McSeven - primus esse delectat http://www.mcseven.me ey Mac, working hardly or hardly working? Thu, 02 Sep 2010 12:25:44 +0000 en hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0.1 Ixon IQ Speed: Akkupack im Eigenbauhttp://www.mcseven.me/2010/09/ixon-iq-speed-akkupack-im-eigenbau/ http://www.mcseven.me/2010/09/ixon-iq-speed-akkupack-im-eigenbau/#comments Wed, 01 Sep 2010 14:43:00 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=1052 Vorwort

Der Winter naht, und des Bikers liebstes Wetter (Sonne und traumhafte leichte Brise) neigt sich eher dem Ende zu. Auch Tage werden kürzer, die Nächte brechen früher herein. Über kurz oder lang wird man deswegen um eine vernünftige Beleuchtung nicht herumkommen.

Für wahre Puristen sind Gymmicks wie der Nabendynamo oder die Handkurbel tabu. Auch bleut einem der Gewichtsparzwang ein, nur ja nur das absolut nötigste in Gramm ausgedrückt mitzuschleppen. Die Beleuchtung muß deswegen abnehmbar sein.

Der Artikel beschreibt kurz einen Self-Made-Akkupack für die Ixon-IQ-Speed Vorderlampe, der Preis von derzeit ~64 EUR für den Scheinwerfer und knapp 120 EUR für Akku und Ladegerät noch mit bei ist einfach nicht gerechtfertigt.

Zutaten

Werfen wir einen Blick auf die zu beschaffenden Teile. Bitte beachtet, dass ein bißchen bastlerisches Geschick notwendig ist; Montagezeit beträgt etwa 20-30 Minuten.

Werkzeug und Kabel

  • Lötkolben
  • Lötzinn (bleifrei bevorzugt)
  • Multimeter (Durchgangsprüfer) zum Feststellen der Polarität des Kabels
  • Seitenschneider
  • Etwas Litze (0,75mm2 oder stärker)
  • Draht 0,75mm2

Teile für den Scheinwerfer

Für den Scheinwerfer benötigen wir neben der LED-Lampe an sich etwas Gemüse.

  • Kleine Neopren-Tasche (z.B. suche man in der Bucht nach “author fahrradtasche”), ca. 3,50 EUR
  • Halterung für 6 Mignon-Akkus und 9V Clip-Anschluß, z.B. vom großen C, 0,50 EUR
  • 5 Mignon-Akkus NiMH, 2800 mAh, 1.2V, ca. 25 EUR
  • Passendes Ladegerät, z.B. 4 Zellen, ca. 7 EUR
  • Ixon IQ Speed Zusatzscheinwerfer, bei Geizhals den günstigsten herausfinden, ca. 64 EUR

Macht summa summarum knapp 90 EUR, wenn man alles neu kaufen muss. Hat man noch Akkus und ein passendes Ladegerät, verringert sich der auszugebende Betrag beträchtlich, mich hat es knapp 70 EUR gekostet, da ich nur Tasche und Batteriehalter selbst beschaffen mußte.

Montage

Die einzige Schwierigkeit besteht in der belastbaren Verbindung zwischen Kabel und Batteriehalter. Folgt einfach der Anleitung.

  1. Zunächst knipst man den Stecker am geraden Ende, nicht am gewinkelten (!), ab und isoliert die Enden mit einem scharfen Messer auf 0,5cm ab. Vorsicht, nicht schneiden.
  2. Die Enden werden nun verzinnt.
  3. Die Halterung wird ebenfalls am Clip-Anschluß verzinnt.
  4. Überbrückt nun mit der Litze eine Batterieposition, z.B. die direkt am Anschluß, sodaß insgesamt nur 5 Zellen eingesetzt werden müssen. Auch der Originalakku hat nur 5 Zellen. Beide Seiten gut verlöten.
  5. Lötet nun das abisolierte und verzinnte Kabel an den Batteriehalter an. Achtet unbedingt auf die Polung, leider wurden offenbar keine einheitlichen Kabel verbaut, ich kann deswegen nichts zu Kabelfarben aussagen.
  6. Das Lampenkabel muss gut am Batteriehalter gegen Zugbelastung gesichert befestigt werden. Ich habe dafür ein kleines Loch in den Halter geschmolzen, es mit dem Draht (siehe Zutaten) mehrfach am Halter befestigt und diesen dann mit der Hand verdreht.
  7. Bestückt den Halter mit den 5 geladenen Batterien und steckt den gewinkelten Stecker in die Lampe.
  8. Testet die Lampe: Langer Druck muss sie einschalten, es sollte die LED oben abwechselnd rot und grün blinken. Kurzer Druck auf den Knopf sollte zwischen Heller und Dunkler umschalten.

Voila, das war’s schon.

Pro und Contra

Sehr für die IQ Speed spricht natürlich die helle Lichtausbeute und der extrem gut gefertigte Reflektor. Sie macht ein schönes helles Viereck auf die Straße und sorgt in der Dämmerung für eine brilliante Sichtbarkeit. Auch die Akkulaufzeit ist mit 10 Stunden (getestet mit 2800 mAh Akkus) durchaus brauchbar.

Getestet habe ich sie auch bei Neumond im stockfinsteren Wald auf Teerstraße, ist einwandfrei machbar, Sichtweite etwa 30m. Über Wurzelwege würde ich sie dagegen nicht emfehlen. Zumindest nicht alleine.

Außerdem kann man sich in den Mignon-Batteriehalter zur Not auch ganz normale Batterien von der Tankstelle einbauen, sofern den Akkus unterwegs die Puste ausgeht.

