Getränkeabrechnung mittels PHP

2. Systembeschreibung

Wir werden uns zuerst mit der Hardware beschäftigen und danach die Software (PHP) genauer unter die Lupe nehmen.

2.1 Benutzer-Interaktion

Hier stehen wir ein wenig vor einer Schwierigkeit. Das System sollte ja möglichst einfach und „idiotensicher“ zu bedienen sein,  genau wie eine Strichliste eben; zum anderen aber muß es zumindest optional eine gewisse Sicherheit gegenüber der Strichliste bieten können. Die Frage ist somit: Wie logge ich mich ins System ein, wenn doch potentiell mehrere Augenpaare zusehen bei meiner Buchung? Auch zu bedenken ist die Artikelerfassung: Wie teile ich dem System den zu buchenden Artikel mit?

Die beiden Fragen ließen damit nur zwei mögliche Vorgehensweisen zu:

  1. Touchscreen mit PIN-Eingabe und nachfolgender Artikelauswahl über Touchbedienung.
  2. Barcode-Scanner, der Benutzer und Artikel scannt.

Warum keine Kombination aus beidem? Nun, das teuerste im maschinellen und manuellen Arbeiten ist der Werkzeugwechsel. Kein Benutzer würde z.B. eine PIN-Eingabe über Touchscreen akzeptieren, wenn er dann einen Scanner benutzen müßte.

Nachdem gegen einen Touchscreen der überaus große Preis gesprochen hat, habe ich mich für eine Scanner-Lösung entschieden. Der Prozeß gestaltet sich damit denkbar einfach wie folgt:

  1. Jeder Benutzer scannt zuerst sein eigenes Token mit einem Barcode darauf ein.
  2. Danach hat er eine gewisse Zeit, den oder die Artikel zu scannen, die er auf sich buchen möchte.
  3. Optional kann er sich abschließend durch ein drittes Token wieder abmelden.

Die Sicherheit, die bei der PIN-Eingabe das Shared-Secret (gemeinsames Geheimnis) darstellte, wird hier auf eine Besitz-Komponente ausgelegt. Jeder Benutzer kann sich entscheiden, ob er sein Token öffentlich aushängen möchte, oder ob er es z.B. am Schlüsselbund in Tesa eingeklebt bei sich behalten mag.

2.2 Benötigte Hardware

Überraschenderweise benötigt das System sehr wenig Hardware.

Zum einen wäre natürlich ein (LAMP)-Server, sprich PHP und MySQL von Nöten, um die Software zu hosten. Remote-Zugang per SSH /FTP sind natürlich obligatorisch und Rechenpower für die Inline-Grafiken sollte er auch haben. Dürfte in den allermeisten Fällen aber kein Problem sein, nicht wahr.

Als zweiten Teil benötigt man einen Kassen-PC; das kann irgendein Terminal sein, das einen 15″ Bildschirm ansteuern und einen Browser im Kiosk-Mode betreiben kann. In der Bucht findet man immer mal wieder kleine Thin-Clients von z.B. Siemens, die mit Compact-Flash laufen und auf denen ein Damn-Small-Linux (DSL) betrieben werden kann. Das läuft sehr schnell und kann relativ einfach abgesichert werden.

Zu guter Letzt sollte man sich noch einen Barcode-Scanner besorgen. USB ist wegen der Stromversorgung fast schon Pflicht. Nur aufgepasst: Diverse taiwanische Hersteller von Scannern der 30-40 EUR-Klasse verzichten auf eine korrekte Implementierung der USB-Descriptoren in ihren Scannern. Sie werden unter Linux im 2.4 er (!) Kernel vielleicht erkannt, unter 2.6 bestimmt nicht mehr ohne Neukompilieren des Kernels (sind da geblacklistet). Wenn ihr Linux einsetzt, investiert lieber in einen guten / teuren Scanner.

Damit kann es auch schon losgehen.

4 Kommentare zu “Getränkeabrechnung mittels PHP”

1.   Kommentar von Deitmar Koch
Erstellt am 26. Januar 2012 um 15:27 Uhr.

Hallo,
kann man die „Kühlschranksoftware“ irgendwo downlaoden ?

MFG
Dietmar

2.   Kommentar von McSeven
Erstellt am 29. Januar 2012 um 01:01 Uhr.

Öhm, im Moment nein, in welchem Zusammenhang fragst Du denn? Cheers, Christoph

3.   Kommentar von Deitmar Koch
Erstellt am 29. Januar 2012 um 12:07 Uhr.

Hallo,

wir haben in der Firma einen Kühlschrank.
Selbstbedieungsladen 🙂 und ich hätte gerne was auf meinen
WAMP Server gestellt, wo meine Kollegen Ihren Kühlschrankverbrauch
eingeben können, damit ich Ende Monat das Geld einsammeln kann.

Gruss Dietmar

4.   Kommentar von Manuel H
Erstellt am 05. September 2014 um 19:00 Uhr.

Hallo Christophn,
du scheinst dir sehr viel Gedanken zu deinem Software gemacht zu haben – sehr interessantes Konzept!
Mir ist kürzlich auch der Gedanke gekommen etwas in dieser Richtung einzuführen. Ich wohne in einem Studentenwohnheim und wir haben hier ein großes Problem mit unseren Strichlisten.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit mir Kontakt aufnehmen würdest.

Beste Grüße,
Manuel

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