und Smoker der US-Marke Char-Griller nicht mehr im Programm. Die Barbecue- und Outdoor-Cooking-Spezialisten aus Lage haben die langjährige Vertriebspartnerschaft mit dem amerikanischen Unternehmen A&amp;J Manufacturing schon im Januar wegen unüberbrückbarer Differenzen bei der Produktqualität beendet. In der Saison 2011 werden deshalb nur noch Restbestände aus dem Vorjahr abverkauft.</p><p>Fünf Jahre lang hatte BBQ-Scout die amerikanischen Grills in Deutschland und anderen europäischen Ländern erfolgreich vermarktet. Im Dezember 2010 waren jedoch bei der Stichprobenendkontrolle in der chinesischen Fertigungsstätte erhebliche Abweichungen bei der Beschaffenheit und Qualität der Produkte festgestellt worden. Nach einer sorgfältigen Analyse entschieden sich die BBQ-Scout-Geschäftsführer Thomas Brinkmann und Guido Pieper, die Abnahme der aus ihrer Sicht mangelhaften Produktion zu verweigern und alle laufenden Bestellungen für 2011 ersatzlos zu stornieren. „Diese Qualitätsabweichungen lassen sich weder mit unseren eigenen Ansprüchen noch mit den Anforderungen unserer Kunden und Handelspartner in Einklang bringen“, erläutert Guido Pieper diese Entscheidung. “Nach der positiven Entwicklung in den letzten Jahren kam diese Situation mit den damit verbundenen Herausforderungen völlig unerwartet“, ergänzt Thomas Brinkmann. „Doch die Zufriedenheit unserer Partner und Kunden hat für uns einfach höchste Priorität.“</p><p>[...]</p><p>Die Char-Griller-Restbestände in einwandfreier Vorjahres-Qualität werden im Laufe der Saison noch abverkauft. Für alle von BBQ-Scout importierten Char-Griller BBQ-Grills &amp; Smoker übernimmt das Unternehmen auch weiterhin die 24-monatige Gewährleistung mit der Bevorratung von Ersatzteilen.</p><p>Lage, im Mai 2011</p></blockquote><h2>Fazit</h2><p>Gut, Defekte sind ärgerlich, können aber passieren. Alles in allem bin ich mit der Reklamationsabwicklung zufrieden, glaube auch, dass es sich hier um ein Einzelfall handelt und würde jederzeit wieder dort kaufen.</p><h1>Update (28-05-2011)</h1><p>Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Herr Schröder Wort gehalten hat und sowohl Paket wie auch Gutschrift sehr zeitnah bei mir eintrafen. Das nenne ich Kundendienst; der auch entsprechend Anerkennung in der eBay-Bewertung des Verkäufers gefunden hat. So ging alles doch noch zu einem guten Ausgang&#8230;</p><h1>John, and the End of it&#8230;</h1><p>Ich hoffe, dass meine geschätzten Leser Verständnis aufbringen: Ich habe größten Respekt für <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Aldous_Huxley" target="_blank">Huxleys</a> Werk <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Brave_New_World" target="_blank">Schöne Neue Welt</a> und teile manche seiner philosophischen Einschätzungen. Dennoch erschien mir Bildung der Header für <em>diesen</em> Artikel mittels Entlehnung seiner Thematik einfach passend.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.mcseven.me/2011/05/smokinpro-smokin-hot/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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