Allerdings hat die Lampe zwei große Mankos. Zum einen ist sie laut der StVZO nicht im Bereich des Straßenverkehrs zugelassen. Schlecht gelaunte Beamte und es genaunehmende Versicherungen können euch im Prinzip etwas anhängen. Ist kein Witz, wenn es in der Dunkelheit kracht, bekommt ihr zumindest Teilschuld, weil der Unfallgegner sich immer auf unzureichende Beleuchtung, so schizophren das auch sein mag, berufen kann.

Zum anderen stört sie Funktachometer gewaltig. Egal ob hell oder dunkel eingestellt, ich habe noch keinen Funktacho gefunden (analog oder digital), der bei gleichzeitigem Betrieb mit der Lampe (oder einer anderen Ixon IQ) noch funktioniert hätte. Kabelgebundene dagegen haben kein Problem. Das muß man einfach wissen.

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Medien: reAktion vs. proAktionhttp://www.mcseven.me/2010/08/medien-reaktion-vs-proaktion/ http://www.mcseven.me/2010/08/medien-reaktion-vs-proaktion/#comments Sun, 29 Aug 2010 12:34:37 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=1048 Ach, stimmt das nachdenklich. Kein Tag vergeht, an dem man nicht unsere reflektiviernden Berichterstatter, sei es Print, audiovisuell oder online, bemitleiden sollte. Egal, welche Sparte, egal welches Niveau, egal welches Medium. Unsere multimediale Landschaft strotzt vor Einfallslosigkeit, daher die Überschrift.

Wann endlich beginnen unsere Redakteure, einmal proaktiv zu handeln? Wann endlich dürfen Berichterstatter unabhängig von Zeitgeschehen und politischer Ausrichtung der Geldgeber (nein, nicht Sie als Leser/Hörer/Zuschauer!) selbst ihre Themen wählen und dazu Thesen stellen? Wann endlich nehmen sie ihre Rolle als vierte Säule der Demokratie (*lach*) wahr und in Anspruch? Ja, wann nur?

Rundfunk und Fernsehen habe ich bereits abgeschafft, die m.M.n. verdummenden und schwachsinnigen Inhalte und die Werbeflut waren einfach nicht mehr erträglich, die geplanten Features im digitalen Fernsehen mit der Technik CI+ taten ihr übriges, und online kann ich Gott-Sei-Dank die Werbeflut selbst begrenzen, dem selektiven Nutzen sind hier wenig Grenzen gesetzt.

Doch, so muß ich auch hier fragen, wie lange denn noch? Im Zuge der immer größer werdenden Konkurrenz untereinander kommt bissige Berichterstattung und Meinungsbildung viel zu kurz.

  • Kaum noch fragt etwa der Spiegel in seiner Online-Ausgabe, warum denn z.B. Frau Merkel längere Laufzeiten für die Kraftwerke atomarer Art durchsetzen möchte, obwohl der Gesamtenergieverbrauch in Deutschland schon länger stetig abnimmt (nebenbei zum Thema “Kernenergie aus Frankreich”: Klar importieren wir aus Frankreich gelegentlich Gigawattstunden an Energie; dass wir sie aber 1:1 nach Osten weiterleiten, liest man selten im selben Atemzug, nicht wahr).
  • Wann endlich lernen Redakteure, dass sie besser die Finger von wissenschaftlichen Dingen lassen, von denen sie nichts verstehen, anstatt unreflektierten Mist zu reproduzieren gespickt mit eigenen infantilen, blauäugigen und nicht belegbaren Aussagen (hier ein schönes Beispiel)?
  • Für die Geschichte dieses Planeten keine Rolle spielenden Meldungen wie “Ein dritter Säugling ist in Klinik XYZ gestorben” schaffen es in die +++EILMELDUNGEN+++ der Nachrichtenagenturen?!? Meine Güte, auf dem afrikanischen Kontinent sterben täglich Dutzende von Kindern und Säuglingen, weil sie nichts zu Essen haben und es interessiert bis auf Hilfsorganisationen keine Sau. Außer an Weihnachten, wenn sich wieder Geld holen läßt, weil wir unser Gewissen freikaufen müssen.

Das soll kein Angriff auf unsere “westliche” Gesellschaft oder unsere Lebensgewohnheiten sein; wir Menschheit sind eben noch nicht so weit, uns über materielle Dinge hinweggesetzt zu haben, und werden es wahrscheinlich auch nie werden. Mögen sich darum Philosophen und Denker kümmern; real bleibt, daß wir Westler unseren Müll auch weiterhin preiswert in asiatische Länder verfrachten, daß aber auch gar keiner öffentlich Überlegungen oder Anstrengungen unternimmt, sich der Dritten Welt zu nähern oder gar weiter als 20 Jahre in die Zukunft, auch unsere, denkt.

Und gerade hier sehe ich die Aufgabe der Druckblätter und Magazine, jeglichen Formats. Wer sonst, wenn Politik versagt, Rechtsprechung damit nichts zu tun hat und Regierung eingeschlafen ist, wer sonst? Liebe Redakteure, nun macht endlich Butter bei die Fische, sonst wird das nichts mehr.

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Geschützt: MoSe nach Westen – Vier Tage Frankreichhttp://www.mcseven.me/2010/08/mose-nach-westen-vier-tage-frankreich/ http://www.mcseven.me/2010/08/mose-nach-westen-vier-tage-frankreich/#comments Wed, 25 Aug 2010 13:17:20 +0000 redeagle http://www.mcseven.me/?p=997

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Pimp-My-Kicker a.k.a. Wham-O-Meterhttp://www.mcseven.me/2010/08/pimp-my-kicker-a-k-a-wham-o-meter/ http://www.mcseven.me/2010/08/pimp-my-kicker-a-k-a-wham-o-meter/#comments Tue, 24 Aug 2010 13:00:52 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=821 Vorwort

Aller Anfang ist schwer, vor allem, wenn es darum geht, eine im wesentlichen einfache Sache zu beschreiben. Kurz: Zur sportlichen und geistigen Betätigung und Erfrischung haben wir am Lehrstuhl dank tatkräftiger Mithilfe und Überzeugzeugskraft aller einen schönen made-in-china Tischkicker bekommen.

War doch anfangs die Freude über die neue Erheiterung recht groß, so stellte sich bald eine gewisse Ernüchterung ein, war doch das ganze Äußere nicht allzu ansprechend gestaltet. Klar, grüner Tisch, Torzähler und die Männeken, aber eben nur “ok”, nicht “very ok”.

Ein Mißstand, dem abgeholfen werden muss; auch mit Ideen der anderen Kollegen war schnell das Projekt “Pimp My Kicker” geboren, und welches Gebiet würde sich besser dafür eignen als das Tor an sich. Selbstspielende Kickerautomaten gibt’s schon, elektrische Torzähler sind seltener.

Und nachdem der verkappte E-Techniker noch abgehalten wurde, “es knacken zu lassen”, war aus “Pimp My Kicker” schnell das Projekt “Wham-O-Meter” mutiert, wie der Name schon sagt, sollte es eine Messung des “Whams”, sprich der Eintrittsgeschwindigkeit des Kickerballs, durchführen.

Weitergesponnen ergab sich dann die folgende Liste der Ideen-Sammlung wünschenswerter Features:

  • Ballgeschwindigkeit, und zwar unabhängig vom Einfallwinkel
  • Spielstandsanzeige
  • Highscore-Liste (“TOP10″) der jeweils schnellsten Schüsse in einem Tor
  • Handicap: Ballgeschwindigkeit minimal und maximal pro Seite
  • Handicap: Siegbedingungen (Toranzahl) pro Seite einstellbar
  • Handicap: Führende Tore eines Teams pro Seite einstellbar
  • 2 synchrone LCDs
  • Einfacher Tor-Storno
  • Einfacher Spiel-Reset

Der vorliegende Artikel wird die gesamte Meßanlage ausführlich in Theorie und Praxis beschreiben.

Wir werden uns zunächst der Geschwindigkeitsmessung in der Theorie mit ein wenig Physik widmen, danach eine passende Hardware entwerfen und die Software und ihre Ansteuer-Routinen für ein Grafik-LCD beschreiben. Es folgt die Beschreibung der Montage und der Inbetriebnahme, danach eine Art Handbuch der Software in der MCU. Abschließen werde ich mit einigen Demonstrationsvideos.

Alle in diesem Artikel veröffentlichten Inhalte (Platinen, PCB-Designs, Fotos, Texte, Software, etc.) sind unter der deutschen Creative-Commons-Lizenz 3.0 by-nc-sa (kurz: Namensnennung, Nicht-Kommerziell, Weitergabe zu gleichen Bedingungen gestattet) verfügbar.

Danksagung

Zunächst aber möchte ich mich an dieser Stelle bei zwei Personen besonders bedanken, die durch ihre Tatkraft und Mithilfe dieses Projekt erst ermöglicht haben.

  • Christian Schneider: Unermüdliches Schaffen bei der Montage, obwohl er auch anderes zu tun gehabt hat…
  • Thomas Stibor: Hat den genialen Einfall mit der Verbesserung der Hardware gehabt und besonders intensives Beta-Testing betrieben…
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Pimp-My-WordPress a.k.a. das Table-of-Content-Pluginhttp://www.mcseven.me/2010/08/pimp-my-wordpress-a-k-a-das-table-of-content-plugin/ http://www.mcseven.me/2010/08/pimp-my-wordpress-a-k-a-das-table-of-content-plugin/#comments Wed, 18 Aug 2010 22:14:39 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=947 Vorwort

HEUREKA! Wie lange schon geht mir auf die Nerven, dass WordPress keine Inhaltsverzeichnisse unterstützt. Die Suche nach “table of content” in der Plugin-Seite fördert nur wenig zu Tage, ganz selten ist eines der gefundenen Plugins überhaupt mit WP 3+ kompatibel, gefallen hat mir keines. Ziel ist doch nur, aus den Überschriften der verschiedenen Level eines Artikels ein popeliges Inhaltsverzeichnis zu erzeugen.

Nun ja, nachdem dem Inschenör nichts zu schwör ist, wird ab heute selbst Hand angelegt. Die Grundlage bildete das noch am ehesten brauchbare Plugin “TinyTOC“, welches aber auch eigene Tags erwartet, um Überschriften zu erkennen.

Nachdem ich gerne die Qualitätsmarke “made-in-Germany” auf eigene Entwicklungen stempele, ist’s nicht genug, ein Inhaltsverzeichnis zu erzeugen, sondern auch mit einer uralten HTML-Schwäche zu brechen – den Kapitelnummern. Warum können verschachtelte Heading-Tags nicht entsprechend (1., 1.1., 1.1.2, etc.) ausgegeben werden?! Es ist selbst mit CSS nicht möglich, entsprechende Funktionalität zu implementieren.

Zeit wird’s für ein Redesign.

Beschreibung

Das Plugin kann im Wesentlichen die folgenden zwei Aufgaben übernehmen.

Erweiterung von Überschriften um Kapitelnummern

Das Plugin scannt den gesamten Text eines Posts, egal ob in Seite aufgeteilt (“paginated”) oder nicht, und extrahiert die Überschriften aus den h1-h6 HTML-Tags. Sofern der Autor die Verschachtelung korrekt durchgeführt hat, sprich alle Ebenen sind aufsteigend hintereinander angeordnet (1. -> 1.1. -> 1.1.1., nicht 1. -> 1.1.1.), erstellt das Plugin korrekte intern Einträge.

Aus diesen erzeugt es quasi-eindeutige, zumindest aber statische ID-Attribute und weist sie den jeweiligen h*-Tags auf der aktuellen Seite (“Page”) zu. Dies geschieht unabhängig von den Gliederungsebenen, jede Überschrift erhält eine eigene ID.

Danach werden optional aus den Einstellungen im Admin-Interface und den jeweiligen Gliederungsebenen Kapitelnummern erzeugt (z.B. I., I.1, I.2, II., II.1., etc.) und diese dem Text der Überschrift vorangestellt.

Es lassen sich dafür drei Dinge einstellen:

  1. Die Tiefe der Nummerierung von Level 1 – Level 9.
  2. Der Nummernstil der Ebene:
    • nicht nummerieren
    • Arabische Ziffern: 1, 2, 3, …
    • Römisch Klein: i, ii, iii, iv, …
    • Römisch Groß: I, II, III, IV, …
    • Alphabetisch Klein: a, b, c, …
    • Alphabetisch Groß: A, B, C, …
  3. Ein abschließendes Zeichen der Ebene:
    • keines
    • immer den Punkt (1., 2.)
    • Punkt, wenn nicht letzte Ebene (1, 1.1, 1.1.1, etc.)
    • immer Klammer (1),2),3))
    • Klammer, wenn nicht letzte Ebene (1, 1)1, 1)1)1, etc.)

Das sollte eine maximale Flexibilität für die meisten Einsatzzwecke geben.

Erzeugen des Inhaltsverzeichnisses

Wenn gewünscht, erzeugt das Plugin auch ein Inhaltsverzeichnis. Nahezu unabhängig von der Nummerierung von oben können auch hier ein paar Einstellungen vorgenommen werden:

  • Kapiteltiefe: Bis zu welchem Level soll der TOC aufgebaut werden.
  • Soll es eine flache Liste werden, eine aus <ul>-Elementen erzeugte, oder sollen die Kapitelnummern von oben übernommen werden (dann ist TOC-Tiefe auf die Nummerierungstiefe von oben begrenzt!).

Da die <ul>-Tags und die Nummerierungselemente flach untereinander liegen und nicht verschachtelt sind, erhalten die einzelnen Ebenen jeweils eine oder mehrere CSS-Klassen:

  • tinytoc_level_n: Selbsterklärend, in welchem Level befindet das <li>- oder <div>-Element.
  • current_page: Ist das Ziel des Links auf der aktuellen Seite zu finden?
  • fiurst_in_block: Wenn ein neuer Level-Block aufgemacht wird (z.B. von 1. -> 1.1.), erhält das erste Element im neuen Block diese Klasse.
  • last_in_block: Wenn Level-Block beendet wird (z.B. von 1.1. -> 2.), erhält das letzte Element im Block diese Klasse.

Damit kann das Verzeichnis beliebig gestyled und angeordnet werden.

Fazit

Das Stück Software ist weit davon entfernt, sauber oder schön programmiert zu sein, oder fertig. Ich habe im Moment nur leider gar keine Zeit zum weiterentwickeln und habe nur einen 2 Tage-Hack gesucht, um eben den Blog etwas zu verbessern. Hier der TinyTOC-Extended-Quellcode, soweit es geht kommentiert (Hinweis: Ich übernehme keine Haftung für oder gebe Garantien irgendwelcher Art auf die Software; Verwendung erfolgt auf eigenes Risiko!). Zum Installieren einfach in das /plugins-Verzeichnis kopieren, im Admin-Interface bei Plugins aktivieren und -wichtig- mindestens einmal die Konfiguration speichern.

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Google Recruitment Bot (GRB) – Insight into tomorrow’s HR managementhttp://www.mcseven.me/2010/08/google-recruitment-bot-grb-insight-into-tomorrows-hr-management/ http://www.mcseven.me/2010/08/google-recruitment-bot-grb-insight-into-tomorrows-hr-management/#comments Tue, 10 Aug 2010 19:16:23 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=862 Abstract

Dear all, with this post I will break  with my own tradition, and will in fact write in English. Since it concerns some people maybe not speaking German this seems a fair step; however I must point out that everything said is my own personal oppinion which is legal to express in my country. See imprint for details (that is in German *dough*), particularly regarding trademarks and company names.

So, what’s this about? We all know that Google Inc. uses (ro)bot technology to harvest and mine web pages of their content simply to display these pages upon a “search” request by us, Googles users.

It now seems that they have taken matters a step further and use them bots not only to collect information, but also actively spread out and use the intel gathered, in my case personal information displayed on the university web page. Don’t get me wrong. I want this information be displayed publicly, since I want to be found by people, so no harm in harvesting or collecting it.

First Mail

Surprised I looked into my inbox 2 days ago, only to find a mail by “Jenny Burdis” offering me a job:

Hi Christoph

I would like to ask if you would be interested in having a chat about our current job opportunities at Google? We have permanent, full time employment vacancies, as well as Internships if you are still studying.

If you would like to discuss this further then please send me a convenient time/date and your telephone number so that we can set up a time to talk on the phone.

If you’re not looking for a new role at this time, then maybe you know of someone who is?

I’d really like to keep in touch with you so please invite me to connect on Linked in: Linked in profile

I look forward to hearing from you.


Jenny Burdis
People Operations
Google UK
Belgrave House
76 Buckingham Palace Road
London SW1W 9TQ
e: jburdis@google.com

With all that get-money-or-job-from-nigeria and stuff, I was about to throw the mail away, however, jenny burdis’ real looking mail address, postal address and the fitting received-records made me curious. I decided to reply to this one, and -I’m not looking for a new job currently- told Jenny about “thanks, but no thanks”.

First Reply

As a personal side note: I really do appreciate mails offering new jobs, however, since Jenny did not even look at qualifications and neither tried in any way to personalize the mail, I gave a not that polite but nonetheless honest reply. So here goes

Dear Jenny,

since Google is not the company one would like to work for these days, I’d highly appreciate not to hear from you or anyone else with Google Recruitment again.

Thank you, best regards,
Chris

Now, that should clearly have solved any misunderstanding that “Jenny” might have had on intentions, and I considered the matter closed. Imagine my surprise when today I opened my Inbox and found the following.

Second Mail

So, here goes a second time:

Hi Christoph

Many thanks for replying to my email.

I have a space in my diary tomorrow (Weds at 11am BST) to call you. Is this a suitable time for you?\

Regards

Jenny

Apparently dear Jenny did not bother to read any of my lines or replied on purpose. Since I can safely assume that a big company like Google Inc. would respect its potential new employees wishes and I would further assume that a human person Jenny can read and understand what I wrote (honestly, it wasn’t that bad, was it?) there’s only one conclusion one can draw:

Jenny is not human!!!!! And no, not alien, either. I’d rather say man made, a young pupil, and miserably failed the entrance exam to the “touring” class. Perhaps programmers thought no one getting an offer from big ol’ Google Inc. could refuse and declined to implement a reply to a refusal, but funny nonetheless.

Of course, I couldn’t help to turn the sword a bit:

Second response

Dear Jenny,

perhaps it is my poor English; I know, I should work on that, but may I ask which part of “not to hear from you” was so difficult to grasp?

Anyway, you’ll be pleased to know that I have an exciting new topic for my blog…

Thanks, and goodbye,

Chris

Maybe this time someone human will read my reply and we get somewhere, let’s find out where this leads… I’ll keep you posted.

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Getränkeabrechnung mittels PHPhttp://www.mcseven.me/2010/07/getrankeabrechnung-mittels-php/ http://www.mcseven.me/2010/07/getrankeabrechnung-mittels-php/#comments Mon, 12 Jul 2010 17:33:06 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=825 Vorwort

Eigentlich ist es ja trivial – an unserem Lehrstuhl gibt’s einen Kühlschrank, der dankenswerterweise von der Sekretärin mit Leben (Waren) befüllt wird. Insbesondere im Sommer weiß der durstige Assistent die kühlen Cola’s zum Fast-EK gegenüber der überteuerten Cafeteria sehr zu schätzen. Wäre da nicht…… ja, wäre da nicht das lästige Zahlen.

Das bisherige System ist denkbar einfach: Für jeden Artikel hängt eine Strichliste mit Namen aus, man kreuzt an, wieviel man wovon konsumiert hat. Einmal in zwei Monaten wird zusammengerechnet und beglichen; dann gibt’s auch neue Lieferungen.

Leider ergeben sich, trotz des Vorteils der einfachen “Bedienung”, ein paar Nachteile:

  • Kein Kontostand: Selbst wenn ich eingezahlt habe, kenne ich mein Guthaben nicht.
  • Abrechnung nur alle paar Wochen: ich falle regelmäßig aus allen Wolken, ein bißchen Kontrolle und Übersicht wären chic.
  • Zusammenzählen per Hand: Bei 20 Assistenten ist die Sekretärin mal ordentlich beschäftigt.
  • Sicherheit: Theoretisch könnte mir jemand ein Kreuzchen machen, und ich würde das wohl nicht bemerken.

Irgendwann war ich das Gehampel satt, Zeit würde es für eine vollelektronische Variante, die all die obigen Schwächen beseitigt. Auch eine schöne Weboberfläche sollte nicht fehlen.

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Social-Unlinking am Beispiel von Facebookhttp://www.mcseven.me/2010/06/social-unlinking-am-beispiel-von-facebook/ http://www.mcseven.me/2010/06/social-unlinking-am-beispiel-von-facebook/#comments Wed, 09 Jun 2010 12:16:23 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=807 Vorwort

Die meisten großen sozialen Netzwerke bieten inzwischen die Möglichkeit, Inhalte im Internet auch im eigenen internen geschützen Bereich des Netzwerks verfügbar zu machen, zu teilen. Gefällt mir eine Seite, so gebe ich die URL dazu an, die Plattform ruft die URL auf und versucht anhand von Data-Mining eine möglichst knappe Übersicht davon in meiner Hauptseite darzustellen.

Inzwischen aber sind die Plattformen dazu übergegangen, mit technischen Hilfsmitteln direkt auf den fremden Seiten Links (“Like-Button”) anzubieten, mit denen ein Benutzer auf der dritten Seite eine Verknüpfung zwischen sich (seinem Plattformprofil) und der dritten Seite (z.B. IMDB) herstellen kann.

Im Prinzip eine gute Sache, denn wer es nicht braucht, der benutzt es einfach nicht. Schaden oder Mißbrauch entsteht ja keiner, oder?

Eine Ode an die Technik

Leider ist das nicht ganz richtig. Es verhält nämlich sich so:

Sobald Du Dich bei Deiner Plattform, nehmen wir Facebook als Beispiel, einloggst, werden ein Haufen Identifizierer -sogenannte Cookies- in Deinem Webbrowser gespeichert. Es erkennt daran, dass Du der Benutzer XYZ bist, aus welchem Land Du kommst, welchen Webbrowser Du benutzt, und viele andere Dinge. Im Wesentlichen lässt sich damit verhindern, dass jemand durch Abhören Deiner Verbindung auf seinem eigenen System sich als Dich ausgeben kann.

Mit anderen Worten: Bei jedem Seitenaufruf durch Dich werden sehr viele Informationen zwischen Deinem Browser und Facebook ausgetauscht.

Der nette Nebeneffekt ist, dass Du Dich nicht jedesmal bei einem Klick in Facebook einloggen musst. Die Plattform weiß ja, wer Du bist, und gewährt Dir daher die Rechte dazu.

Jetzt wird es ein bisschen schwieriger:

  • Fakt eins: Auch wenn Du Dich ausloggst oder den Browser schließt, bleiben die meisten der oben genannten Cookies bestehen. Das heißt, Facebook weiß auch morgen noch, wer Du bist, obwohl Du dich noch gar nicht eingeloggt hattest.
  • Fakt zwei: Bei jeder Anfrage an Facebook, also bei jedem Bild, jeder Seite, jedem Text und auch jedem Stück Programmcode (“JavaScript”), welche Dein Browser von Facebook anfragt, werden alle diese Cookies mitgesendet.
    Facebook weiß also immer, wer welches Bild, Text, usw. herunterladen und anschauen möchte, und das selbst dann, wenn Du nicht eingeloggt bist.
  • Fakt drei: Es spielt keine Rolle, auf welcher Seite Du gerade surfst. Bist Du beispielsweise bei www.imdb.de unterwegs, und würde IMDB ein Bild von Facebook (und sei es nur das Facebook-Logo!) auf seiner Seite darstellen, dann würde Dein Browser:
    1. Von IMDB Inhalte laden
    2. An Facebook Deine Identifizierung (“Cookies”) senden
    3. Von Facebook das Titellogo laden

    Auch kann unter Umständen durch die Dauer der Anzeige, sprich wie lange es braucht, bis Du Dir ein neues Bild von Facebook lädst, darauf geschlossen werden, wie lange Du die Seite angesehen hast, und daraus, wie interessant der Inhalt für Dich war.

Facebook weiß damit ziemlich sicher über Dich, wann Du Dir wo Informationen über welchen Film angesehen hast. Nun kann man das bei Filmen sicher noch nachsehen, was aber bei politischen Inhalten? Was hat es Facebook oder irgendeine andere soziale Plattform zu interessieren, was Du Dir wann anschaust?

Meiner Meinung absolut nichts! Zeit, sich ein Stück Freiheit wiederzuholen.

Fleißige Helferlein

Aus der Not geboren wurde für den Firefox das nette Plugin Adblock Plus, das der Werbeflut im Internet Einhalt gebieten soll. Sein Einsatz ist nicht unumstritten, leben doch viele Seiten von der Darstellung der Werbung.

Nun gut, jeder muss das mit sich selbst ausmachen, wir werden es benutzen, um Facebooks Inhalte auch nur von dort zu laden, wenn wir uns gerade auf der Seite befinden.

Unser Filter soll also:

  1. Alle Inhalte von Facebook blockieren (Iframes, Scripts, Images, Links, usw.)
  2. Das auf allen Seiten des Internet
  3. Es sei denn, wir surfen gerade auf facebook.com

Eine Winzigkeit gibt es noch zu beachten: Facebook lädt statische Inhalte von einer anderen Domäne. Der Filter muss das berücksichtigen.

Hier also die beiden Zeilen:

Adblock-Plus Filter für Facebook-Inhalte
  1. // Statische Inhalte von Facebook
  2. *fbcdn.net*$third-party,domain=~facebook.com
  3. // Flashs, CSS's, etc. von der Facebook-Seite
  4. *facebook.com*$third-party
  5. // "Share"-Links entfernen
  6. ~facebook.com##A[href*="facebook.com"]

Diese Zeilen einfach in den Adblock Plus Einstellungen hinzufügen und schon ist man wieder sicher.

Es empfiehlt sich eine Gegenprobe mit Firebug, bei mir hat bislang alles geklappt.

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Rücktritt unseres Bundespräsidenten – Immer optimistisch bleiben!http://www.mcseven.me/2010/05/rucktritt-unseres-bundesprasidenten-immer-optimistisch-bleiben/ http://www.mcseven.me/2010/05/rucktritt-unseres-bundesprasidenten-immer-optimistisch-bleiben/#comments Mon, 31 May 2010 14:48:22 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=803 Vorwort

Heiliger Bimbam, das war ein unerwarteter Blitzschlag aus, naja, doch heiter bis wolkigem Himmel. Herr Bundespräsident Köhler ist heute mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten und wird sich möglicherweise aus der Politik vollkommen zurückziehen. Ein Nachruf, auch aus Sicht meiner Generation. Wie gut, dass in ein Blog mehr rein passt, als in eine Twitterbox…

Lieber Herr Bundespräsident Köhler,

vorab möchte ich Ihnen ganz stark dazu gratulieren, dass Sie es überhaupt solange in diesem meiner persönlichen Meinung nach orientierungslosen und stümperhaft agierenden Sauhaufen ausgehalten haben. Mangelnde Aktivität und Motivation darf Ihnen keiner vorwerfen, Sie sind Ihrem Amt mehr als gerecht geworden und haben Ihrem Land große Dienste erwiesen.

Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich Sie anfangs für einen Mitläufer ohne Rückgrat, vielleicht sogar für Frau Merkels Marionette hielt, wurde ich über die Jahre hinweg eines Besseren belehrt; erfreulich fand ich, dass Sie nach und nach Ihr Parteibuch ins Regal stellten und sich -vielleicht als einziger Politiker überhaupt in dieser Regierung- wirklich um die Belange Deutschlands kümmerten. Siehe nur das Desaster mit den Internet-Sperren. Alle Achtung vor Ihrer Leistung.

Sehr gut finde ich, wenn Sie als einziger in diesem Laden das Kind beim Namen nennen. Unser Militär wird nun einmal auch zum Schutz unseres Wohlstandes eingesetzt. Dass wir das aus Pietät unseren Soldaten gegenüber und anderen Gründen nicht so nennen dürfen, ist nicht Ihre Schuld. Ich halte deswegen die Reaktionen der Presse und der Rundfunk-Medien für übertrieben, noch dazu, dass doch jeder den heißen Brei kennt.

Schade finde ich nun, dass Sie Ihr Land gerade jetzt im Stich lassen. Ich glaube nicht, dass Ihr Rücktrittsgrund der mangelnde Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten ist; Kritik, so harsch sie auch ausfallen mag, muss sich auch der Amtinhaber gefallen lassen. Ich denke eher, dass es in die Richtung geht “wenn ihr glaubt, es besser zu können, dann habt mich doch gern”.

Verständlich, aber kindisch.  Meiner Meinung nach haben Sie mit Annahme des höchsten Amtes eine Art Vater-Funktion übernommen; es wäre genau Ihre Aufgabe gewesen, die Regierung und das Parlament immer wieder auf Fehler und Fehlbarkeiten hinzuweisen, auch öffentlich. Keiner erwartet einen unfehlbaren Vater. Deswegen enttäuscht mich Ihre Reaktion sehr.

Wer soll denn jetzt das von Ihnen hinterlassene “Vernunft”-Vakuum füllen? Glauben Sie im Ernst, dass in diesem Lande sonst noch jemand im Stande ist, dieser meiner Meinung nach einfältigen und beratungsresistenten Phalanx den rechten Weg zu weisen? Ich weniger, es fehlt wohl an Sachkenntnis, wie auch an Motivation. Das Thema ist aber alt und scheint überhaupt eine Krankheit unseres Verständnisses von “Demokratie” zu sein. Egal, was ein Politiker tut oder läßt, es interessiert keinen und es dreht ihm keiner einen Strick draus.

Unser erster Bürger (AK Kohl) kam mit seinem Versprechen davon, Herr Tauss bekommt Bewährung, wofür andere 3 Jahre in den Bau ohne Bewährung wandern, mir wird Angst und Bange bei der Aussicht.

Und nun?

Das ist eine sehr gute Frage. Innerhalb eines Monats muss ein neuer Bundespräsident oder eine Bundespräsidentin gewählt werden laut Gesetz. Schaut man sich eine Liste der verfügbaren Menschen an (u.a. Frau Schwan), kann einem nur noch Angst und Bange werden. Wer soll denn unsere versagende und planlose Regierung, angeführt von Frau Merkel, einem willenlosen und schwachen Vizekanzler und Herrn Schäuble noch auf ihre Aufgaben hinweisen?

Wer kann denn in Europa Einhalt gebieten, wenn die Finanzminister oder ein obskures Parlament Geld-Unterstützung für Länder beschließen, die ihre Schulden auf Jahrzehnte hin nicht zurückzahlen werden können? Herr Ackermann hat doch Recht! Auch wenn das keiner aus der Regierung hören möchte. Es sind doch schon jetzt bis 2016 jährlich 10 Milliarden Euro einzusparen; das ist seit letztem Jahr bekannt  (Quelle 1, Quelle 2 und Quelle 3), und dennoch gibt Frau Merkel unser Geld fleißig an fremde Länder oder unsere eigenen Banken aus.

Oh, klar, die Argumente waren einleuchtend: Unsere Wirtschaft braucht Kredite. Nur hat es die durch Finanzhilfen tatsächlich in ausreichender Menge gegeben? Nicht wirklich, sagen die Nachrichtenagentueren (Quelle 1, und älter: Quelle 2).

Hat es etwas genützt? Nun, wir werden dafür wohl die GfK-Zahlen des Jahres abwarten müssen. Interessante Zeiten brechen auf jeden Fall an. Und das schon bald.

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“Blogger, plagt euch!” – Herr Schneider im Irrtumhttp://www.mcseven.me/2010/05/blogger-plagt-euch-herr-schneider-im-irrtum/ http://www.mcseven.me/2010/05/blogger-plagt-euch-herr-schneider-im-irrtum/#comments Fri, 28 May 2010 12:26:46 +0000 McSeven http://www.mcseven.me/?p=796 Vorwort

Das Interview mit Herrn Schneider in der Zeit (“Blogger, plagt Euch!”) vom 05. Mai 2010 hält einige Überraschungen bereit. Herr Schneider wirft deutschen Autorinnen und Autoren mangelndes “etwas-zu-sagen-haben” und zu wenig Kenntnisse der deutschen Sprache vor, das bei potentiellen Lesern Desinteresse beim Lesen auslöse. Hoffentlich habe ich das richtig verstanden.

Ich kann dem nicht zustimmen und denke sogar, Herrn Schneider argumentativ widerlegen zu können. Vorab möchte ich noch anmerken, dass ich sein Buch gelesen habe und auch dort nicht viel Anregung finden konnte. Eine Beschreibung der Stilmittel der deutschen Sprache sollte man in der Oberstufe des Gymnasiums im Fach “Deutsch” bereits gelernt haben.

Jemand, der kein Gymnasium besucht hat, oder den das nicht interessierte damals, wird auch mit einiger Wahrscheinlichkeit keinen Blog betreiben oder sich sonst irgendwie journalistisch engagieren.

Sprache – Zweck und Funktion

Beginnen wir einmal laienhaft, Sinn, Zweck und Funktion von Sprache zu erarbeiten. Ganz ohne Studium der Sprach- oder Geisteswissenschaften wage ich zu behaupten, dass der primäre Zweck die Übermittlung von Information ist.

Der Kanal (Akustisch, Optisch) oder das Medium (Druck, Fernsehen, Tonband und andere) spielen dafür keine größere Rolle, schränken eben nur ein, wieviel Information pro Zeiteinheit übermittelt werden kann.

Der Nachrichtentechniker nennt das “Kanalkapazität”.  Ist eigentlich recht einleuchtend: Im Fernsehen mit Bild und Ton erhalte ich sehr viel mehr Information über ein Geschehen, als wenn ich einen reinen Text darüber lese. Beim Text muss das Gehirn sehr viel mehr arbeiten zur Informationsgewinnung als wenn es den gleichen Inhalt als Bild vorgesetzt bekommt. Daher auch das Sprichwort “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”.

Sprache und ihre Bestandteile

Weiter im Top-Down-Ansatz:  Offensichtlich scheint es viele unterschiedliche Ausprägungen von Sprache zu geben. Da sei im Bereich “Druck” die trockene Bedienungsanleitung für einen DVD-Player genannt, vielleicht das bebilderte Kinderbuch, den letzten Harry-Potter-Roman können wir anführen, genauso wie Boulevardblätter oder Illustrierte.

Erweitert man den Bereich auf Audiovisuelle Medien, so erscheint es mir nicht mehr sinnvoll, alle möglichen Formate aller Produktionen aufzulisten. Nachrichtensendungen, Abenteuerfilme, Dokumentationen, “Richter Barbara” und Derivate, sie alle füllen die Programme von Rundfunk und Fernsehen tagein und tagaus; wenig Gemeinsamkeiten existieren; eine davon ist wichtig.

Alle genannten Formate und Erzeugnisse benutzen Sprache, um eine bestimmte Information an den Konsumenten (“Leser”, “Zuhörer”, “Zuschauer”) zu übermitteln. Der Unterschied ist dann auch weniger die Information an sich (“Vulkanausbruch”), sondern die Komplexität der verwendeten Sprache.

Wir haben das alle schon erlebt; die Schlagzeilen und die Thematik einer Boulevard-Zeitung springen uns förmlich ins Auge, in Sekunden(bruchteilen) haben wir erfasst, worum es im Artikel geht. Im Gegensatz dazu müssen wir einen Roman oder einen alten literarischen Text möglicherweise sogar mehrmals lesen, bevor wir seinen Inhalt und eventuell seine Bedeutung verstehen. Stark hängt diese Eigenschaft mit der Notwendigkeit zur Abstraktion zusammen.

Herrn Schneiders Buch

Nun, ich möchte mich hier nicht in einer inhaltlichen Zusammenfassung ergehen. Neben ausführlichen Beschreibungen von Stilmitteln der deutschen Sprache versucht Herr Schneider, potentiellen Autoren Tips zum interessanten Schreiben zu geben; etwa, welche Worte wie zu setzen sind, damit beim Lesen beide Hirnhälften etwas zu tun haben. Es gibt noch manche andere Aspekte, der geneigte Leser möge sich der Fairness halber das Buch aber selbst kaufen und zu Gemüte führen.

Ich vermisse einen Aspekt schmerzlich. Herr Schneider geht nicht auf den hier erarbeiteten Punkt ein, dass Sprache immer vom intendierten Zweck (=der Art der zu übermittelnden Information) abhängen muss.

Würde ich als Autor z.B. eine Bauanleitung schreiben/bloggen wollen, so interessierte meine Leser vermutlich nicht, dass ich “aus dem ziemlich nahe gelegenen Baumarkt sehr schön duftende und glatt gehobelte Rundhölzer mit glänzenden und leichten Schrauben an der Decke befestigt habe”. Eher würde ich mir vorstellen, dass “aus dem Baumarkt 2 Rundhölzer zu je 4cm Durchmesser nebst 10 6x80er Torx-Schrauben zu besorgen sind, um einen sicheren Halt an der Decke zu gewährleisten”.

Ich würde deswegen soweit gehen zu werten, dass Herrn Schneiders Buch Abenteuer-Roman-Autoren einiges an nützlichem Wissen bietet, dem durchschnittlichen zweckorientierten Blogger allerding weniger.

Und in eigener Sache

Zwei Dinge erscheinen mir in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnenwert.

Zum einen orientieren sich -leider- auch immer mehr renommierte Zeitungen (ich lese Zeit-Online, da fällt es besonders unangenehm auf) an dieser Art, vorgeblich lebendige Texte zu schreiben.

Hier einmal ein aktuelles Beispiel:

Als Angela Merkel am Freitagmorgen auf der Regierungsbank im Bundestag sitzt und der Abstimmung über das Euro-Rettungspaket folgt, macht sie einen ziemlich erledigten Eindruck. Die Kanzlerin hat eine harte Zeit hinter sich, seit vor zwei Wochen zuerst der Euro bedrohlich wankte und Schwarz-Gelb seine Mehrheit im Bundesrat verlor.

Liebe Zeit-Autoren, zum Himmeldonnerwetternochmal, wenn ich über Frau Merkels Versagen lesen will, habe ich auf solche Sätze genausoviel Lust wie eine Kuh auf’s Schlittschuhlaufen. Nämlich gar keine. Welche Informationen steckt denn in dem Satz oben? Fast keine.

Alle reißerischen Schlagworte (“ziemlich erledigten”, “harte Zeit”, “bedrohlich wankte”) könnt ihr euch sparen. Euer Blatt wird nicht von Bild-Lesern konsumiert, sondern von intellektuell begabteren und anspruchsvollen Lesern. Die nackte Information im Satz oben lässt sich reduzieren auf “Schwarz-Gelb verlor die Mehrheit im Bundesrat”. Und das ist schon seit Wochen alter Schnee.

Meine Frage: Warum macht ihr sowas?!?!?

Und zum anderen: Herr Schneider, nachdem immer weniger Menschen bereit sind, sich überhaupt geistig zu engagieren, ist doch selbst das nicht lebendig oder potentiell weniger Interessante Geschriebene in den Blogs und Facebooks und Twittern dieses Planeten ein sehr positives Zeichen. Warum versuchen Sie denn auf Teufel-Komm-Raus, das schlecht zu machen, oder Menschen durch Aussagen in Ihrem Interview von vorneherein zu entmutigen?

Wie soll denn das jemals etwas werden mit freier Meinungsäußerung, wenn immer weniger Menschen überhaupt lernen, mit den Werkzeugen umzugehen?

Jetzt hab ich fertig.

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